Der RZ Pellets WAC reagiert auf seine anhaltende Talfahrt in der Bundesliga und suspendiert den 32-jährigen Leistungsträger René Renner. Nach acht sieglosen Partien und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz greift Trainer Thomas Silberberger personell durch, während im Tor weiterhin der Israeli Lior Gliklich den Vorzug erhält.
René Renner nach Negativserie beim Wolfsberger AC suspendiert
Beim Tabellenletzten Wolfsberger AC brennt nach einer Reihe von Rückschlägen sprichwörtlich der Hut. Nach mittlerweile acht Partien ohne Sieg und sechs Niederlagen in der österreichischen Bundesliga zieht die Vereinsführung personelle Konsequenzen. Der 32-jährige Abwehrspieler René Renner, der im Sommer 2025 zu den Kärntnern gewechselt war und noch einen Vertrag bis zum Saisonende besessen hatte, muss den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen und wurde suspendiert.

Die Stimmung in der Kabine galt zuletzt als stark belastet. Cheftrainer Thomas Silberberger, dessen eigene Zukunft beim Klub von Präsident Dietmar Riegler vorerst abgesichert ist, begründete den harten Schritt gegenüber der Öffentlichkeit unmissverständlich.
Es wurde eine Grenze überschritten. Wir sind um eine Suspendierung nicht herumgekommen.
Thomas Silberberger, WAC-Cheftrainer, via Ligaportal
Mehr Details zu den teaminternen Vorfällen drangen von offizieller Seite nicht nach außen. Silberberger betonte lediglich den mannschaftsinternen Kodex: Was in der Kabine passiert, bleibt da auch.
Die Trennung vom ehemaligen LASK-Akteur gilt im Lavanttal als erster Schritt, um die sportliche Talfahrt zu stoppen und die Chemie innerhalb der Mannschaft wiederherzustellen.
Lior Gliklich erhält im Tor vorerst das Vertrauen
Die personellen Veränderungen beim Wolfsberger AC betreffen neben dem Feld auch die hart umkämpfte Position zwischen den Pfosten. Nach dem Wechsel des früheren Stammtorhüters Nikolas Polster zum niederländischen Eredivisie-Klub NEC Nijmegen im Sommerschlussverkauf
hatte zunächst Lukas Gütlbauer das Erbe angetreten.
Zuletzt erhielt jedoch der 23-jährige Lior Gliklich im Heimspiel gegen die WSG Tirol das Vertrauen. Zwar endete diese Begegnung mit einer 0:2-Niederlage, doch dem Vernehmen nach soll der israelische Schlussmann auch in den kommenden drei Pflichtpartien das Tor hüten. Dazu zählt auch das anstehende ÖFB-Cup-Achtelfinale gegen den Zweitligisten FC Hertha Wels.
Präsident Dietmar Riegler hält vorerst an Thomas Silberberger fest
Mit sechs Niederlagen aus den letzten acht Begegnungen steht die Mannschaft auf dem letzten Platz des Klassements. Trotz des enormen Drucks will Vereinspräsident Dietmar Riegler am 53-jährigen Tiroler Übungsleiter festhalten. Silberberger soll die sportlichen und disziplinarischen Baustellen im Lavanttal abarbeiten und den WAC aus der sportlichen Krise führen.