Russische Gleitbomben und Angriffe haben am 10. Oktober 2026 in der ukrainischen Großstadt Saporischschja mindestens 15 Menschen getötet, darunter drei Kinder. Gleichzeitig führten neue Attacken auf die Energieinfrastruktur zu großflächigen Stromausfällen in der Hauptstadt Kiew, während international heftige diplomatische Auseinandersetzungen über Sanktionen und einen umstrittenen US-Dieseldeal toben.
Tödliche Gleitbomben treffen das Zentrum von Saporischschja
Die Angriffe auf Saporischschja am Samstagmorgen zerstörten mehrere Wohngebäude im Südosten der Regionalmetropole fast vollständig. Nach Angaben regionaler Behörden und des ukrainischen Präsidenten starben mindestens 15 Menschen in den Trümmern, darunter drei Kinder.

Mindestens 16 weitere Personen erlitten Verletzungen, während Rettungskräfte nach Vermissten suchten.
„Das Erdgeschoss wurde getroffen, und die darüber liegenden Stockwerke sind einfach eingestürzt“,
Regina Kharchenko, kommissarische Bürgermeisterin
Die amtierende Bürgermeisterin Regina Kharchenko erklärte vor Ort, dass mehr als 80 Arbeitskräfte im Dauereinsatz seien, um Überlebende unter den Trümmern zu orten. Die Stadt, die knapp 700.000 Einwohner zählt, liegt weniger als zehn Meilen von der Front entfernt und gerät regelmäßig unter Beschuss durch russische Drohnen und Raketen. Die jüngste Welle an Luftangriffen folgt auf eine Reihe schwerer ziviler Verluste in den Vorräumen der Region, darunter Angriffe in Kramatorsk und Pryluky, die in den Tagen zuvor Dutzende Todesopfer forderten.
https://x.com/ZelenskyyUa/status/2108851320908095770
Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass nach den heftigen Bombardements in Saporischschja insgesamt 13 weitere Regionen des Landes über Nacht von russischen Schlägen getroffen wurden. Ivan Fedorov, Co-Vorsitzender des Verteidigungsrates der Region Saporischschja, bestätigte zudem die aktualisierten Opferzahlen und erklärte, dass neben den Getöteten auch 12 Personen vermisst werden.
Kritik an US-Dieseldeal und internationale Reaktionen auf Sanktionen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte das Abkommen scharf und bezeichnete den Schritt als ein Geschenk an den Kreml. Selenskyj warnte, dass Russland jede Lockerung des Drucks als Signal interpretiert, den Krieg fortzusetzen. In einer Stellungnahme auf X betonte er, Moskau müsse seine Verluste spüren, um zum Einlenken bewegt zu werden.

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