Die voestalpine AG und der Energieversorger VERBUND haben einen erweiterten Rahmenvertrag zur langfristigen Energieversorgung und industriellen Transformation unterzeichnet. Die Partnerschaft fokussiert sich auf erneuerbare Energien, Wasserstoffprojekte sowie Batteriespeicher an Standorten wie Linz, Kindberg und Donawitz, um das greentec steel-Projekt zu unterstützen.
Die Zusammenarbeit zwischen der voestalpine AG und VERBUND reicht mehr als ein Jahrzehnt zurück. Aufbauend auf einem im Jahr 2015 unterzeichneten Memorandum of Understanding und dessen Verlängerung im Jahr 2023 haben die Unternehmen ihren strategischen Rahmenvertrag weiter vertieft.
Dekarbonisierung und das greentec steel-Projekt in Linz
Im Zentrum der industriellen Transformation steht die Strategie greentec steel, mit der der Stahl- und Technologiekonzern seine CO2-Emissionen in einem ersten Schritt bis 2029 um mehr als 30 Prozent senken will. Dies entspricht nach Unternehmensangaben rund fünf Prozent der gesamten österreichischen CO2-Emissionen.
Für den geplanten Elektrolichtbogenofen am Standort Linz ist inzwischen eine Lieferung schwerer Kernkomponenten mit einem Gesamtgewicht von 790 Tonnen eingetroffen, wie aus aktuellen Börsen- und Unternehmensnachrichten hervorgeht. Die neue Anlage soll im ersten Halbjahr 2027 den Betrieb aufnehmen und jährlich 1,6 Millionen Tonnen CO2-ärmeren Stahl erzeugen.
„VERBUND is a strong and reliable partner with whom we are working to develop solutions for a secure, profitable and sustainable energy supply. This closer collaboration is an important step towards the long-term successful implementation of our greentec steel transformation project.“
Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division
Wasserstoff und Batteriespeicher an den Standorten Donawitz und Kindberg
Parallel dazu wird die Arbeit an der Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE am Standort Linz fortgesetzt. Die Anlage, die im Jahr 2019 den Betrieb aufnahm, gilt als die weltweit am längsten laufende Wasserstoff-Pilotanlage ihrer Art und wird hinsichtlich Produktion, Speicherung und Verladung von grünem Wasserstoff weiterentwickelt.

Auch im Bereich der Energiespeicherung treiben die Partner konkrete Vorhaben voran. Die Umsetzung von Batteriespeicherprojekten wird an den Standorten Kindberg sowie in Donawitz geprüft, während zusätzlich Potenziale an Standorten in Deutschland untersucht werden. Ergänzend dazu wurden in den vergangenen Jahren Photovoltaikanlagen bei voestalpine Tubulars in Donawitz und bei voestalpine Wire Rod realisiert.
Marktentwicklung und finanzielle Ziele der voestalpine AG
Am Kapitalmarkt stossen die strategischen Initiativen auf positive Resonanz. Die voestalpine-Aktie verzeichnete im Handel an der Börse einen Kursanstieg von 1,8 Prozent auf 46,48 Euro, gestützt durch Analystenurteile und Gewinnschätzungen. Analyst Nicolas Kneip begründete die Heraufsetzung der Prognosen mit der Dynamik der europäischen Stahlpreise und Fortschritten bei den Restrukturierungsprogrammen.

Zudem treibt der Konzern den Ausbau des Bereichs Railway Systems voran. Der Spartenumsatz soll von rund 2,2 Milliarden Euro auf etwa 3 Milliarden Euro bis zum Geschäftsjahr 2030/31 gesteigert werden, wobei hohe Investitionen in nachhaltige Mobilität und die Modernisierung von Schienennetzen als globale Wachstumsmotoren dienen.
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