Der Verein creatmosphere präsentiert am 4. und 5. Juli eine Tanzperformance mit dem Titel „This is me“ im Gemeindezentrum „Im Hof“ in Katsdorf. Das Projekt widmet sich der Suche nach Selbstakzeptanz und nutzt die emotionale Kraft der Musik aus dem Musical-Film „The Greatest Showman“, um eine Geschichte über menschliche Hürden und persönliche Entfaltung zu erzählen.
Die Inszenierung der Selbstakzeptanz in Katsdorf
Die kommende Aufführung stellt existenzielle Fragen in den Mittelpunkt: „Wer bin ich, und wer darf ich sein?“ Wie der Verein creatmosphere beschreibt, führt die Tanzgeschichte das Publikum auf eine emotionale Reise. Die Handlung konzentriert sich auf kleine „Seelchen“, die auf die Erde geschickt werden, um sich zu entfalten, dabei jedoch auf menschliche Zweifel und alltägliche Hindernisse stoßen.
Diese Metapher der „Seelchen“ dient als künstlerisches Mittel, um die Verletzlichkeit des Individuums darzustellen. Die Performance untersucht den Prozess, wie diese Wesen durch die Konfrontation mit gesellschaftlichen Erwartungen und inneren Ängsten versuchen, ihre wahre Identität zu bewahren. Das Ziel der Performance ist es, eine Hymne an das Individuum zu schaffen. Die Inszenierung soll durch tänzerische Anspielungen auf populäre Musik Momente der tiefen emotionalen Berührung erzeugen und die zentrale Botschaft vermitteln, dass jeder Mensch in seinem Wesen gut und wertvoll ist.
Der kulturelle Kontext: Von der Goldenen Kugel zum lokalen Tanzstück
Die künstlerische Grundlage bildet der Song „This Is Me“ aus dem Soundtrack von The Greatest Showman. Das Stück, das 2017 im Rahmen des gleichnamigen Musical-Films veröffentlicht wurde, entwickelte sich zu einem internationalen Phänomen. Der Film, produziert von 20th Century Fox, thematisierte die Akzeptanz von Außenseitern und Menschen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Die Musik, komponiert von den preisgekrönten Songwritern Benj Pasek und Justin Paul, trug maßgeblich zum kommerziellen Erfolg des Soundtracks bei. Das Lied erreichte Spitzenpositionen in den Charts, unter anderem im Vereinigten Königreich und in Australien.


Die musikalische Bedeutung des Titels wird durch internationale Auszeichnungen unterstrichen. Das Lied gewann den Golden Globe in der Kategorie „Bester Originalsong“ im Jahr 2017. Die emotionale Tiefe wird maßgeblich durch die Interpretation von Keala Settle getragen, die im Film die Rolle der Lettie Lutz, bekannt als „The Bearded Lady“, verkörperte. Settle verkörperte eine Figur, die für die Widerstandsfähigkeit gegen Stigmatisierung steht, was die thematische Grundlage für die Choreografie in Katsdorf bildet.
Die Verbindung zwischen der globalen Popkultur und der lokalen Tanzperformance zeigt sich in der Wahl der Musik. Die Verwendung des offiziellen Lyric-Videos und der kraftvollen Komposition dient als emotionaler Anker für die Choreografie in Katsdorf. Durch die Nutzung eines so bekannten Werks schlägt der Verein creatmosphere eine Brücke zwischen internationaler Unterhaltungskultur und regionaler künstlerischer Ausdrucksform.
Details zur Aufführung und Produktion
Hinter der Produktion steht Conny Stegfellner, die sowohl die gesamte Choreografie einstudiert als auch das aufwendige Bühnenbild in Eigenregie entworfen hat. In der Struktur unabhängiger Tanzproduktionen übernimmt die künstlerische Leitung oft mehrere Rollen, um die Vision der Inszenierung konsistent zu halten. Die Gestaltung des Bühnenbilds erfolgte dabei in direkter Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern, was einen partizipativen Ansatz in der künstlerischen Entwicklung widerspiegelt.
Diese enge Verzahnung von Bewegung und Raumgestaltung ist entscheidend, um die im Stück behandelten Themen der Isolation und der anschließenden Befreiung visuell zu unterstützen. Das Gemeindezentrum „Im Hof“ bietet hierfür den lokalen Rahmen, um die Performance einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
| Samstag, 4. Juli | 20:00 Uhr | Gemeindezentrum „Im Hof“, Katsdorf |
| Sonntag, 5. Juli | 16:00 Uhr | Gemeindezentrum „Im Hof“, Katsdorf |
Für die Besucher der Veranstaltungen ist der Eintritt frei, was die kulturelle Teilhabe innerhalb der Gemeinde fördert und die Barrieren für den Zugang zu zeitgenössischem Tanz senkt.
Die emotionale Resonanz der Musik
Die Lyrik des Songs, die als Basis für die tänzerische Umsetzung dient, thematisiert den Kampf gegen Scham und soziale Ausgrenzung. Die Texte sprechen von der Entschlossenheit, sich nicht durch die Worte anderer brechen zu lassen. Die tänzerische Interpretation übersetzt diese verbalen Botschaften in eine physische Sprache, die Schmerz, Kampf und letztlich Triumph ausdrückt.
„Ich bin mutig, ich bin verletzt, ich bin der, der ich sein soll, das bin ich.
Diese Identifikation mit dem eigenen, unvollkommenen Selbst bildet den Kern der Performance. Durch die Kombination aus dramatischer Musik und körperlicher Ausdruckskraft soll das Publikum dazu ermutigt werden, die eigene Identität ohne Entschuldigung zu akzeptieren. Die Performance nutzt die Dynamik der Musik, um die Transformation von Unsicherheit hin zu Selbstbewusstsein choreografisch erfahrbar zu machen.
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