Der bekannte Komiker Otto Waalkes hat im Alter von 78 Jahren sein erstes Kinderbuch auf den Markt gebracht. Das Werk trägt den Titel „Karl, der kleine Ottifant. Ein Rüssel wie kein anderer und erschien am 8. Oktober 2026 im Oetinger-Verlag. Der gebürtige Ostfriese und Wahl-Hamburger hat das Buch nicht nur verfasst, sondern auch selbst illustriert.
Otto Waalkes präsentiert sein erstes Kinderbuch
Im Mittelpunkt der in Reimen verfassten Geschichte steht ein junger Ottifant, der in einer Elefantenherde aufwächst. Karl besitzt einen deutlich längeren Rüssel als seine Artgenossen, der sich im Alltag ständig verknotet. Als ein Schmetterling das Tier aus der Herde lockt, begibt sich der kleine Elefant auf eine Reise durch Steppe und Dschungel. Dabei entdeckt er, dass sein vermeintlicher Makel im entscheidenden Moment sehr nützlich sein kann.
Das Buch hat einen Umfang von 32 Seiten und kostet 19 Euro. Neben den Abenteuern in der Wildnis gehört auch das Leben in der Heimat dazu: „Die Karawane macht ihr Ding – nur Karl, der folgt dem Schmetterling, heißt es in dem Buch, während daheim bei der Elefantenfamilie die Sehnsucht nach dem kleinen Ausreißer wächst. Auf seinem Weg trifft Karl unter anderem ein Giraffenkind in der Savanne und hilft bei der Durchquerung des Nils.

Die Hilfe kommt ja wie gerufen, aus seinem Rüssel macht er Stufen. Die nächste Hilfe kommt noch schneller, der Rüssel dient hier als Propeller.
Zwischen eigener Biografie und Bühnenerfahrung
Für Waalkes verbindet sich die Geschichte mit eigenen Lebenserfahrungen. Der Künstler erklärte vorab, dass seine Hauptfigur leicht unterschätzt werde und dass er selbst wisse, wie ein vermeintlicher Nachteil zum Vorteil werden kann. Die Figur des Ottifanten selbst hat eine lange Vorgeschichte, die auf Skizzen aus seiner Jugend zurückgeht. „Ich habe als Junge mich zeichnen wollen, von der Seite im Spiegel. Da wurde die Nase zu lang.
Der Künstler berichtete zudem über seine eigenen literarischen Vorlieben aus Kindertagen. Er habe damals Astrid Lindgren wie „Kalle Blomquist“, „Karlsson vom Dach“ oder das traurige „Mio, mein Mio“ gern gelesen, ebenso wie die „Käpt’n Konny schnuppert Seeluft“-Reihe und dicke Wälzer von Karl May mit Winnetou, während Comics wie Donald Duck kürzer und lustiger waren. Als Vorbilder beim Malen und Zeichnen nannte er früher die großen Disney-Zeichner, Carl Barks und Hal Foster mit „Tarzan, sowie heute Kreative von Botticelli bis Banksy.
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Das Schreiben für ein junges Publikum stellte den vielseitigen Entertainer vor keine unlösbaren Hürden. Durch seine jahrzehntelangen Tourneen und Auftritte wurde er regelmäßig von Kindern gefragt, ob es kein Büchlein für sie gebe. „Ich drücke mich immer so gut aus, wie ich kann. Und bei meinen Auftritten habe ich gesehen, dass Kinder ebenso darüber lachen, wie es Erwachsene tun, begründete Waalkes den Schritt in den Kinderbuchsektor.

Veröffentlichung als Buch und Ein-Mann-Hörspiel
Während Karl unterwegs ist, macht sich zu Hause in der Elefantenherde die Sorge und Sehnsucht der Familie breit, was dem humorvollen Abenteuer eine familiäre Note verleiht.
Fans des Künstlers können das Werk nicht nur lesen, sondern parallel auch akustisch erleben. Zeitgleich mit dem gedruckten Buch erschien ein Ein-Mann-Hörspiel, das von Otto Waalkes persönlich gesprochen und gestaltet wurde.
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