Ein schwerer Unterschenkelbruch von Sturm-Torhüter Daniil Chudjakow hat das 204. Grazer Stadtderby am Sonntag überschattet. Der SK Sturm drehte nach dem Schock einen frühen Rückstand in einen historischen 6:1-Kantersieg gegen den GAK, während der verletzte Schlussmann noch am Abend erfolgreich operiert wurde.
Drama in der 21. Minute: wie der Zusammenprall das Derby veränderte
Die Partie im Stadion Graz-Liebenau vor 17.250 Zuschauern und unter Schiedsrichter Weinberger war gerade einmal knapp über zwanzig Minuten alt, als eine Schlüsselszene das sportliche Geschehen in den Hintergrund drängte. Sturm-Torhüter Daniil Chudjakow wollte den Ball weit abschlagen.
Eine Pause, die uns gut tun wird. Sturm dreht das Spiel innerhalb weniger Minuten. ⏯️ #STUGAK #grazerak #AdmiralBL pic.twitter.com/aHZSgJpwUT
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Die Reaktion auf dem Rasen folgte unmittelbar. Italiano zeigte sich nach Abpfiff sichtlich mitgenommen, hatte Tränen im Gesicht und haderte offensichtlich mit der schweren Situation.
Es war eine schreckliche Situation. Ich wünsche ihm eine schnelle Heilung und werde ihm auf jeden Fall Genesungswünsche schicken.
Jacobo Italiano, GAK-Spieler, via WELT
Auch GAK-Trainer Gerald Scheiblehner, dessen Mannschaft die erste Niederlage im sechsten Pflichtspiel unter seiner Leitung hinnehmen musste, zeigte sich von den Szenen auf dem Platz gezeichnet. Im Lager der Gäste gab es nach der Partie deutliche Worte zur Leistung in der Phase nach dem Seitenwechsel, wobei festgehalten wurde, dass ein derartiges Auseinanderbrechen keinesfalls passieren darf. Im Vorfeld der Begegnung hatten zudem bereits Fan-Ausschreitungen und Pirotechnikeinsätze für unschöne Begleiterscheinungen gesorgt.
Sportliche Reaktion und Rekordsieg für Sturm Graz
Sportlich hatte der GAK vor 17.250 Fans im Stadion Graz-Liebenau den besseren Start erwischt und die Gastgeber stark unter Druck gesetzt. Christopher Cvetko brachte die Athletiker in der 10. Minute nach einem weiten Einwurf und einigem Strafraumchaos in der Defensive völlig unbedrängt in Führung. Doch der Schock über die schwere Verletzung ihres Schlussmanns setzte bei den Gastgebern eine immense „Jetzt-erst-recht-Mentalitätfrei. Für den verletzten Russen übernahm Ammar Helac die Handschuhe im Tor.
Innerhalb von wenigen Minuten drehten Luca Weinhandl in der 37. Minute, Jürgen Heil in der 39. Minute und Oumar Diakité in der 41. Minute das Spiel zugunsten der Schwarz-Weißen. Minute zum 5:1 aus und feierte damit den ersten Triplepack seiner Profikarriere. Kapitän Jon Gorenc-Stankovic setzte in der 75. Minute per Kopf nach einem Standard den Schlusspunkt zum 6:1-Endstand.
Entwarnung bei der Operation und offene Ausfalldauer
Wie der Klub am Montag mitteilte, verlief der operative Eingriff gut. Eine genaue Ausfalldauer ließ sich unmittelbar nach dem Eingriff noch nicht exakt beziffern und wird von Verantwortlichen als offen bezeichnet, während Medienberichte von einer monatelangen Pause bis hin zu einem Saison-Aus ausgehen.
Sturms Geschäftsführer Sport Michael Parensen zeigte sich optimistisch, dass der Schlussmann vollständig genesen wird. Unsere Ärzte sind absolut zuversichtlich, dass er sich vollständig erholen wird und in alter Stärke auf den Platz zurückkehren wird
, sagte Parensen über den 40-jährigen Deutschen hinaus. Auch Trainer Fabio Ingolitsch, der betonte, dass man wegen Müdigkeit nicht jammern wolle, hob den herausragenden Charakter seiner Mannschaft hervor und widmete den Erfolg ausdrücklich dem verletzten Tormann, dessen Nummer 53 nach dem Schlusspfiff von den Mitspielern auf dem Platz präsentiert wurde.
Die Partie ist vorbei – wir gewinnen das Derby mit 6:1 – viel Spaß beim Feiern, Schwoaze! #sturmgraz #AdmiralBL #STUGAK___________STU 6:1 GAK | ⏱️ 90+2' pic.twitter.com/Vp8BJ4Zzbk
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