ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick zieht nach vier Nations-League-Partien eine zufriedene Zwischenbilanz. Mit acht Punkten und zwei späten Aufholjagden auswärts führt Österreich Gruppe 3 der Liga B an und peilt im November den vorzeitigen Aufstieg an.
Rangnick zieht nach vier Spielen zufriedene Zwischenbilanz
Nach dem 1:1-Unentschieden in Prishtina gegen den Kosovo hat ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick ein positives Fazit des aktuellen Lehrgangs gezogen. Acht Punkte aus vier Partien bedeuten die ungeschlagene Tabellenführung in Gruppe 3 der Liga B. Wir haben viel Gutes gesehen in dem Lehrgang
, erklärte der Trainer nach dem Abschluss des Auswärtsspiels.
Die Resultate stimmen den ÖFB-Teamchef zuversichtlich, auch wenn er betonte, dass in vielen Bereichen noch Steigerungspotenzial existiert. Die beiden Auswärtsreisen nach Dublin und Prishtina verlangten der Mannschaft einiges ab, wobei das Team nach vier Begegnungen weiter klar auf Kurs Richtung Gruppensieg bleibt.

„absolut in Ordnung. Die Auswärtsspiele waren alles andere als einfach.“
Ralf Rangnick, ÖFB-Teamchef
Moral in Auswärtsbegegnungen und neue Akteure im Kader
Besonders die Moral auf fremdem Platz hob der Teamchef hervor. Sowohl beim 2:2 in Dublin gegen Irland als auch im Kosovo holte die ÖFB-Auswahl im Finish jeweils einen Rückstand auf. Wir sind beide Male zurückgekommen.
Zudem betonte der Coach angesichts zahlreicher ursprünglicher Vorgaben und späterer Abreisen, dass es keineswegs selbstverständlich sei, diese Ausfälle so wegzustecken.
Trotz des Fehlens etablierter Kräfte wie Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und des verletzten Christoph Baumgartner funktionierte die Offensive. Neun Tore in vier Partien gingen auf das Konto von neun verschiedenen Torschützen.
„Ich sehe keinen, der irgendwo abgefallen wäre. Es gab viele Spieler, die wirklich aufgezeigt haben.“
Ralf Rangnick, ÖFB-Teamchef
Ausblick auf November und Torhüterfrage
Mit einem Heimsieg am 14. November in Linz gegen Irland könnte das ÖFB-Team den Gruppensieg und den Aufstieg in die Liga A vorzeitig perfekt machen. Zum Abschluss geht es am 17. November nach Debrecen gegen Israel. Rangnick mahnte zur Vorsicht und betonte, dass es in dieser Gruppe keine leichten Gegner gebe.

Unterdessen bleibt der Konkurrenzkampf im Kader hoch, nicht zuletzt auf der Torhüterposition. Rangnick sprach in diesem Zusammenhang von einer gegenwärtig völlig offenen Situation und betonte, dass man sich auf dieser Position aktuell überhaupt keine Sorgen machen müsse. Neben WM-Goalie Alexander Schlager – der derzeit bei Werder Bremen nur Reservist ist – erwähnte der Teamchef, dass der Keeper auch in einigen brenzligen Momenten Bälle parierte, die keineswegs gehalten werden mussten. Für den kommenden November stellte Rangnick zudem ein mögliches Debüt von U21-Torhüter Lukas Jungwirth vom LASK in Aussicht.
Auch bei David Alaba und dem kurz vor der Weltmeisterschaft schwer am Oberschenkel verletzten Offensivmann Christoph Baumgartner schloss der ÖFB-Teamchef ein Nationalteam-Comeback im November nicht aus. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass Baumgartner zuvor noch einige Partien für Leipzig absolviere, um als Kandidat für die anstehenden Länderspiele infrage zu kommen.
Weiterlesen