Ein US-Bundesrichter lehnte es am Donnerstag ab, eine Exekutivanordnung von Donald Trump zu blockieren, die die Regeln für die Briefwahl verschärft. Die Maßnahme sieht vor, die Wählerberechtigung mithilfe von Bundesdaten zu prüfen. Demokratische Kläger warnten, dass dies Millionen berechtigter Wähler von der Teilnahme an künftigen Wahlen ausschließen könnte.
Die Verifizierung von 67 Millionen Wählerregistrierungen
Während die juristischen Auseinandersetzungen über die Briefwahl-Anordnung laufen, hat die Trump-Administration bereits mit massiven Überprüfungen begonnen. Laut einem Bericht der Associated Press, den Denver7 aufgreift, wurden bereits 67 Millionen Wählerregistrierungen durch ein Verifizierungsprogramm des Heimatschutzministeriums (DHS) geprüft. Die Überprüfungen konzentrierten sich primär auf republikanisch geführte Bundesstaaten. Das Ergebnis: Zehntausende von Personen wurden markiert, darunter Nicht-Staatsbürger und Verstorbene. Kritiker betonen jedoch, dass diese Zahl nur einen winzigen Bruchteil der insgesamt registrierten Wähler ausmacht und die Maßnahme daher unverhältnismäßig sei. Die technische Umsetzung erfolgt über die Erstellung vonListen über die Staatsbürgerschaft der Bundesstaaten, wobei Daten des Heimatschutzministeriums und der Sozialversicherungsbehörde genutzt werden. Demokraten warnen, dass diese Datenquellen veraltet sein können oder Fehler enthalten, was dazu führen könnte, dass rechtmäßig registrierte Wähler fälschlicherweise ausgeschlossen werden.
Die Hürde der neuen Identitätsnachweise

Wir wissen, dass die Trump-Administration alles in ihrer Macht Stehende tut, um im Grunde eine Datenbank aller US-Wähler zusammenzustellen. Das Ziel ist es, neue restriktive ID-Anforderungen zu schaffen, die Millionen von Amerikanern, die wahlberechtigt sind, nicht erfüllenAly Belknap, Colorado Common Cause Belknap warnt davor, dass die Administration zertifizierte Kopien von Geburtsurkunden oder gültige US-Reisepässe fordern wird, um die Wahlberechtigung nachzuweisen. Dies würde insbesondere ältere Bürger treffen, die seit Jahrzehnten wählen, aber nicht über diese spezifischen Dokumente verfügen.
Wenn ich an die Menschen in meinem Leben denke, denke ich an meinen 65-jährigen Vater; er wählt schon sehr lange und besitzt keines dieser beiden DokumenteAly Belknap, Colorado Common Cause Die strategische Implikation ist deutlich: Durch die Verschiebung der Kontrollmacht auf die Bundesebene wird die Entscheidung darüber, wer einen Wahlbrief erhält, von lokalen Wahlbehörden auf Bundesagenturen übertragen. Belknap beschreibt dies als einen Versuch, die Kontrolle darüber zu übernehmen,
wer einen Wahlbrief erhalten kann und wer nicht, basierend auf Anforderungen der Bundesregierung, die derzeit für Wähler nicht gelten.
Der Verfassungskonflikt zwischen Bundesstaaten und Washington
Wer Wahlen leitet und wer den Ausgang von Wahlen bestimmt – das liegt bei den Bundesstaaten und dem Volk, nicht beim Präsidenten. Das liegt nicht bei der Bundesregierung. So war es schon immer. So haben es die Verfassungsväter beabsichtigtPaul López, Denver Clerk and Recorder López weist darauf hin, dass bestehende Identifikationsanforderungen für die Wählerregistrierung bereits ausreichen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Er betont, dass die letzten Präsidentschaftswahlen
die sichersten Wahlen in der Geschichte der USAgewesen seien. Die Spannung zwischen den politischen Lagern wird durch den Zeitplan verschärft. Die Republikaner stehen vor schwierigen Zwischenwahlen im November, um die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses zu behalten. Trump hat beharrlich die Behauptung aufgestellt, seine Niederlage im Jahr 2020 sei auf weit verbreiteten Wahlbetrug zurückzuführen, und ist ein erklärter Gegner der Briefwahl.