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Tobias K. stellt Guinness-Weltrekord für Burpees im Gefängnis auf

Der in der Schweiz wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Tobias K. (in Berichten auch Tobias Kuster genannt) hat im Gefängnis einen offiziellen Guinness-Weltrekord aufgestellt. Er absolvierte am 27. Februar 2026 in der JVA Lenzburg insgesamt 1.073 «Chest-to-Ground-Push-up-Burpees» in einer Stunde. Das entspricht einem Durchschnitt von knapp 18 Wiederholungen pro Minute.

Monatelange Vorbereitung hinter Gittern

Laut dem offiziellen Eintrag auf der Website von Guinness World Records bereitete sich der Schweizer rund zweieinhalb Jahre auf den Rekordversuch vor. Das intensive Training habe ihm in einer schwierigen Phase seines Lebens als Motivation gedient, sich ein positives Ziel zu setzen. K. selbst bestätigte seine Leistung in einem Brief an den «Blick». Demnach hoffe er, dass seine Leistung andere dazu inspiriere, «niemals aufzugeben – ganz gleich, wie schwierig die Umstände sind». Die zuständigen Vollzugsbehörden lehnten auf Anfrage jegliche Auskunft zum Weltrekord und dessen genauen Umständen ab und verwiesen auf den Persönlichkeitsschutz.

Hintergrund der Bluttat im Jahr 2016

Der Inhaftierte verbüßt seine lebenslange Strafe für ein Gewaltverbrechen, das im Sommer 2016 ein großes Echo in der Öffentlichkeit auslöste. Am 30. Juni 2016 attackierte der Täter im Zürcher Nobelviertel Seefeld einen 42-jährigen IT-Fachmann mit fünf Messerstichen, während dieser auf einer Mauer saß und seine Mittagspause verbrachte und eine Zigarette rauchte. Täter und Opfer kannten sich überhaupt nicht. Für die Ausführung dieser Bewegung geht man zunächst aus dem Stand in die Hocke und begibt sich auf den Boden. Anschließend führt man einen Liegestütz aus, bei dem die Brust den Boden berühren muss, bevor man sich wieder aufrecht hinstellt.

Der Bluttat war ein Erpressungsplan vorausgegangen. Zusammen mit einem litauischen Mithäftling namens Irvidias M. hatte der Täter gedroht, einen Menschen zu töten, falls der Mithäftling nicht freigelassen werde. Da die Verantwortlichen der Forderung nach einer Freilassung nicht nachkamen, setzte K. die Ankündigung in die Tat um. Prozessbeobachter und Justizkreise vermerkten zudem, dass der Verurteilte diese Höchststrafe hinter Gittern offenbar betont gelassen und sportlich hinnimmt. Laut dem Zürcher Amt für Justizvollzug saß der Täter vor der Bluttat unter anderem wegen Freiheitsberaubung, versuchten Raubes sowie versuchter Nötigung im Gefängnis.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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