Ein schwerer Schulbusunfall in Winter Haven im US-Bundesstaat Florida hat am Montagmorgen zwei Menschenleben gefordert, darunter eine zehnklässige Schülerin und den Fahrer eines entgegenkommenden Jeeps.
Der Unfallhergang auf der Lucerne Park Road in Winter Haven
Das Unglück ereignete sich am Montag, dem 5. Oktober 2026, gegen 6:15 Uhr morgens auf der Lucerne Park Road (State Road 544) in der Nähe eines Walmart-Verteilzentrums in Winter Haven, Florida. Ein öffentlicher Schulbus der Polk County Public Schools war mit insgesamt 39 Insassen besetzt: 37 Schülern der Winter Haven High School, dem Busfahrer und der neunjährigen Tochter des Fahrers.
Ersten polizeilichen Auswertungen von Videomaterial zufolge fuhr der Bus ordnungsgemäß auf seiner Spur in östliche Richtung, als ein weißer Chevy Malibu auf der Gegenfahrbahn aus bislang unbekannten Gründen die Mittellinie überquerte. Der Pkw rammte die hinteren Zwillingsreifen des Busses und riss dabei einen Reifen ab. Durch den heftigen Aufprall verlor der Bus die Kontrolle, geriet selbst auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem silbernen Jeep, der infolgedessen in Brand geriet.

Polk County Sheriff Grady Judd sprach bei einer Pressekonferenz von einem schrecklichen und tragischen Morgen und bezeichnete das Unglück als das schwerste Busdrama im Bezirk seit Jahrzehnten. Das Büro des Sheriffs, die Winter Haven Fire, die Winter Haven Police, die Haines City Police, das Polk County Fire Rescue sowie die Schulbehörden des Bezirks reagierten gemeinsam mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Notruf. Superintendent Fred Heid und Schulratsvorsitzender Justin Sharpless erläuterten in ihren Mitteilungen die Umstände des Vorfalls, während das NTSB als Bundesbehörde eine eigenständige Untersuchung einleitete.
Grady Judd sagte: „Es war ein schrecklicher Unfall. Es war ein schrecklicher, tragischer Morgen. Wir mussten miterleben, wie ein wunderbares Mädchen aus der 10. Klasse ihr Leben verlor.
Bei der Kollision starben zwei Personen: die zehnklässige Schülerin im Bus sowie der Fahrer des brennenden Jeeps. Vier Fahrzeuge waren insgesamt in das Unfallgeschehen verwickelt.
Großeinsatz der Rettungskräfte und Versorgung der Verletzten
Mehr als 100 Einsatzkräfte rückten zu der Unfallstelle aus, die vorübergehend in beiden Richtungen voll gesperrt wurde. Nach Angaben des Polk County Sheriff’s Office wurden 26 Schüler sowie weitere Beteiligte in umliegende Krankenhäuser transportiert. Rettungshubschrauber flogen schwerer Verletzte aus.
| Transportart / Ziel | Anzahl der Patienten |
|---|---|
| Verlegung mit Ersatzbus und Notfallsanitäter | 22 Schüler |
| Transport mit Rettungswagen | 7 Schüler, der Busfahrer und dessen Tochter |
| Luftrettung per Hubschrauber | 3 Schüler |
| Transport durch Angehörige | 4 Schüler |
Das Winter Haven Hospital nahm 22 Patienten auf, darunter 19 Kinder und Jugendliche sowie drei Erwachsene, und entließ diese nach ambulanter Behandlung mit Ausnahme eines Patienten, der verlegt wurde. Augenzeugen wie Aniyah Urbaez, die zufällig an der Unfallstelle eintraf, leisteten vor dem Eintreffen der Retter Erste Hilfe und betreuten verletzte, geschockte Jugendliche, die versuchten, ihre Familien zu erreichen.
Reaktionen von Schulbehörden und Bundesermittler
Polk-County-Schul Superintendent Fred Heid betonte, dass Schüler in Schulen regelmäßig für Evakuierungsübungen nach Busunfällen trainiert werden. Er äußerte sich dankbar, dass trotz des schweren Schadens am Fahrzeug nicht noch mehr Menschen schwer verletzt wurden. Der Vorsitzende des Schulrats, Justin Sharpless, rief die lokale Gemeinschaft dazu auf, den Hinterbliebenen der getöteten Schülerin sowie den betroffenen Lehrkräften und Familien beizustehen.
Gleichzeitig schalteten sich Bundesbehörden in die Aufklärung ein. Das National Transportation Safety Board (NTSB) nahm in Abstimmung mit dem Sheriff-Büro eine offizielle Sicherheitsuntersuchung auf. Der Fahrer des verursachenden Chevy Malibu kooperiert nach Behördenangaben mit den Ermittlern und wurde vor Ort nicht festgenommen. Gouverneur Ron DeSantis ließ über sein Büro mitteilen, dass staatliche Hilfen angeboten wurden und für die Opfer gebetet werde.
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