Uber Technologies Inc. hat am Montag vor dem Londoner High Court einen juristischen Sieg errungen und zwei Klagen im Gesamtwert von rund 340 Millionen Pfund von Londoner Black-Cab-Fahrern und früheren Mietwagenfirmen abgewiesen bekommen, weil das Gericht die Ansprüche als verjährt einstufte.
Das Londoner High Court hat am Montag eine Sammelklage von rund 13,000 traditionellen Taxifahrern gegen den Fahrdienstvermittler Uber Technologies Inc. gestoppt. Die Kläger warfen dem Unternehmen vor, bei der Erteilung seiner ersten Betriebslizenz im Jahr 2012 „irreführende und ungenaue Informationen“ an die Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) übermittelt zu haben.”
Richter Birt nennt Verjährung als Grund für die Abweisung
Die Kläger argumentierten, dass die Frist für ihre Ansprüche erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen durfte. Sie machten geltend, das angebliche Fehlverhalten von Uber erst während einer gerichtlichen Anhörung im Juni 2018 wirklich erkannt zu haben. Berichten zufolge umfassten die Ansprüche den Zeitraum von 2012 bis zum 14. März 2018. Die Fahrerkohorte machte geltend, dass sie das vermeintliche Vorgehen vor einer gerichtlichen Verhandlung im Juni 2018 vernünftigerweise nicht hätte entdecken können, welche auf eine Entscheidung der Verkehrsbehörde im Jahr 2017 folgte, eine Lizenzverlängerung zu verweigern.

Da die Klagen erst im Jahr 2024 eingereicht wurden, grift die gesetzliche Verjährungsfrist von sechs Jahren nach dem Limitation Act 1980. Das Gericht wies die Klagen daher ab, ohne sich mit der inhaltlichen Richtigkeit der Betrugsvorwürfe zu befassen.
Ein Sprecher von Uber erklärte: „Diese alten Ansprüche sind völlig unbegründet.
UBER SAYS IT WINS BID TO THROW OUT £340 MILLION LAWSUITS BY LONDON BLACK CAB DRIVERS AND TWO FORMER OPERATORS
Zwei Klagen und Millionenwerte im Fokus
Das Verfahren setzte sich aus zwei eng verknüpften Klagekomplexen zusammen, die auf den Betriebslizenzen des Fahrdienstvermittlers basierten. Neben den tausenden Taxifahrern trat eine weitere Partei für zwei inzwischen geschlossene private Mietwagenfirmen auf.
| Klägergruppe | Geschätzter Streitwert | Eingereicht |
|---|---|---|
| Rund 13,000 Black-Cab-Fahrer | Nahezu 200 Millionen Pfund | 2024 |
| Kabbie und Iride (zwei ehemalige Firmen) | Etwa 140 Millionen Pfund | 2024 |
Die Gesamtklagesumme belief sich damit auf rund 340 Millionen Pfund, was beim aktuellen Kurs etwa 453 Millionen US-Dollar entspricht.
Reaktionen der beteiligten Parteien und nächste Schritte
Uber zeigte sich über die Entscheidung erleichtert. Ein Unternehmenssprecher betonte, man sei erfreut darüber, dass das Gericht alle diese Forderungen beim frühestmöglichen Zeitpunkt vollständig abgewiesen habe und das Urteil diese Altlasten endgültig in die Vergangenheit verbanne.

Auf Seiten der Kläger herrscht hingegen Enttäuschung.
Für den Fahrdienstvermittler bleibt die juristische Belastung in London hoch.
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