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Sport

WM 2026: Gruppe B – Dank 3:1 gegen Katar: Bosnien steht im Sechzehntelfinal

Bosnien-Herzegowina sicherte sich am 24. Juni 2026 mit einem 3:1-Sieg gegen Katar in Seattle den Einzug in das Sechzehntelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft. Das Team von Trainer Sergej Barbarez belegt mit vier Punkten den dritten Platz der Gruppe B und erreicht damit erstmals in der Geschichte des Landes die K.-o.-Phase.

Der Durchbruch der jungen Bosnier in Seattle

Die Ausgangslage war simpel: Sieg oder Aus. Bosnien-Herzegowina startete mit einer aggressiven Offensive, die Katar früh unter Druck setzte. In der 29. Minute löste das Toptalent Kerim Alajbegovic die Pattsituation auf. Der 18-Jährige dribbelte durch die katarische Abwehr und erzielte aus etwa 20 Metern einen Weitschuss, den sport.ORF.at mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h bezifferte.

Der Durchbruch der jungen Bosnier in Seattle

Der Erfolg in Seattle ist eng mit dem neuen Turnierformat der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 verknüpft. Mit der Ausweitung auf 48 Teilnehmer wurde die Struktur der Vorrunde angepasst: Neben den ersten beiden Plätzen jeder Gruppe qualifizieren sich nun auch die acht besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale. Diese Regelung ermöglichte es Bosnien-Herzegowina, trotz des dritten Platzes in Gruppe B eine historische Runde weiterzuziehen.

Der Durchbruch der jungen Bosnier in Seattle
Photo: Blick

Nur fünf Minuten später erhöhten die Bosnier auf 2:0. In dieser Aktion versuchte Edin Dzeko, den Ball in die Mitte zu legen, wobei Sultan Al-Brake den Ball unglücklich ablenkte. Während srf.ch das Tor als Eigentor von Al-Brake wertete, analysierte sport.ORF.at, dass das Eigentor letztlich dem katarischen Torhüter Mahmud Abu Nada angelastet wurde, da dieser falsch positioniert war.

Die Dominanz war fast absolut, bis Edin Dzeko in der 38. Minute die Chance zur vorzeitigen Entscheidung vergass und den Pfosten traf. Dieser Moment markierte den Wendepunkt der ersten Halbzeit.

Dzekos Jubiläum und die kurze Phase des Zitterns

Für Edin Dzeko war die Partie ein persönlicher Meilenstein. Der Stürmer bestritt sein 150. Länderspiel. Trotz seiner Erfahrung und der frühen Führung verlor Bosnien nach dem Pfostenschuss kurzzeitig die Kontrolle. Als einer der prägendsten Spieler der Nationalmannschaftsgeschichte fungierte Dzeko in dieser Phase sowohl als Zielspieler als auch als emotionaler Anker für die junge Mannschaft.

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Katar nutzte diese Nachlässigkeit in der 42. Minute eiskalt aus. Nach einer Flanke von rechts entstand im bosnischen Strafraum Chaos, was Hasan Al-Haydos nutzte, um den Anschluss auf 2:1 herzustellen. In der Nachspielzeit zur Pause wäre der Ausgleich fast gelungen, als Pedro Miguel ebenfalls den Pfosten traf.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Bosnier wirkten passiver und begingen vermehrt Fehler. Katar drückte auf den Ausgleich, scheiterte jedoch in der 57. Minute mit Akram Afif am Außennetz. Die Spannung hielt bis zur 80. Minute an, als der eingewechselte Ermin Mahmic nach einem Eckball den Endstand zum 3:1 besiegelte.

Katars WM-Aus und die personelle Not unter Lopetegui

Für die Mannschaft von Trainer Julen Lopetegui endet das Turnier mit einer enttäuschenden Bilanz. Katar belegt den letzten Platz der Gruppe B mit nur einem Punkt. Damit bleibt das Team seit neun Partien ohne Erfolg; auch in seiner sechsten WM-Teilnahme gelang kein einziger Sieg.

Katars WM-Aus und die personelle Not unter Lopetegui
Photo: sport.ORF.at

Die personelle Situation erschwerte die Lage. Mittelfeldspieler Assim Madibo fehlte aufgrund einer Fünf-Spiele-Sperre. Diese folgte auf eine Rote Karte im Spiel gegen Kanada, bei der Madibo den kanadischen Ismael Kone schwer verletzte. Kone erlitt einen Beinbruch und musste operiert werden. Der Ausfall von Madibo im zentralen Mittelfeld schwächte die defensive Stabilität Katars in der entscheidenden Phase gegen Bosnien spürbar.

Die statistische Misere Katars lässt sich in ihrer Gruppenphase deutlich sehen:

Team Platz Punkte Ergebnis vs. Bosnien
Schweiz 1
Kanada 2
Bosnien-Herzegowina 3 4 3:1 (Sieg)
Katar 4 1 1:3 (Niederlage)

Der Weg ins Sechzehntelfinale und das Duell gegen die USA

Bosnien-Herzegowina qualifiziert sich als einer der acht besten Gruppendritten für die nächste Runde. Der Erfolg ist vor allem dem Aufstieg junger Talente zu verdanken. Neben Mahmic sticht besonders Kerim Alajbegovic hervor. Der Bayer-Leverkusen-Spieler, der in Köln geboren wurde, weckte durch seine Leistung das Interesse internationaler Top-Klubs wie Arsenal, wie Blick berichtet.

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Die Bosnier müssen sich nun auf eine schwierige Aufgabe vorbereiten. In der Nacht auf den 2. Juli wird das Sechzehntelfinale in San Francisco gegen die USA ausgetragen. Die Begegnung stellt eine besondere Herausforderung dar, da die USA als einer der drei Gastgeber des Turniers auf eine massive Unterstützung im eigenen Land zählen können.

Das Turnier bringt für Bosnien eine neue Ära ein. Während die Veteranen wie Dzeko die Basis legten, entscheiden nun die Neuentdeckungen über das weitere Auskommen. Die Herausforderung gegen die USA wird zeigen, ob die phasenweise Instabilität in der Defensive, die gegen Katar sichtbar wurde, in der K.-o.-Phase ein kritisches Problem darstellt.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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