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Unterhaltung

Silent Hill Townfall: Ein neuer Perspektivwechsel

Konamis psychologisches Horrorspiel Silent Hill: Townfall ist für PlayStation 5 und PC erschienen. Das vom schottischen Studio Screen Burn entwickelte Abenteuer versetzt Spieler in eine verlassene Fischerdorf-Kulisse in Schottland und setzt auf eine intensive First-Person-Perspektive sowie spärliche Überlebensmechaniken.

Die traditionsreiche Horror-Reihe wagt mit ihrem neuesten Ableger einen bemerkenswerten Perspektivwechsel. Zum ersten Mal in der Geschichte des Franchise wird das Geschehen komplett aus der Ego-Perspektive erzählt. Im Mittelpunkt steht eine Geschichte von Schuld, Strafe und Sühne, angesiedelt in einer ungewohnten Umgebung weit entfernt von den nebligen Straßen der namensgebenden US-Kleinstadt.

St. Amelia und die schottische Küste als neuer Schauplatz

Die Handlung führt den American Simon Ordell, gesprochen von Jovan Adepo, in das fiktive schottische Fischerdorf St. Amelia. Simon erwacht dort im September 1996 am Ufer, ohne Erinnerung daran, wie er dorthin gelangt ist. Ein intravenöser Schlauch hängt an seinem linken Arm, während verlassene Gassen, schottische Sandsteinhäuser und protestierende Plakate auf eine unheilvolle Unternehmensverstrickung hindeuten.

Die Kulisse orientiert sich stark an realen Küstenorten der Region East Neuk of Fife. Das Postamt und alte Schauplätze im Spiel fangen das triste, raue Flair schottischer Dörfer aus den 1990er-Jahren ein.

Handgepäck der Angst und knappe Ressourcen

Im Überlebenskampf gegen gestaltlose, fleischige Kreaturen stehen Simon nur sehr begrenzte Werkzeuge zur Verfügung. Statt eines klassischen Radios dient ein tragbarer CRTV-Miniaturfernseher als wichtigstes Hilfsmittel. Das Gerät empfängt Funksignale, zeigt die Silhouetten naher Gegner als rot schimmernde Konturen auf dem Bildschirm an und liefert kryptische Audiobotschaften von einer Krankenschwester namens Zoe Ellis.

Silent Hill Townfall: Ein neuer Perspektivwechsel
Foto: pcgames.de

Die Ressourcen sind extrem knapp bemessen. Die Ego-Perspektive verstärkt diese Hilflosigkeit drastisch, da der Blickfeldradius stark eingeschränkt ist.

Kritiken, Spieler-Reaktionen und Plattformen

Das Spiel schlägt bei Kritikern und Spielern unterschiedliche Töne an. Während Tester die dichte Atmosphäre, das erzählerische Fundament und die audiovisuelle Inszenierung loben, zeigen sich Steam-Spieler zurückhaltender.

Plattform / AggregatorWertung
Metacritic (Metascore)81 / 100
OpenCritic82 %
Steam User-Reviews70 % positiv

Auf Steam spalten vor allem der hohe Anteil an Schleich-Passagen (Stealth-Gameplay) sowie technische Mängel die Community. Kritiker feiern das Werk hingegen als mutigen Schritt für das Franchise. Internationale Medienberichte heben hervor, dass die Neuausrichtung die Grenzen des psychologischen Horrors erfolgreich erweitert.

Etablierte Sprecher und kreative Köpfe

Terry O’Quinn übernimmt die Rolle des Richard, des Vorstandschefs eines Energiekonzerns, während Kezia Burrows die mysteriöse Zoe Ellis spricht.

Silent Hill Townfall Screenshot: Nahaufnahme von Simon mit Brille und Kappe, der aufblickt
Foto: eurogamer.de

Silent Hill: Townfall is a breathtaking spin-off of the series that takes place in a new environment and tells its own story, expanding the idea of what a Silent Hill experience can look like.

Das Spiel ist für PlayStation 5 sowie über Steam und den Epic Games Store für PC zu einem Preis von rund 50 Euro erhältlich.

Silent Hill: Townfall | The Haunting Beauty of an Abandoned Scottish Town
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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