Lucas Miedler und Neil Oberleitner haben am 18. Oktober 2026 das Doppel-Endspiel des ATP-Masters-1000-Turniers in Shanghai gewonnen. Das neu formierte österreichische Duo setzte sich im Finale gegen Francisco Cabral und James Tracy durch und feierte damit den bisher größten Erfolg seiner Karriere.
Das rot-weiß-rote Spitzendoppel krönte eine herausragende Turnierwoche auf den Hartplätzen in der chinesischen Metropole. Ohne auch nur einen einzigen Satz im gesamten Turnierverlauf abzugeben, dominierten Lucas Miedler und Neil Oberleitner das Endspiel. Nach exakt 66 Minuten Spielzeit stand der 6:3, 6:4-Erfolg gegen Francisco Cabral und James Tracy fest.
Triumph im Finale gegen Cabral und Tracy in Shanghai
Im Endspiel ließen die Österreicher bei eigenem Aufschlag kaum Zweifel aufkommen und agierten hochkonzentriert. Im ersten Durchgang nutzten sie bei Stand von 4:3 ihre Breakchance, während sie im zweiten Satz nach einer 40:15-Führung der Gegner im fünften Spiel entscheidend zuschlugen. Das ÖTV-Duo holte im gesamten Finale stolze 96 Prozent der Punkte über den ersten Aufschlag und gab beim eigenen Service nur sechs Punkte ab.
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Für Miedler ist es bereits der 14. Titel auf der ATP-Tour, während Oberleitner nach seinem Turniersieg in Winston-Salem den zweiten Karriereerfolg feiert. Besondere Brisanz lieferte das Netzduell mit Francisco Cabral: Der Portugiese war bis vor wenigen Monaten noch Miedlers ständiger Doppelpartner gewesen, ehe sich die Wege der beiden getrennt hatten. Im Halbtagesrhythmus hatten sich Miedler und Oberleitner zuvor am Samstag mit einem 7:5, 6:3 gegen das deutsche Duo Jakob Schnaitter und Mark Wallner durchgekämpft.
Auf dem Weg in das Endspiel von Schanghai hatte sich das ÖTV-Gespann in weiteren hart umkämpften Begegnungen bewähren müssen. Bereits in der ersten Runde trafen die Österreicher auf Alexander Erler und Robert Cash, die in zwei Sätzen mit 7:6 (10:8), 7:5 bezwungen wurden. Im Achtelfinale folgten Austin Krajicek und Nikola Mektic, gegen die sich Miedler und Oberleitner mit 6:3, 6:4 behaupteten. Das Viertelfinale gegen Marc Polmans und Jan Zielinski ging nach einem 7:6 (7:5), 6:4 ebenfalls in zwei Durchgängen an das spätere Siegerduo, ehe im Halbfinale das deutsche Duo Schnaitter und Wallner folgte.
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Historischer Erfolg unter den Augen von Alexander Peya
Der Coup in Shanghai markiert den ersten österreichischen Doppelsieg bei einem Masters-1000-Event seit dem Triumph von Alexander Peya im Jahr 2018 in Madrid. In Schanghai schloss sich der Kreis, denn Peya betreute das neu formierte Team vor Ort als Coach.
Wir haben natürlich die Idee gehabt, dass es irgendwann so weit kommen könnte. Dass es gleich im zweiten Turnier so läuft, dass man gleich einen Tausendertitel heimspielen kann, ist unglaublich.
Lucas Miedler, via Salzburger Nachrichten
Die Partnerschaft der beiden Davis-Cup-Spieler ist noch brandneu. Erst im September hatten sie ihre Zusammenarbeit im Vorfeld des Länderkampfs gegen Belgien verlautbart. Ihr Debüt in Tokio endete im Viertelfinale; nun stehen sie bereits ganz oben auf einem Masters-Podest.

Wir sind überwältigt, wir haben heute unglaublich gespielt. Megahappy, geile Partie heute.
Neil Oberleitner, via Salzburger Nachrichten
Weltranglisten-Sprung und Ziele für die Zukunft
Der Turniersieg in China zahlt sich für beide Spieler in der Weltrangliste massiv aus. Neben einem Preisgeld von je 234,100 US-Dollar erhalten sie 1000 ATP-Punkte. Miedler stellt damit sein bisheriges Karrierehoch auf Position 19 ein, während Oberleitner einen gewaltigen Satz auf Platz 23 macht.
ÖTV-Sportdirektor und Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer zeigte sich von der Leistung des Duos begeistert und blickt optimistisch nach vorn. Er lobte die extreme Nervenstärke in den engen Situationen und prophezeite, dass die beiden im nächsten Jahr gefährlich sein werden.
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Langfristig haben sich Miedler und Oberleitner bereits ein großes Ziel gesteckt: Bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles wollen sie sich fest unter den besten Doppel-Teams der Welt etablieren. Als nächste Station stehen für das Duo die Turniere in Almaty sowie die Heim-Partie bei den Erste Bank Open in Wien auf dem Programm.
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