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Technik und Wissenschaft

Nach SpaceX-Aktienabsturz: Elon Musk kein Billionär mehr

Das Vermögen von Elon Musk sank am Montag, den 22. Juni 2026, um mehr als 152 Milliarden US-Dollar, nachdem die Aktien von SpaceX um 16,4 Prozent eingebrochen waren. Laut Forbes-Schätzungen fiel sein Gesamtvermögen damit von einem Rekordhoch von 1,45 Billionen US-Dollar auf knapp unter 1,1 Billionen US-Dollar.

SpaceX-Aktienabsturz und Vermögensverlust

Die Aktien von SpaceX fielen am Montag auf einen Wert von unter 155 US-Dollar, nachdem der Kurs zuvor einen Höchststand von 225,64 US-Dollar am 16. Juni erreicht hatte, berichtet Forbes. Dieser Kurssturz entspricht einem Rückgang von mehr als 31 Prozent innerhalb einer Woche. Der Marktwert des Raketenherstellers sank seit diesem Juni-Hoch um etwa 928 Milliarden US-Dollar von einem Spitzenwert von rund 2,99 Billionen US-Dollar auf etwa 2 Billionen US-Dollar am Montag.

SpaceX-Aktienabsturz und Vermögensverlust

Da SpaceX ein privates Unternehmen ist, erfolgt die Preisbildung der Aktien nicht über eine öffentliche Börse, sondern basiert auf sekundären Markttransaktionen und Finanzierungsrunden, bei denen Mitarbeiter oder frühe Investoren ihre Anteile verkaufen. Solche Bewertungen sind oft volatil, da sie auf Schätzungen und vereinbarten Preisen in privaten Verkäufen beruhen, was die massiven Schwankungen im Papiervermögen von Musk erklärt.

Musk hält einen Anteil von etwa 38 Prozent an SpaceX, was 4,8 Milliarden Aktien sowie 350 Millionen Aktienoptionen mit einem Ausübungspreis von 8,40 US-Dollar pro Aktie umfasst, laut Forbes. Während Forbes sein Vermögen am Montag auf knapp unter 1,1 Billionen US-Dollar schätzte, bezifferte der Bloomberg Billionaires Index den Wert zum Handelsschluss am Montag auf 1,08 Billionen US-Dollar, wie Business Insider berichtet.

Gründe für den Kursrückgang bei SpaceX

Der Absturz folgte auf eine Herabstufung durch MSCI, einen der weltweit größten Indexanbieter. MSCI vergab SpaceX ein CCC-Rating, die niedrigste Stufe einer siebenstufigen Nachhaltigkeitsskala. Das Unternehmen hinke seiner Branche hinterher, da es signifikante Risiken in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) aufweise, so Forbes.

Gründe für den Kursrückgang bei SpaceX

ESG-Ratings werden von institutionellen Investoren und Fondsmanagern genutzt, um nicht-finanzielle Risiken zu bewerten. Ein CCC-Rating signalisiert in der Regel, dass ein Unternehmen in den Bereichen Corporate Governance oder ökologische Verantwortung erhebliche Mängel aufweist, was dazu führen kann, dass große Investmentfonds ihre Positionen reduzieren oder das Investment komplett vermeiden.

Zusätzlich gab SpaceX am Montag bekannt, Anleihen auszugeben. Ziel ist es, Mittel zur Refinanzierung eines kurzfristigen Kredits zu beschaffen, ohne die bestehenden Aktionäre zu verwässern, berichtet Forbes.

Vergleich mit anderen Milliardären

Trotz des massiven Verlusts bleibt Musk die reichste Person der Welt. Business Insider berichtet, dass er mit 1,08 Billionen US-Dollar mehr als dreimal so viel besitzt wie der zweitreichste Mensch, Alphabet-Mitgründer Larry Page, dessen Vermögen bei 299 Milliarden US-Dollar liegt.

Elon Musk Loses MASSIVELY As SpaceX Stock Plunges After Stunning Rating Blow

Das Ausmaß des Vermögensverlusts verdeutlicht die aktuelle Kluft in der globalen Vermögensverteilung:

  • Musks Verlust von 152 Milliarden US-Dollar an einem einzigen Montag übersteigt das gesamte Vermögen von Warren Buffett, dem Vorsitzenden von Berkshire Hathaway, das laut Bloomberg am Montag bei 146 Milliarden US-Dollar lag, berichtet Business Insider.
  • Musk ist derzeit reicher als die nächsten vier Personen in den Milliardär-Rankings zusammen. Larry Page, Sergey Brin, Jeff Bezos und Larry Ellison besaßen zum Montagsschluss gemeinsam ein Vermögen von 1,06 Billionen US-Dollar, laut Business Insider.

Strategische Partnerschaften und Firmenstruktur

Parallel zum Börsentrubel schloss SpaceX eine Rechenvereinbarung mit dem KI-Startup Reflection AI ab. Der Deal wird auf 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzt, berichtet Forbes unter Berufung auf CNBC. Reflection AI wird ab dem 1. Juli 2026 bis zum Jahr 2029 monatlich 150 Millionen US-Dollar an SpaceX zahlen und erhält Zugriff auf Nvidia GB300-Chips für das Training und den Betrieb fortschrittlicher Modelle.

Strategische Partnerschaften und Firmenstruktur

Die Bereitstellung von High-End-GPUs, wie den Chips der Nvidia-GB-Serie, ist ein kritischer Faktor im Wettbewerb der Künstlichen Intelligenz, da die Rechenleistung (Compute) die primäre Engpassressource für das Training großer Sprachmodelle (LLMs) darstellt. Durch diesen Deal positioniert sich SpaceX nicht nur als Raumfahrtunternehmen, sondern auch als Infrastrukturanbieter für KI-Rechenkapazitäten.

Diese Entwicklung erfolgt in einer Phase, in der Musk seine Geschäftsstruktur konsolidiert. Sein Unternehmen xAI wurde im Jahr 2026 zu einer Tochtergesellschaft von SpaceX, wie Wikipedia berichtet.

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Elon Musk

Hintergrund zu Musks Vermögensentwicklung

Das schnelle Wachstum von Musks Vermögen in den letzten Monaten war primär auf die Bewertung von SpaceX zurückzuführen. Laut Bloomberg steigerte die Bewertung des Unternehmens sein Vermögen in weniger als sechs Monaten um 456 Milliarden US-Dollar, berichtet Business Insider.

Zusätzlich zu SpaceX ist Musk CEO von Tesla. Im November 2025 genehmigte Tesla ein Vergütungspaket für Musk im Wert von 1 Billion US-Dollar, das über zehn Jahre ausgezahlt werden soll, sofern bestimmte Meilensteine erreicht werden. Einer dieser Ziele ist eine Marktkapitalisierung von 8,5 Billionen US-Dollar, laut Wikipedia. Solche leistungsbasierten Vergütungspakete sind in der Tech-Branche üblich, binden den CEO jedoch stark an den Aktienkurs und die langfristige Marktwahrnehmung des Unternehmens.

Musk war zudem von Januar bis Mai 2025 als Senior Advisor des US-Präsidenten Donald Trump tätig und fungierte als faktischer Leiter des Department of Government Efficiency (DOGE), bevor er in die Leitung seiner Unternehmen zurückkehrte, berichtet Wikipedia. In dieser Rolle konzentrierte er sich auf die Reduzierung von Staatsausgaben und die Vereinfachung bürokratischer Prozesse in der US-Bundesverwaltung.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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