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Sport

Brite Liam Kirk schwärmt vom neuen SCB-Trainer: «Spieler und Fans können sich freuen

Der britische Eishockey-Star Liam Kirk blickt am 21. Mai 2026 auf eine erfolgreiche Zeit bei den Eisbären Berlin zurück, während er gleichzeitig die neue Herausforderung seines ehemaligen Trainers Serge Aubin beim SC Bern kommentiert. Der 26-jährige Angreifer kämpft derzeit mit der Nationalmannschaft von Großbritannien bei der Weltmeisterschaft gegen den drohenden Abstieg.

Von Sheffield in den NHL-Draft: Kirks internationaler Weg

Liam Kirks Weg an die Spitze des europäischen Eishockeys war kein geradliniger Sprint, sondern eine strategische Entdeckungsreise durch verschiedene Ligen. Geboren in Maltby bei Sheffield, wuchs er in einer Familie auf, in der Eishockey die dominierende Leidenschaft war. Während Fußball in England oft die erste Wahl ist, war für Kirk die Entscheidung früh gefallen, da bereits sein älterer Bruder den Sport betrieb und die Eltern Fans der Sheffield Steelers waren.

Von Sheffield in den NHL-Draft: Kirks internationaler Weg
Brite Liam Kirk Ligen

Mit 18 Jahren wagte er den Sprung über den Atlantik zu den Peterborough Petes in der kanadischen Juniorenliga OHL. Dieser Schritt zahlte sich aus: Wie Watson berichtete, wurde Kirk als erster in England geborener Spieler im NHL-Draft von den Arizona Coyotes an 189. Stelle ausgewählt. Trotz dieses historischen Meilensteins verwehrte ihm eine Serie von Verletzungen den endgültigen Durchbruch in der NHL, was ihn zu einer zweijährigen Station in der AHL und ECHL führte.

Die anschließende Rückkehr nach Europa glich einem Tour de Force durch die Top-Ligen des Kontinents. Nach einem kurzen Gastspiel in Schweden und einer Saison beim finnischen Club Jukurit im Zeitraum 2022/23 zog es ihn in die tschechische Liga zu Litvinov. Erst nach diesen Stationen unterschrieb er bei den Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), wo er schließlich seine bisher erfolgreichste Phase einschlug.

Die Dominanz in der DEL und die Entwicklung unter Serge Aubin

In Berlin hat sich Kirk nicht nur an das hohe Tempo der DEL gewöhnt, sondern ist zu einem der gefährlichsten Torjäger der Liga aufgestiegen. Die Zahlen belegen seine Effizienz: In den vergangenen zwei Spielzeiten erzielte er insgesamt 72 Treffer für die Eisbären. In der aktuellen Saison steigerte er seine individuelle Leistung auf ein neues Maximum und erreichte 55 Skorerpunkte in 52 Partien.

Die Dominanz in der DEL und die Entwicklung unter Serge Aubin
cluster source: news.google.com

Dieser statistische Sprung ist eng mit der Arbeit von Trainer Serge Aubin verknüpft. Kirk schreibt dem Kanadier eine maßgebliche Rolle bei seiner taktischen und technischen Weiterentwicklung zu. Besonders das Gespräch vor seinem Wechsel nach Deutschland war ausschlaggebend für die Entscheidung, sich in der DEL zu beweisen.

„Er hat mein Spiel auf ein neues Niveau gehoben und meine Stärken akzentuiert.

Kirk verfolgt das Ziel, ein Spieler zu werden, den man in entscheidenden Spielphasen aufs Eis schickt, um die Partie zu entscheiden und „ins Trockene zu bringen“. Dass er dies erreichen konnte, führt er auf eine Kombination aus harter Arbeit und der optimalen Unterstützung durch seine Teamkollegen zurück.

Der Trainerwechsel zum SC Bern: Ein Gewinn für die Schweiz

Die sportliche Beziehung zwischen Kirk und Aubin wird durch einen anstehenden Abschied überschattet. Der 51-jährige Trainer verlässt die Eisbären Berlin und übernimmt ab diesem Sommer die Position des Cheftrainers beim SC Bern. Für Kirk ist dieser Wechsel zwar enttäuschend, doch er zeigt volles Verständnis für die Gründe dieses Karriereschritts.

Liam Kirk Overtime-Winter-Game-Winner!

Analytisch betrachtet bringt Aubin eine spezifische Fähigkeit mit nach Bern: die Fähigkeit, individuelle Stärken von Spielern zu identifizieren und diese in ein gewinnbringendes System zu integrieren. Wenn Aubin bei den Eisbären in der Lage war, einen Spieler wie Kirk auf ein neues Niveau zu heben, ist dies ein starkes Signal an die Spieler und Fans des SCB, dass eine neue Ära der individuellen Förderung beginnt.

Der Überlebenskampf Großbritanniens bei der Weltmeisterschaft

Während Kirk in der DEL als Champion glänzt, ist die Situation in der Nationalmannschaft von Großbritannien derzeit weitaus prekärer. Als Aufsteiger in die Top-Division kämpft das Team in Zürich ums nackte Überleben. Die ersten beiden Partien verliefen punktlos, was den Druck auf das als „Endspiel“ bezeichnete Duell gegen Ungarn massiv erhöhte.

Trotz der schwierigen Lage gibt es Lichtblicke. In einem Spiel gegen die USA konnte das britische Team in den ersten 40 Minuten mithalten und führte zeitweise sogar in der Torschuss-Statistik, auch wenn die Partie letztlich mit 1:5 endete. Laut Eishockey NEWS sieht Kirk in dieser Leistung einen Beweis dafür, dass das Team bei maximalem Einsatz und einem einfachen Spielstil durchaus Chancen gegen die Weltelite hat.

Der Überlebenskampf Großbritanniens bei der Weltmeisterschaft
Brite Liam Kirk Eisbären Berlin

Die Erfahrung im Kader spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieses Drucks. Kirk selbst ist ein Veteran dieser Herausforderung; er war bereits 2019 Teil der Mannschaft, als Großbritannien nach einer langen Pause seit 1994 erstmals wieder in der A-Weltmeisterschaft antrat.

Diese Erfahrung ist essenziell, um den jüngeren Spielern, für die es die erste A-WM ist, bei der Umstellung auf das extrem hohe Tempo der Top-Division zu helfen. Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass der Sprung von der Division IA in die Elite eine dauerhafte und schwierige Herausforderung darstellt.

Die Balance zwischen Club-Erfolg und nationalem Druck

Die letzten Wochen waren für Kirk eine extreme mentale und physische Belastungsprobe. Am 9. Mai feierte er noch die deutsche Meisterschaft mit den Eisbären Berlin, nur eine Woche später folgte der WM-Auftakt gegen Österreich. Dieser rasante Wechsel vom euphorischen Titelgewinn zum harten Kampf gegen den Abstieg erfordert eine außergewöhnliche psychische Stabilität.

Für die Zukunft von Kirk bedeutet dies: Während er in Berlin ein Umfeld vorfindet, das ihn stetig verbessert, muss er auf internationaler Ebene die Rolle des Anführers übernehmen. Der Erfolg von Großbritannien bei der Weltmeisterschaft wird maßgeblich davon abhängen, ob Kirk seine individuelle Form aus der DEL auf das Nationalteam übertragen kann, um den Verbleib in der Top-Division zu sichern.

Der Weg von einem jungen Talent in Sheffield über die kanadischen Juniorenligen bis hin zum Star in der DEL zeigt Kirks Resilienz. Nun steht er vor der Aufgabe, diese Resilienz in den Dienst seines Landes zu stellen, während sein Mentor Serge Aubin in der Schweiz ein neues Kapitel aufschlägt.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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