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Technik und Wissenschaft

Last-minute launch problem delays satellite rescue mission for NASA

Ein technisches Problem am Startfahrzeug hat am 2. Juli 2026 die Rettungsmission der NASA für das Swift-Weltraumteleskop verzögert. Das von Katalyst Space entwickelte Roboterschiff LINK sollte von den Marshallinseln aus starten, um das sinkende Observatorium in eine höhere Umlaufbahn zu heben und so einen Absturz in die Erdatmosphäre bis Oktober zu verhindern.

Datenwarnung verhindert Start der Pegasus-RaketeDie Rettungsmission blieb am Donnerstag am Boden, nachdem ein letztes Problem beim Start auftrat. Wie die Associated Press berichtet, startete das Startflugzeug von Northrop Grumman zwar von den Marshallinseln im Pazifik, doch während des Fluges beobachtete das Team eine Warnung im Datenstrom. Infolgedessen entschied man sich gegen die Freigabe der Pegasus-Rakete, die am Bauch des Flugzeugs befestigt war.Es ist derzeit nicht geklärt, ob die Warnmeldung von der Rakete selbst oder vom Trägerflugzeug ausging. Dieser Vorfall folgt auf eine ganze Woche voller wetterbedingter Verzögerungen. Ein neuer Starttermin wurde noch nicht festgelegt.Die Mission ist zeitkritisch. Das Ziel ist es, das Neil Gehrels Swift Observatory zu erreichen, bevor es im Oktober unkontrolliert in die Atmosphäre eintritt und verglüht. Um die verbleibende Zeit in der Umlaufbahn maximal auszunutzen, hat die NASA den wissenschaftlichen Betrieb von Swift bereits Anfang des Jahres ausgesetzt.Warum das Swift-Observatorium sinktAlle Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn verlieren mit der Zeit an Höhe, da sie durch die dünne Atmosphäre gebremst werden. Im Fall von Swift beschleunigte sich dieser Prozess jedoch drastisch. Laut Science News führte eine starke Sonnenaktivität, die 2024 begann, zu einer Ausdehnung der Erdatmosphäre. Dies erhöhte den Luftwiderstand für Objekte in niedrigen Orbits und drückte Swift schneller nach unten als erwartet.Die Dringlichkeit der Rettung ergibt sich aus der einzigartigen Funktion des Teleskops. Während andere Instrumente wie das Hubble-Teleskop oft einen Tag oder länger benötigen, um auf ein neues Ziel ausgerichtet zu werden, kann Swift innerhalb von Minuten reagieren.

Swift ist das Multitool der NASA, wenn es um die Erforschung des Kosmos geht. Es beobachtet den Himmel mit einer breiten Palette von Licht und richtet sich schnell auf kurzlebige Ausbrüche aus, wodurch andere Einrichtungen im Weltraum und am Boden alarmiert werden, um koordinierte Folgebeobachtungen zu unterstützen.

S. Bradley Cenko, Hauptforscher der Swift-Mission, via NASADas Teleskop fungiert somit als eine Art Ersthelfer im All, der Gammablitze und explodierende Sterne aufspürt und die globale astronomische Gemeinschaft benachrichtigt.Die Kosten-Nutzen-Rechnung der LINK-MissionDie NASA hat im September 2025 einen Vertrag über 30 Millionen US-Dollar mit dem Unternehmen Katalyst Space abgeschlossen, um das Rettungsschiff LINK zu bauen. Im Vergleich zu den Kosten für ein neues Teleskop ist dies ein Bruchteil der Investition. Live Science weist darauf hin, dass Swift im Jahr 2004 etwa 250 Millionen US-Dollar kostete, was inflationsbereinigt heute etwa 450 Millionen US-Dollar entspricht.Die finanzielle Logik ist simpel: Für nur 30 Millionen Dollar könnte ein Instrument wiederhergestellt werden, das in heutigen Preisen einen Wert von mehreren hundert Millionen Dollar hätte.

Dies ist eine Mission mit hohem Risiko, aber auch hoher Erfolgsaussicht. Wir haben viel zu gewinnen, indem wir diesen Boost versuchen, der erschwinglicher ist, als die Fähigkeiten von Swift zu ersetzen, und es der NASA ermöglicht, die nationale Industrie für die Wartung von Satelliten zum Nutzen aller voranzubringen.

Last-minute technical problem delays NASA's flight to sun
Shawn Domagal-Goldman, Direktor der Astrophysik-Abteilung der NASADie technische Herausforderung des EinfangensDie Mission ist deshalb so riskant, weil Swift im Jahr 2004 nicht für eine Wartung im All konzipiert wurde. Es gibt keine Greifpunkte oder Andockstellen. Das Roboterschiff LINK, das etwa 1,5 Meter hoch ist und 400 Kilogramm wiegt, muss das wesentlich größere Teleskop mit drei Roboterarmen einfangen.Wie Space.com berichtet, plant das Team, feste Metallpaneele an den Ecken von Swift zu greifen. Eine große Unbekannte ist jedoch die thermische Isolierung des Teleskops, die einer Aluminiumfolie ähnelt. Da seit 20 Jahren niemand Swift aus nächster Nähe gesehen hat, ist der Zustand dieser Schicht unklar, was das Greifen erschweren könnte.Der geplante Ablauf nach einem erfolgreichen Start sieht wie folgt aus:
  • Zwei bis drei Wochen Beobachtung von Swift zur Identifizierung optimaler Greifpunkte.
  • Annäherung und physisches Einfangen des Teleskops durch die Roboterarme von LINK.
  • Einsatz sanfter Ionentriebwerke über mehrere Monate, um Swift zurück auf seine ursprüngliche Höhe von etwa 600 Kilometern zu heben.
  • Bedeutung für die Zukunft der SatellitenwartungÜber die Rettung eines einzelnen Teleskops hinaus steht die Mission für einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt. Bisher wurden Satelliten meist als Wegwerfprodukte betrachtet: Wenn der Treibstoff leer war oder die Umlaufbahn sank, endete die Mission.Laut NBC News könnte ein Erfolg von LINK den Weg ebnen, auch andere wichtige Instrumente wie das Hubble-Weltraumteleskop zu retten oder bestehende Satelliten kostengünstig aufzurüsten.

    Wenn wir eine dauerhafte Präsenz jenseits der Erde aufbauen wollen, müssen wir die Fähigkeit besitzen, unsere Umgebung im Weltraum zu manipulieren. Das bedeutet den Einsatz robotischer Raumfahrzeuge, die Satelliten nach dem Start neu positionieren, reparieren, betanken und ausstatten können.

    Ghonhee Lee, CEO von Katalyst SpaceSollte LINK Swift erfolgreich stabilisieren, könnte das Observatorium für ein weiteres Jahrzehnt wissenschaftliche Daten liefern. Die aktuelle Verzögerung am Startplatz der Marshallinseln ist ein herber Rückschlag, doch die NASA und Katalyst Space prüfen nun die Daten des fehlgeschlagenen Versuchs, um ein neues Zeitfenster zu finden, bevor die Zeit für Swift endgültig abläuft.

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    Clara Vogt

    Über den Autor

    Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

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