In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 werden in Deutschland und den meisten europäischen Ländern die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt, womit die Winterzeit beginnt. Während in den USA das Repräsentantenhaus über die dauerhafte Sommerzeit debattiert, bleibt der halbjährliche Rhythmus in Europa bestehen.
Zweimal im Jahr stellt sich für Millionen Menschen dieselbe Frage: Werden die Uhren vor- oder zurückgestellt? Am 25. Oktober 2026 endet die mitteleuropäische Sommerzeit und es gilt wieder die Normalzeit nach Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, die für die gesetzliche Zeit in Deutschland zuständig ist. Konkret bedeutet dies, dass die Uhren in der Nacht von Samstag auf Sonntag um drei Uhr morgens um eine Stunde zurückgedreht werden.
Wer auf analoge Zeitmesser angewiesen ist, muss selbst Hand anlegen. Smartphones, Computer und Funktürme hingegen passen sich in der Regel automatisch an.
Warum Deutschland seit 1980 an der Uhr dreht
Die Einführung der Sommerzeit im Jahr 1916 während des Ersten Weltkriegs diente vor allem dem Zweck, Kraftstoff und Energie einzusparen. Deutschland übernahm diese Praxis im Jahr 1980 im Zuge der damaligen Energiekrise erneut. Doch der erhoffte große Spareffekt ist ausgeblieben.
Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass zwar abends weniger Strom für Beleuchtung verbraucht wird, dem jedoch ein höherer Heizenergiebedarf in den kühlen Morgenstunden gegenübersteht laut Analysen der Behörde. Ungeachtet dieser geringen Einsparungen bleibt der Rhythmus bestehen.
Debatte über die Abschaffung und die Situation in den USA
In der Europäischen Union wird das Thema seit Jahren kontrovers diskutiert. Eine europaweite Online-Befragung im Jahr 2018 zeigte eine breite Mehrheit für ein Ende des Wechsels, und auch das Europäische Parlament stimmte 2019 grundsätzlich für eine Abschaffung nach Beschlussfassung der EU-Institutionen. Da sich die Mitgliedstaaten jedoch bis heute nicht darauf einigen konnten, ob dauerhaft die Sommerzeit oder die Normalzeit gelten soll, bleibt die Regelung auch im Jahr 2026 in Kraft.

Ganz anders stellt sich die politische Lage in den Vereinigten Staaten dar. Dort hat das US-Repräsentantenhaus im Juli einen Vorstoß unternommen, den Sunshine Protection Act auf den Weg zu bringen, der die dauerhafte Sommerzeit einführen würde.
People are sick and tired of having to change their clocks twice a year.
Präsident Donald Trump, via Usatoday
Trotz der Unterstützung aus dem Weißen Haus ist unklar, ob das Gesetz den Senat passieren kann. Senatsmehrheitsführer John Thune äußerte Zweifel, ob die notwendigen 60 Stimmen zusammenkommen nach Angaben des republikanischen Politikers. Kritiker des dauerhaften Wechsels verweisen zudem auf dunkle Morgenstunden für Schulkinder im Winter.
Auswirkungen auf den menschlichen Körper
Die Umstellung betrifft nicht nur den Alltag, sondern greift vorübergehend in den biologischen Rhythmus ein. Da sich die innere Uhr am natürlichen Licht orientiert, kann der abrupte Wechsel zu Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten führen wie medizinische Untersuchungen zeigen. Die Rückkehr zur Winterzeit gilt im Vergleich zum Frühjahr jedoch als weniger belastend, da die gewonnene Stunde Schlaf den Einstieg erleichtert.
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