Naturkundler Nigel Phillips hat in den Steart Marshes in Somerset erstmals eine zebragestreifte Meerastern-Blineneisbienenart im Westen Englands entdeckt.
Entdeckung in den Steart Marshes in Somerset
Üblicherweise ist die seltene Meerastern-Blineneisbienenart an den Küsten im Süden und Osten Englands beheimatet. Nigel Phillips stieß auf die Tiere.
Er sprach sofort von einer großen Überraschung. Vor Ort zeigte sich eine florierende Population mit mehreren Nistbereichen.
Nigel Phillips erklärte zu seiner Beobachtung auf der Steart-Halbinsel, dass es viele von ihnen und mehrere koloniale Nistbereiche im trockenen, sandigen Boden gab. Ursprünglich ging er davon aus, dass diese Tiere lediglich in Salzmarschgebieten rund um die Themsemündung vorkommen.
Artenvielfalt wächst durch Salzmarsch-Wiederherstellung
Hinter der unerwarteten Ansiedlung stecken gezielte Salzmarsch-Wiederherstellungsarbeiten des Wildfowl and Wetlands Trust. Auf dem Gebiet wachsen zahlreiche Küsten-Wildpflanzen, darunter reichlich Meerastern, die als essenzielle Nahrungsquelle für die Insekten dienen.

Von den insgesamt 290 wirbellosen Arten, die in diesen britischen Habitaten vorkommen, sind 148 exklusiv an Salzmarschen gebunden. Das Reservat bietet hunderten von Tieren sowie vielen Pflanzen ein Zuhause, die in keinem anderen Lebensraum vorkommen.
Man verbindet Salzwiesen normalerweise mit riesigen Schwärmen von Watvögeln, Gänsen und Enten, aber es gibt hier so viel Leben, das unbemerkt bleibt.
Bay Alys Laver, Standortleiterin
Standortmanagerin Bay Alys Laver äußerte sich überaus erfreut darüber, dass die ersten Exemplare das Schutzgebiet ausfindig gemacht haben. Die gelungene Ansiedlung der neuen Bienenart belegt laut der Verwaltung die gelungene Pflege des Reservats in Zusammenarbeit mit lokalen Weidetierhaltern.
Auch interessant