Ein neu entwickeltes Punktesystem für Hirnaktivitätsmuster kann Anzeichen für Alzheimer Jahre vor dem Auftreten von Gedächtnisverlust oder den typischen Ablagerungen im Gehirn identifizieren.
Herausforderungen und Finanzierung
Die Studie erhielt finanzielle Unterstützung durch die National Institutes of Health (unter den Förderkennzeichen R21AG080425, R01MH129694 und R01AG081768), ein gemeinsames Programm der Rosenkranz Foundation und der Knight Initiative, einen Zuschuss der Alzheimer’s Association sowie einen CORE-Zuschuss der Lehigh University.
Biologische Alterung von Organen und Proteine
Eine in Nature Medicine erschienene Untersuchung an knapp 45.000 Teilnehmern der UK Biobank im Alter zwischen 40 und 70 Jahren zeigt, dass Proteinprofile im Blut Aufschluss über das biologische Alter spezifischer Organsysteme geben. Zeigte die Analyse ein extrem gealtertes Gehirn, war dies mit einem über dreifach erhöhten Risiko für Alzheimer sowie einer um 182 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit für einen Tod jeglicher Ursache über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren verbunden.
Ergänzende Erkenntnisse lieferte eine weitere Arbeit unter Beteiligung des Albert Einstein College of Medicine, die im Fachjournal Geromedicine erschien. Ein Forschungsteam untersuchte dabei 4.265 Plasmaproteine bei 1.025 älteren Erwachsenen aus der LonGenity-Studie, die im Schnitt über 8,05 Jahre begleitet wurden. Im Gegensatz dazu standen erhöhte Werte von MIC-1/GDF15, HE4 und IGFBP-2 mit einem höheren biologischen Alter und gesteigertem Sterberisiko in Verbindung. Hohe Spiegel von MIC-1/GDF15 korrelierten zudem mit einem gealterten Zustand des Gesamtorganismus.
„Wenn wir einen solchen Frühindikator präzise identifizieren können, bin ich optimistisch, dass wir diesen Prozess durch fortschrittliche Interventionstechnologien umkehren oder verhindern können.“
Forscher der Stanford Medicine-Studie
Vor einem möglichen Einsatz dieser Messmethoden im klinischen Alltag müssen Messgenauigkeit und praktischer Nutzen in weiteren Untersuchungen überprüft werden. Interessierte sollten sich bei Fragen zu ihrer Gesundheit und der Einordnung von Laborwerten an qualifizierte medizinische Fachkräfte wenden.
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