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Technik und Wissenschaft

YouTube verschiebt den Abonnements-Tab in den oberen Bereich der App

YouTube ersetzt auf Smartphones und Desktops die bisherige Registerkarte für Abonnements und führt anpassbare Benutzerfeeds ein. Die Änderungen an der App-Oberfläche rollen ab sofort für englischsprachige Nutzer in den USA ab 13 Jahren mit aktiviertem Suchverlauf aus.

Die jahrelang gewohnte Navigation in der YouTube-App erfährt einen drastischen Umbau. Nach Angaben von 9to5Google verschwindet der Abonnements-Tab nach fast einem Jahrzehnt aus seiner festen Position am unteren Bildschirmrand. Die Funktion, die seit 2017 als vierte Schaltfläche in der Leiste platziert war, wandert nun an den oberen Rand der Startseite. Dort nimmt der Feed, kurz als Subs bezeichnet, den zweiten Platz direkt hinter der Startseite ein und wird durch eine rote Unterstreichung hervorgehoben.

Der Umbau der oberen Leiste und neue Inhaltskategorien

Mit der Neugestaltung der oberen Navigation will das Unternehmen nach Angaben von Android Authority eine nahtlose Gestaltung des Startseiten-Erlebnisses ermöglichen. Das bisherige seitliche Menü entfällt im Zuge dieser Anpassungen vollständig. Neben dem verschobenen Abo-Feed zeigt die Leiste künftig feste Schnellzugriffe für Live-Inhalte und Musik an.

Nutzer mit aktiven kostenpflichtigen Angeboten wie Primetime Channels bekommen zudem eine dedizierte Sektion für Filme und Serien angezeigt. Diese Videodienste machen die obere Leiste zu einer zentralen Drehscheibe, während die bisherigen Themen-Chips auf Mobilgeräten komplett wegfallen.

Benutzerdefinierte Feeds für gezielte Empfehlungen

Herzstück der Aktualisierung sind sogenannte Custom Feeds, die laut den Berichten zu diesem Start seit Monaten erprobt wurden und nun als fester Bestandteil des Startseiten-Erlebnisses starten.

SammyGuru hebt hervor, dass der Dienst die Eingaben in maßgeschneiderte Empfehlungen umwandelt.

YouTube, zitiert von 9to5Google und Mezha

Dabei können Nutzer exakt beschreiben, was sie sehen möchten, etwa um nach der Arbeit mit Kurzen Meditationen von unter zehn Minuten abzuschalten.

Diese erstellten Kanäle aktualisieren sich eigenständig, sobald neue Videos veröffentlicht werden, die zum Thema oder zur Stimmung passen. Wer seine Ansichten anpassen möchte, kann den ursprünglichen Suchbefehl im oberen Textfeld jederzeit bearbeiten oder den jeweiligen Stream komplett löschen.

Unterschiede zwischen Gratis-Konten und Premium-Nutzern

Bei der Nutzung der personalisierten Feeds gelten klare Limits, die je nach Kontostatus variieren. Kostenlose Accounts dürfen maximal drei aktive Eigenkreationen gleichzeitig speichern. Wer ein kostenpflichtiges Abonnement besitzt, kann nach Angaben von Mezha bis zu acht solcher Feeds sichern.

Youtube custom feeds
Foto: Digital Trends

Die erstellten Streams beschränken sich dabei nicht nur auf das Smartphone. Sie synchronisieren sich automatisch mit der Desktop-Ansicht, sofern Nutzer im selben Google-Konto angemeldet sind. Die Einführung ist zum Start an strenge Voraussetzungen geknüpft: Sie richtet sich an in den USA angemeldete Personen ab 13 Jahren, die die englische Sprache eingestellt haben und bei denen sowohl der Wiedergabe- als auch der Suchverlauf aktiv sind.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.