Manchester United belegen nach neun Saisonspielen den 17. Platz in der Premier League. Nach einer neunteiligen sieglosen Serie in allen Wettbewerben wächst die Sorge vor einem echten Abstiegskampf an der Old Trafford, auch wenn Trainer Michael Carrick die Lage pragmatisch angeht.
Sportliche Krise nach neun Spielen
Nach neun Partien in dieser Saison rangiert das Team auf Platz 17, maßgeblich begünstigt durch Schützenhilfe der Konkurrenz am Samstag. Seit dem knappen Sieg gegen Ipswich im August wartet die Mannschaft auf den nächsten Dreier in der Liga. Wer an den letzten Abstieg von Manchester United im November 1986 unter Sir Alex Ferguson zurückdenkt, braucht Erinnerungen an eine andere Ära. Doch die aktuelle Tabellensituation lässt Fans aufhorchen.
Insgesamt verzeichnet der Verein eine Serie von neun sieglosen Pflichtspielen in Folge. Eine derart lange Durststrecke gab es zuletzt im September 1984, als die Mannschaft zehn Partien ohne Erfolg blieb, wie die Auswertung des Sportportals zeigt. Im Vorjahr schloss das Team unter Ruben Amorim die Saison zwar auf Rang 16 ab, hielt damals jedoch einen komfortablen Abstand von 14 Punkten zur Abstiegszone.
Michael Carrick fordert mentale Wende
Angesprochen auf die mentale Verfassung seiner Spieler angesichts der sportlichen Talfahrt, forderte er einen klaren Umschwung im Kopf, nachdem er sich nach der 0:2-Niederlage gegen Chelsea gefasst gab.
Um diesen Schritt zu vollziehen, müsse die Mannschaft schlicht wieder anfangen zu gewinnen, betonte die britische Rundfunkanstalt BBC in ihrer Analyse. Als Spieler stieg Carrick einst mit West Ham United im Jahr 2003 trotz prominenter Namen wie David James oder Joe Cole aus der Premier League ab, was die Dimensionen des aktuellen Drucks verdeutlicht.
Harte Aufgaben und finanzielle Dimensionen
Als Nächstes wartet am 8. November Aston Villa im Old Trafford. Im Anschluss daran führen Auswärtsfahrten das Team zu Top-Clubs wie Liverpool, Newcastle und Arsenal.
Der Verein verzeichnet Schulden in Höhe von 1,15 Milliarden Pfund aus Krediten, neu verhandelten Anleihen und ausstehenden Transferzahlungen, während die prognostizierten Einnahmen für die laufende Spielzeit die Marke von £700m überschreiten sollen. Zum Vergleich: Berechnungen von Finanzexperten zufolge belief sich der absolute Umsatzverlust bei Tottenham im Falle eines Abstiegs auf £197m bis £235m. Sollte der unwahrscheinliche Fall eines Abstiegs eintreten, stünden die Finanzen des Clubs vor enormen Belastungsproben.
Personelle Sorgen und Zukunftsfragen
Lisandro Martínez fehlt im kommenden Duisch gegen Aston Villa gesperrt, nachdem er gegen Chelsea mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Die Aktion wurde vom ehemaligen Unparteiischen Darren Cann als unerklärlich kritisiert. Die Zukunft des argentinischen Verteidigers über den Sommer hinaus ist wegen seines auslaufenden Vertrags und einer durch Verletzungen geprägten Krankenakte ohnehin offen.
Ob Trainer Carrick über die kommenden Partien hinaus im Amt bleibt, ist offiziell noch nicht bestätigt. Neben dem sportlichen Abwärtstrend treibt die Anhängerschaft auch die Stadionfrage um: Bei der Niederlage gegen Chelsea protestierten Fans erneut gegen die Pläne für ein neues Stadion, deren Einreichung für Ende 2027 oder Anfang 2028 anvisiert ist. Im Vorjahr schloss das Team unter Ruben Amorim die Saison auf Rang 16 ab.
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