Ubisoft plant an seinen drei deutschen Standorten in Düsseldorf, Berlin und Mainz den Abbau von rund 100 Stellen. Das Unternehmen setzt dabei auf ein freiwilliges Abfindungsprogramm, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, während die Gespräche mit dem Betriebsrat laufen.
Gespräche mit dem Betriebsrat über den Stellenabbau in Deutschland
Die Umstrukturierungen beim Videospielkonzern Ubisoft erreichen den deutschen Markt. Wie aus Berichten hervorgeht, plant das Unternehmen den Wegfall von rund 100 Positionen an seinen Standorten in Düsseldorf, Berlin und Mainz. Anstelle von sofortigen Entlassungen will der Publisher seinen Beschäftigten einen Aufhebungsvertrag anbieten.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber der Fachpresse, dass entsprechende Verhandlungen mit dem zuständigen Betriebsrat bereits aufgenommen wurden. Die genaue Zahl der zu streichenden Stellen hat das Unternehmen offiziell jedoch nicht bestätigt. Als primäres Instrument gilt ein freiwilliges Ausscheidungsprogramm, das vor größeren personellen Einschnitten nach deutschem Arbeitsrecht verhandelt werden muss.
Bereits im Januar 2025 waren deutsche Strukturen von personellen Anpassungen betroffen. Damals wurden in mehreren europäischen Einheiten 185 Stellen gestrichen, wobei rund 65 Kündigungen auf den Düsseldorfer Standort entfielen. Das aktuelle Vorgehen setzt hingegen auf den Dialog mit den Arbeitnehmervertreten und soll vor allem durch den Abbau von Freiwilligen umgesetzt werden.

Düsseldorf und Mainz: die Situation in den betroffenen Studios
Von den drei deutschen Niederlassungen ist das Studio in Düsseldorf mit über 400 Beschäftigten der größte Standort. Brancheninternen Informationen zufolge soll dort mehr als die Hälfte der geplanten Reduzierungen stattfinden. Die Standorte in Berlin und Mainz verfügen jeweils über etwas mehr als 100 Mitarbeiter.
Benedikt Grindel begründet die organisatorischen Veränderungen
Die Maßnahmen seien notwendig, um die deutschen Einheiten optimal auf die kommenden Aufgaben auszurichten und die organisatorische Struktur klarer zu definieren.
In Deutschland haben wir in der vergangenen Woche Gespräche mit dem Betriebsrat über einen vorgeschlagenen Plan für freiwillige Austritte bei Ubisoft Düsseldorf, Ubisoft Berlin & Ubisoft Mainz eingeleitet.

Über die konkreten Bedingungen des Abfindungsmodells wurde ebenfalls intern beraten. Laut Branchenberichten stand eine Formel im Raum, bei der das monatliche Gehalt mit dem Faktor 1.5 und den Betriebsjahren multipliziert wird. Da sich die Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung noch im Fluss befinden, sind diese Konditionen jedoch nicht final fixiert.
Globale Sparmaßnahmen und der Sparkurs des Publishers
Der Stellenabbau in Deutschland steht in keinem isolierten Raum, sondern reiht sich in eine weltweite Konsolidierungswelle des französischen Medienunternehmens ein. Seit September 2022 sank die Gesamtzahl der Mitarbeiter erheblich, während das Management versucht, auf sinkende Umsätze und veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Finanziell hat der Konzern ehrgeizige Ziele ausgegeben. Wie aus Berichten hervorgeht, konnten die Kosten in den vergangenen Jahren signifikant gesenkt werden. Parallel zu den Schritten in Deutschland treibt das Unternehmen Restrukturierungen in anderen internationalen Niederlassungen voran, darunter die geplante Schließung des finnischen Studios RedLynx, welches im Jahr 2000 gegründet und 2011 von Ubisoft übernommen worden war, sowie Einsparungen bei Ubisoft Singapur.
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