Bei den Tony Awards 2026 am 7. Juni im New Yorker Radio City Music Hall sicherte sich das Musical „The Lost Boys“ die wichtigste Auszeichnung des Abends. Während die Produktion den Preis für das beste Musical gewann, dominierte die Neuinszenierung von „Ragtime“ die Kategorien für die besten schauspielerischen Leistungen und das beste Musical-Revival.
Der Sieg von „The Lost Boys“ und die Dominanz von „Ragtime“
Die Verleihung der Tony Awards 2026 war geprägt von einem intensiven Wettbewerb zwischen den am stärksten nominierten Produktionen des Jahres. Laut usatoday.com gingen sowohl „The Lost Boys“ als auch „Schmigadoon!“ mit jeweils 12 Nominierungen als Favoriten in den Abend. Letztlich konnte „The Lost Boys“ den prestigeträchtigen Preis für das beste Musical für sich entscheiden.
Während die Vampire den großen Sieg im Bereich der neuen Musicals davontrugen, erwies sich die Neuinszenierung von „Ragtime“ als das eigentliche Kraftzentrum der Nacht in den Revival-Kategorien. Die Produktion sicherte sich den Preis für das beste Musical-Revival und zeigte eine beeindruckende Präsenz in den schauspielerischen Fachkategorien.
Auch im Bereich der Regie setzten die Produktionen starke Akzente. Zhailon Levingston und Bill Rauch gewannen den Preis für die beste Regie eines Musicals für ihre Arbeit an „Cats: The Jellicle Ball“. In der Kategorie für die beste Regie eines Theaterstücks wurde Joe Mantello für die Inszenierung von „Death of a Salesman“ ausgezeichnet.
Schauspiel-Preise: Ein Duell der Giganten
"RAGTIME" | RAGTIME cast performs at The 79th Annual Tony Awards®
Die schauspielerischen Leistungen standen im Mittelpunkt einer Nacht voller emotionaler Höhepunkte. Bei den männlichen Darstellern in Musicals sicherte sich Joshua Henry für „Ragtime“ die begehrte Auszeichnung, nachdem er sich gegen hochkarätige Konkurrenten wie Sam Tutty und Brandon Uranowitz durchgesetzt hatte.
Bei den weiblichen Hauptrollen in Musicals zeigt sich jedoch eine Unstimmigkeit in der Berichterstattung der verschiedenen Medienhäuser. Während usatoday.com Sara Chase für „Schmigadoon!“ als Gewinnerin führt, meldet Vanity Fair Caissie Levy für „Ragtime“ als Siegerin.
Im Bereich des klassischen Theaterstücks waren die Siege der etablierten Größen kaum überraschend. John Lithgow triumphierte für seine Rolle in „Giant“ als bester Hauptdarsteller in einem Theaterstück, während Lesley Manville für ihre Leistung in „Oedipus“ den Preis für die beste Hauptdarstellerin erhielt.
Die Liste der Nebendarsteller war ebenfalls hochkarätig besetzt:
Bestes Nebendarsteller-Musical (männlich): Ali Louis Bourzgui („The Lost Boys“)
Bestes Nebendarsteller-Musical (weiblich): Shoshana Bean („The Lost Boys“)
Bestes Nebendarsteller-Theaterstück (weiblich): Laurie Metcalf („Death of a Salesman“)
Pink und die Inszenierung der Nacht im Radio City Music Hall
Photo: vanityfair.com
Die Atmosphäre im Radio City Music Hall war elektrisierend, nicht zuletzt durch die Wahl der Gastgeberin. Popstar Pink übernahm zum ersten Mal die Moderation der Zeremonie und verlieh der prestigeträchtigen Veranstaltung eine moderne, energiegeladene Note.
Wie CBS News berichtet, wurde die Show live auf CBS und via Paramount+ übertragen. Neben der Moderation durch Pink bot die Produktion eine Reihe von hochkarätigen Darbietungen, darunter eine besondere Performance zur Feier des 30. Jubiläums von „Chicago“.
Die Präsenz bekannter Gesichter unter den Laudatoren, darunter Adrien Brody und Ariana DeBose, unterstrich die Bedeutung der Nacht für die gesamte Branche. Mit dem Gewinn von „Liberation“ als bestem Theaterstück und der Dominanz der Revivals hat die Saison 2026 die Vielfalt und die Tiefe des zeitgenössischen Broadway unter Beweis gestellt.
Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.
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