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Donald Trump droht dem Oman mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump hat am vergangenen Mittwoch im Weißen Haus dem Oman mit Militärschlägen gedroht, sollte das Sultanat die Kontrolle über die Straße von Hormuz nicht gemäß US-Forderungen öffnen. Die Drohung markiert eine Eskalation gegenüber einem traditionellen Verbündeten und ist Teil einer aggressiven Strategie zur Sicherung internationaler Handelswege im Persischen Golf.

Die Drohung gegen den Oman und der Kampf um Hormuz

In einer Kabinettssitzung im Weißen Haus hat Donald Trump eine rhetorische Grenze überschritten, die selbst für seine zweite Amtszeit ungewöhnlich ist. Wie Ntv berichtet, drohte der US-Präsident dem Oman – einem wichtigen strategischen Partner – mit Vernichtung, falls das Land bei der Wiederöffnung der Straße von Hormuz auf die Seite des Iran driften sollte.

Die Drohung gegen den Oman und der Kampf um Hormuz
cluster (priority): Neue Zürcher Zeitung
„Oman wird sich genauso verhalten wie alle anderen auch, oder wir müssen sie in die Luft jagen.“Donald Trump, US-Präsident

Der Kern des Konflikts liegt in der Verwaltung der strategisch kritischen Meerenge. Während der Iran darauf beharrt, dass die Koordination der Straße von Hormuz mit dem Oman erfolgen müsse, lehnt Trump jede Form einer bilateralen Kontrolle ab. Er definiert die Gewässer als internationale Zonen, die für alle offen sein müssen. Auf die Frage, ob er eine kurzfristige Vereinbarung akzeptieren würde, bei der Iran und Oman die Kontrolle ausüben, antwortete der Präsident mit einem klaren Nein.

Besonders brisant: Das Weiße Haus wies eine Anfrage zurück, ob es sich bei der Drohung um ein Versprecher gehandelt habe und eigentlich der Iran gemeint gewesen sei. Das US-Außenministerium bestätigte die Aussagen später durch die Veröffentlichung eines Transkripts, ohne die Drohung gegenüber dem Oman zu korrigieren.

Digitale Erpressung: Irans Angriff auf die Big Tech

Während Trump mit militärischer Gewalt droht, verfolgt die Islamische Republik eine Strategie der wirtschaftlichen und digitalen Sabotage. Laut der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) versucht der Iran, die Unterseekabel in der Straße von Hormuz unter seine Kontrolle zu bringen. Teheran fordert nun faktisch Schutzgeld in Form von Gebühren für die Nutzung dieser Glasfaserkabel sowie exklusive Rechte für deren Wartung.

Digitale Erpressung: Irans Angriff auf die Big Tech
cluster (priority): Ntv

Die Zielscheibe dieser Forderungen sind primär amerikanische Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft, Google und Meta. Da US-Sanktionen direkte Geldüberweisungen verbieten, bleibt unklar, wie der Iran diese Zahlungen durchsetzen will. Es ist jedoch ein Muster erkennbar: Bereits im März bombardierte der Iran Rechenzentren von Amazon in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain.

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Die Auswirkungen reichen weit über die digitale Welt hinaus. Ein Angriff auf eine Erdgasanlage in Katar führte zu einem Lieferengpass bei Helium, einem Rohstoff, der für die Halbleiterproduktion in Südkorea und Taiwan essenziell ist. Beide Länder meldeten, dass ihre Vorräte nur noch für etwa ein halbes Jahr ausreichen.

Humanitäre Katastrophe: 20.000 Seeleute im „Gefängnis“

Hinter den geopolitischen Machtspielen steht ein massives menschliches Leid. Trotz einer offiziellen Waffenruhe sitzen schätzungsweise 20.000 Seeleute im Persischen Golf fest. Manoj Yadav, Generalsekretär der indischen Seefahrergewerkschaft (FSUI), beschreibt die Situation gegenüber SRF als menschenunwürdig.

Trump threatens to bomb US ally Oman during cabinet meeting

Die Besatzungen leben seit etwa zwei Monaten auf engstem Raum an Bord ihrer Schiffe, ohne die Erlaubnis, an Land zu gehen.

  • Versorgungsmangel: Akuter Mangel an Nahrung und Trinkwasser.
  • Medizinische Vernachlässigung: Fehlender Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung für Erkrankte.
  • Psychischer Druck: Permanente Angst vor neuen Drohnen- oder Raketenangriffen.
  • Finanzielle Not: Viele Seeleute erhalten kaum Lohn; einige bekommen lediglich 100 bis 300 US-Dollar pro Monat ausgezahlt.

Yadav betont, dass insbesondere Seeleute aus dem Irak und dem Iran von ihren Reedereien im Stich gelassen wurden, was die Existenzgrundlage ganzer Familien in Indien gefährdet.

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Die neue Normalität: Trumps globale Drohkulisse

Die Drohung gegen den Oman ist kein isolierter Vorfall, sondern Teil einer systematischen Eskalationsstrategie. Wie Blick berichtet, hat Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2025 bereits 14 Länder entweder angegriffen oder mit Militärschlägen bedroht.

Die neue Normalität: Trumps globale Drohkulisse
cluster (priority): news.google.com
Kategorie Betroffene Staaten
Militärische Schläge Iran, Irak, Nigeria, Somalia, Syrien, Venezuela, Jemen
Militärische Drohungen Kanada, Kolumbien, Kuba, Dänemark, Mexiko, Panama, Oman

Diese aggressive Haltung steht in krassem Gegensatz zu Trumps Image als Friedensstifter während seines Wahlkampfs. Im Januar schrieb der Präsident dem norwegischen Ministerpräsidenten, er fühle sich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken – als direkte Reaktion darauf, dass Norwegen ihm den Friedensnobelpreis nicht verliehen habe.

Die Kosten dieser Strategie sind auch für die USA enorm. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Vereinigten Staaten mindestens drei Jahre benötigen werden, um die im Iran-Krieg verbrauchten Waffensysteme zu ersetzen. Während das US-Militär weiterhin Ziele im Iran angreift, um Bedrohungen für den kommerziellen Schiffsverkehr zu eliminieren, zehrt die US-Armee an ihren Reserven.

Die aktuelle Lage im Persischen Golf zeigt eine gefährliche Dynamik: Während Iran versucht, die digitale und maritime Infrastruktur zu monetarisieren, reagiert die US-Administration mit einer Rhetorik der totalen Vernichtung – selbst gegenüber Verbündeten. Für die 20.000 gestrandeten Seeleute bleibt die Hoffnung auf eine echte Befreiung so lange in weite Ferne, wie die Straße von Hormuz als Geisel in diesem globalen Machtkampf dient.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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