Ein texanisches Ehepaar ist im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf eine 17-jährige Schülerin auf der Interstate 170 in Missouri angeklagt worden. Die Ermittler kamen den Verdächtigen nach der Bluttat vom 14. Oktober 2026 mithilfe von Überwachungsvideos und automatischen Kennzeichenlesern auf die Spur.
Die Ermittlungsbehörden im St. Louis County haben in den Mordfällen um die getötete Alyssa Wilson am Montag, dem 19. Oktober 2026, offizielle Anklagen gegen ein Paar aus Arlington, Texas, erhoben. Der 42-jährige Willie Herndon muss sich wegen Mordes ersten Grades und bewaffneter krimineller Handlung verantworten. Seine 45-jährige Frau Taiya Herndon wurde wegen Strafvereitelung angeklagt, da sie ihren Mann nach den Schüssen vom Tatort weggefahren haben soll.
Tödliche Schüsse auf der Autobahn in Richtung Zoo
Die Tat geschah am Mittwochabend, dem 14. Oktober 2026, gegen 19:00 Uhr. Die 17-jährige Alyssa Wilson war Schülerin an der McCluer North High School und befand sich auf dem Weg zu Halloween-Feierlichkeiten im Zoo von St. Louis. Sie fuhr mit ihrem Buick Encore auf der südlichen Fahrbahn der Interstate 170 in Overland, als ein weißes SUV abrupt am rechten Rand der Autobahn anhielt.

Überwachungskameras und Audioaufzeichnungen dokumentierten den Ablauf. Ein Beifahrer stieg aus dem Wagen, hielt sich kurz draußen auf und gab einen Schuss ab, der das Heck des Autos der Jugendlichen durchschlug. Durch die Schussverletzung wurde die Schülerin handlungsunfähig, prallte gegen die Mittelleitplanke und erlag später im Barnes-Jewish Hospital in St. Louis ihren Verletzungen.

Robert Hickman sagte laut NBC News, „Alyssa war 17, freute sich auf ihr Leben, freute sich auf ihre Zukunft.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz schilderte der Vater das bevorstehende Ende der Schulausbildung seiner Tochter und die geplanten Pläne für eine gemeinsame Reise nach Florida. Sie hatte noch 60 Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag und freute sich auf einen Ausflug, um ihre Lieblingsfigur Prinzessin Tiana zu sehen. Laut den Ermittlern der Major Case Squad hatten die Beschuldigten keinerlei persönliche Beziehung zu dem Opfer; die Behörden stuften den Vorfall als willkürliche Bluttat ein.
Fahndung per Kennzeichenleser und Festnahme in Illinois
Die rasche Aufklärung des Falls innerhalb von rund 36 Stunden überraschte selbst erfahrene Kriminalisten. Der FBI-Sonderermittler Dave Herr bezeichnete diesen Zeitrahmen bei einer solchen zufälligen Tat angesichts seiner 28-jährigen Dienstzeit als fast beispiellos. Möglich machten dies automatisierte Kennzeichenleser und Videoaufnahmen, die das verdächtige Fahrzeug erfassten.
Das Auto mit texanischem Kennzeichen war im Oktober in mehreren Bundesstaaten wie Texas, Arkansas und Missouri registriert worden. Ermittler observierten ein Hotel in Caseyville im US-Bundesstaat Illinois über längere Zeit, nachdem sie den Wagen dorthin verfolgt hatten. Am Freitag, dem 16. Oktober 2026, griffen die Einsatzkräfte zu. Während Taiya Herndon am Fahrzeug angetroffen wurde, versuchte ihr Ehemann zu flüchten, wurde jedoch umgehend festgenommen.
Sichergestellte Waffen und Parallelen zu weiteren Taten
Darin hatte er akribisch Nummernschilder, Fahrzeuge und Polizeibeamte verzeichnet, von denen er sich verfolgt glaubte. Zudem sicherten die Behörden eine Patronenhülse und weiteres Beweismaterial.

Die Staatsanwaltschaft und das FBI prüfen derzeit, ob das Paar für weitere Übergriffe im Großraum St. Louis verantwortlich ist. Ballistische Untersuchungen laufen, um zu klären, ob eine Schießerei vom 11. Oktober auf der Interstate 55 mit derselben Waffe verübt wurde. Dabei war ebenfalls ein Fahrzeug von einer Kugel getroffen worden, nachdem ein weißes SUV am Straßenrand gehalten hatte.
Zusätzlich zog die Bundespolizei FBI Vergleiche zu einem ungelösten Autobahnmord an Collin Brown aus dem Jahr 2024, bei dem ebenfalls keine Verbindung zwischen Opfer und Täter vorlag. Die in diesem früheren Fall gewonnenen Erkenntnisse hätten maßgeblich dazu beigetragen, die Ermittlungen im Fall Wilson zu beschleunigen.
Haftbedingungen und offene Verfahren
Die Staatsanwältin Melissa Price Smith gab bekannt, dass für Willie Herndon eine Kaution in Höhe von 1 Million US-Dollar festgesetzt wurde. Seine Frau Taiya Herndon wird auf eine Kaution von 500.000 US-Dollar festgehalten. Beide Beschuldigten befinden sich in Haft und warten auf ihre Auslieferung an den US-Bundesstaat Missouri.
Der Hauptverdächtige weist eine Vorstrafenliste in Kalifornien auf, die unter anderem Verurteilungen wegen Autodiebstahls im Jahr 2001 und schwerem Einbruchdiebstahl im Jahr 2015 umfasst. Willie Herndon musste sich am 21. Oktober 2026 vor einem Bundesgericht verantworten, während die Ermittlungen der Bundes- und Landesbehörden zu weiteren potenziellen Verbindungen des Paares andauern.
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