Das neue Action-RPG Stupid Never Dies von Entwickler GPTRACK50 ist am 21. Oktober 2026 für PlayStation 5 und PC erschienen. Das Spiel verbindet eine chaotische Zombiestory mit bunter Pop-Art-Grafik, stößt Kritiker jedoch durch zähes Gameplay und eine fragwürdige Prämisse ab.
Entwickelt von Branchenveteranen und geprägt von Pop-Punk-Ästhetik
Hinter dem neuen Titel steht das Studio GPTRACK50, das von dem früheren Capcom-Produzenten Hiroyuki Kobayashi mitgegründet wurde. Das Team, zu dem viele Veteranen aus Reihen wie Resident Evil und Devil May Cry gehören, schlägt mit dem Projekt eine völlig andere Richtung ein. Die visuelle Gestaltung im Unreal Engine 5 setzt auf einen explosiven Mix aus Anime, Punk, Grafikdesign, Pop-Art und Manga. Mehrere Tester verglichen den bunten Stil mit Werken wie Spider-Man: Into the Spider-Verse. Auch die Pop-Punk-Kultur der 2000er Jahre prägt die gesamte Aufmachung des Spiels.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Zombie Davy, der sich unsterblich in eine Frau namens Julia verliebt hat. Julia ist in einem industriellen Tiefkühlschrank eingefroren und hat Davy zu Lebzeiten nie kennengelernt. Um sie zu retten, stürzt sich Davy in ein unheimliches Reich, das von Monstern beherrscht wird. Das Abenteuer führt durch stark unterschiedliche Biome, die von der römischen Antike während des Vesuvausbruchs im Jahr 79 n.
Kritik an der Story und unübersichtliche Spielmechaniken
Auch spielerisch spalten sich die Meinungen der Tester stark. Während Publikationen wie Wccftech eine solide Wertung vergeben und die flüssige Technik auf dem PC loben, bemängeln andere Rezensenten ein zähes Spielerlebnis. Der Titel tarnt sich als Roguelike, verlangt den Spielern jedoch ständiges Wiederholen von Levels ab, um Materialien und Währung zu sammeln. Der Protagonist steuert sich laut einigen Rezensionen schwerfällig, und die Animationen besitzen spürbare Verzögerungen.
Fortschrittssystem und abwechslungsreiche Monster-Formen
Trotz der Kritik an den Längen bietet das Spiel eine beachtliche Systemtiefe bei den Verwandlungen. Davy kann im Verlauf seiner Dungeontouren die Kerne besiegter Gegner absorbieren und elf verschiedene Kampfstile annehmen. Dazu gehören unter anderem Werwölfe, Harpyien, Vampire, Golems und Hexenmeister. Jede Form bringt eigene Spezialangriffe und Stileigenschaften mit sich, die für Abwechslung auf den Bildschirm sorgen.

Ein zentrales Element ist das ungewöhnliche Fortschrittssystem nach dem Scheitern. Statt hart bestraft zu werden, steigt der Erfahrungsmultiplikator bei jedem fehlgeschlagenen Versuch permanent an. Laut Berichten aus Praxistests wächst dieser Bonus im späten Spielverlauf so stark an, dass Spieler nach dem Besiegen eines einzigen Gegners sofort mehrere Stufen aufsteigen und lästige Standardebenen überspringen können. Im zentralen Hub, dem Einkaufszentrum, lassen sich über Ladenbesitzer wie die Zombiebikerin Bessie oder den exzentrischen Cyborg Dr. Frank Steiner neue Fertigkeiten und Körpermodifikationen erwerben.
Zwischen technischer Leistung und frustrierenden Bosskämpfen
In puncto Performance zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Auf dem PC läuft das Spiel dank DLSS-Unterstützung auf starken Systemen flüssig mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde ohne nennenswerte Ruckler. Auf Konsolen wie der PlayStation 5 Pro kämpfen Spieler jedoch gelegentlich mit einer unpräzisen Zielerfassung bei fliegenden Gegnern und teils unfair agierenden Bossen wie dem Dämon Afreet.
Mit einer Gesamtspielzeit von rund 20 bis 30 Stunden bis zum Erreichen des Finales verlangt der Titel Ausdauer von den Spielern. Die Fachpresse bewertet das Ergebnis unterschiedlich: Während Fans des exzentrischen Humors und der bunten Ästhetik voll auf ihre Kosten kommen, raten andere Tester aufgrund des repetitiven Aufbaus und der hakeligen Action zur Vorsicht.
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