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Unterhaltung

Tragischer Suizid des Bruders: Motsi Mabuse spricht über Verlust

Die Tänzerin und Jurorin Motsi Mabuse hat offen über den tragischen Suizid ihres älteren Halbbruders Neo in den frühen 1990er-Jahren gesprochen. In einem am 14. Oktober 2026 veröffentlichten Interview schildert sie, wie dieser frühe Verlust bis heute ihren Alltag, ihre Ängste und ihren Familienzusammenhalt prägt.

Die Familientragödie und ihre lebenslange Prägung

Schon seit fast zwanzig Jahren gehört Motsi Mabuse zu den festen Gesichtern im deutschen Fernsehen, insbesondere als Jurorin der RTL-Show Let’s Dance. Doch hinter der fröhlichen und lebhaften Ausstrahlung auf der Mattscheibe verbirgt sich eine tiefe persönliche Wunde. Ihr älterer Halbbruder Neo beging in den frühen 1990er-Jahren Suizid. Damals war Motsi Mabuse acht oder neun Jahre alt, während ihr Bruder 18 Jahre zählte; die Familie lebte zu dieser Zeit in Südafrika nahe Pretoria.

Über diesen Schicksalsschlag sprach die heute 45-Jährige gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Oti Mabuse in einem Interview mit der Zeitschrift Bunte. Bereits im Jahr 2014 hatte sie die Familientragödie in ihrer Autobiografie Chili im Blut: Mein Tanz durchs Leben publik gemacht.

Motsi Mabuse spricht über den Verlust ihres Bruders und seine Auswirkungen

Sein Tod hat mein Leben verändert. Seitdem halte ich die Menschen, die mir nahestehen, sehr eng bei mir.

Motsi Mabuse, Tänzerin und TV-Jurorin, via Gala

Alltägliche Verlustängste und der Druck des Abschieds

Der Verlust hat bei der Tänzerin den unstillbaren Wunsch hinterlassen, jeden Tag so zu verbringen, als könnte es ihr letzter sein. Was zunächst lebensbejahend klingt, erweist sich im Alltag als schwere Last. Die Sorge vor plötzlichen Abschieden und unerwarteten Schicksalsschlägen ist ständiger Begleiter geworden. Besonders deutlich zeigt sich diese Belastung in ihrer Rolle als Mutter.

Wenn ihre Tochter morgens das Haus zur Schule verlässt, kreisen quälende Gedanken durch ihren Kopf. Sie frage sich in solchen Momenten oft, ob dies das letzte Mal gewesen sei, dass sie ihr Kind gesehen habe, so Motsi Mabuse im Interview mit dem Magazin Bunte. Dieser Gedanke erzeuge einen unglaublichen Druck. Am liebsten würde sie ihren Ehemann und ihre Tochter permanent um sich haben. Ohne diesen frühen Verlust in der Jugend wäre sie zweifellos unbeschwerter und entspannter durchs Leben gegangen, ist sie überzeugt. Zugleich betont sie, dass sie die schönen und glücklichen Augenblicke des Lebens seither sehr viel intensiver wahrnimmt.

Motsi mabuse tv doku motsi oti meet the mabuses
Foto: gmx.ch

Rückhalt durch Ehemann Evgenij Voznyuk und die enge Bindung zu Schwester Oti

Stabilität und emotionalen Halt findet die Fernsehjurorin vor allem in ihrer eigenen kleinen Familie. Mit ihrem Ehemann Evgenij Voznyuk, den sie 2017 geheiratet hat und mit dem sie eine 2018 geborene Tochter hat, teilt sie ein enges Vertrauensverhältnis. Er ist wirklich mein bester Freund und derjenige, der sie im Alltag immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückhole, erklärt sie.

Auch die Beziehung zu ihrer jüngeren Schwester Oti Mabuse ist über die Jahre und durch die gemeinsame Mutterschaft noch inniger geworden. Zwar zeigte sich Motsi zu Beginn von Otis Partnerschaft mit Ehemann Marius skeptisch – begründet durch ihren eigenen Wegzug im Alter von 18 Jahren nach Deutschland und die Sorge, ob die jüngere Schwester auf sich selbst aufpassen könne —, doch heute überwiegt die Freude über das Familienglück. Oti erwartet aktuell ihr zweites Kind. Beide Schwestern sprechen zudem offen über den permanenten Druck, dem sie als erfolgreiche Frauen und Mütter ausgesetzt sind. Mabuse versucht, ihr Leben in klare Phasen einzuteilen, gesteht jedoch ein: Als Mama wird man diese Schuldgefühle nie ganz los.

Neue TV-Dokumentation in der ARD Mediathek

Einblicke in diese und weitere sehr persönliche Facetten ihres Lebens gibt ab dem 19. Oktober 2026 die sechsteilige WDR-Dokumentation Motsi & Oti – Meet the Mabuses in der ARD Mediathek. Darin ist unter anderem zu sehen, wie Motsi ihre Mutter Dudu in Südafrika besucht. Bereits am 5. November 2026 folgt zudem das Format Vibes – Find Your Fire auf derselben Plattform, in dem sie Frauen dabei unterstützen will, neues Selbstvertrauen zu gewinnen.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.