Taylor Tomlinson hat candid über ihre gesundheitlichen Probleme als Gastgeberin der CBS-Late-Night-Show After Midnight und über ihre Beweggründe für ihren Abschied gesprochen.
Bereits wenige Tage nach ihrem Antritt als Moderatorin der CBS-Sendung geriet Taylor Tomlinsons gesundheitliche Verfassung in eine Abwärtsspirale. Ärzte verschrieben ihr hochdosierte Steroide und diagnostizierten im Nachgang Pfeiffersches Drüsenfieber. Trotzdem arbeitete sie unermüdlich weiter und filmte unter anderem ihr drittes Netflix-Special mit dem Titel Have it All
.
Chronische Infekte und die Suche nach den Ursachen
Auch beim Start ihrer neuen Late-Night-Aufgabe blieb die Komikerin gesundheitlich angeschlagen. Sie berichtete von ständigen Rückschlägen, bei denen sie trotz konsequenter Vorsichtsmaßnahmen im Zweiwochenrhythmus an Nebenhöhlenentzündungen, schweren Erkältungen oder Streptokokken-Infektionen erkrankte. Zu dieser körperlichen Belastung gesellte sich eine anhaltende Grundmüdigkeit. Erst im Laufe der Zeit ergab ein Bluttest, dass sich Schimmelsporen in ihrem Körper angesammelt hatten.
Obwohl eine tägliche Einnahme von rund 30 Nahrungsergänzungsmitteln in der zweiten Staffel eine leichte Besserung brachte, blieb ihr Immunsystem extrem fragil. Gegenüber dem Hollywood Reporter erläuterte sie, dass sie in den ersten fünf Monaten der Show an drei Tagen drehte und die restlichen vier Tage im Bett verbringen musste. Stand-up-Auftritte auf Tournee strich sie in dieser Phase komplett.
Ich habe überall, wo ich konnte, eine Maske getragen und trotzdem alle zwei Wochen eine Nasennebenhöhlenentzündung, eine Erkältung oder eine Mandelentzündung bekommen, zusätzlich zu meiner nun konstanten, schmerzhaften Grundmüdigkeit.
Einsamkeit als Motivator und das Aus für die Show
In ihrem Buch geht die Moderatorin auch auf die persönlichen Beweggründe für den Jobantritt ein. Auf die Frage, warum sie sich für die Late-Night-Tätigkeit entschied, räumte sie unumwunden ein: Die Wahrheit ist, dass ich den Job angenommen habe, weil ich einsam war. Sie suchte gezielt nach einem festen Lebensmittelpunkt und sozialem Anschluss in Los Angeles, da das rastlose Leben auf Tournee sie zermürbt hatte.
Das Team hinter den Kulissen versuchte laut ihrer Darstellung intensiv, sie zu entlasten. Die insgesamt drei Showrunner zwischen den ersten beiden Staffeln boten ihr an, Textproben von zu Hause aus zu machen, die Drehzeiten anzupassen oder ihre Garderobe in einen ruhigeren, keimärmeren Bereich zu verlegen. Dennoch ließ sich der immense Druck der täglichen Produktion nicht dauerhaft mit ihrem Gesundheitszustand vereinbaren.
Schließlich zog Tomlinson die Reißleine und erklärte der Produktion, dass sie für keine weitere Staffel mehr zur Verfügung stehen werde. Der Sender entschied sich jedoch gegen eine Neubesetzung mit einem anderen Host und stellte das Format ein.
Zehn Monate Pause und die Rückkehr auf die Bühne
Um die gesundheitlichen und organisatorischen Folgen zu bewältigen, zog Tomlinson die Notbremse: Sie zog ein anstehendes Netflix-Special vor, um ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, und sagte danach den Rest ihrer Tournee ab. Dieser Schritt fiel ihr besonders schwer, da sie damit sowohl zahlreiche Fans als auch ihr langjähriges persönliches Team enttäuschte.
Das plötzliche Ende von After Midnight bezeichnet sie rückblickend als schmerzhaft, da die Sendung objektiv betrachtet ihr Traumjob gewesen sei.
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