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Welt

Putin meets Xi: Why Russia and China need each other

Russlands Präsident Wladimir Putin ist am Dienstag, den 19. Mai 2026, zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Peking eingetroffen, um sich mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zu treffen. Der Besuch erfolgt kurz nach einer Reise des US-Präsidenten Donald Trump nach China und markiert den 25. Jahrestag des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit.

Die Ankunft Putins in der chinesischen Hauptstadt erfolgt in einer Phase intensiver diplomatischer Bewegung. Nur wenige Tage zuvor, am 15. Mai 2026, beendete US-Präsident Donald Trump seinen Besuch in Peking, der von prunkvollen Banketten mit Goldbesteck und einem Besuch in einem antiken Tempel geprägt war. Im Gegensatz dazu wird die aktuelle Reise des russischen Präsidenten als deutlich zurückhaltender beschrieben, wobei im Vorfeld nur wenige Informationen veröffentlicht wurden.

Das Timing nach dem Trump-Besuch

Die zeitliche Abfolge der Besuche in Peking unterstreicht die strategische Position Chinas als diplomatischer Knotenpunkt. Während Trump und Xi Jinping in den Gärten von Zhongnanhai zusammenkamen, beobachtet der Kreml die Ergebnisse dieses Gipfels genau. Ein Sprecher des Kremls bestätigte, dass man hofft, aus erster Hand Informationen über das Treffen zwischen Trump und Xi zu erhalten.

Interessanterweise scheint Xi Jinping die Verbindung zu Putin aktiv in seine Gespräche mit dem US-Präsidenten einzubauen. Berichten zufolge erwähnte Xi gegenüber Trump seinen Freund Putin und scherzte darüber, dass Putin bereits zuvor das politische Zentrum von Peking besucht habe.

Die strategische Allianz und der 25. Jahrestag

Der aktuelle Besuch fällt mit einem bedeutenden diplomatischen Meilenstein zusammen: dem 25. Jahrestag des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und China. Diese formale Grundlage dient als Basis für eine Beziehung, die beide Seiten als existenziell betrachten.

Russland-China-Beziehungen haben eine wirklich beispiellose Ebene erreicht.

Wladimir Putin, Präsident Russlands

Die Bindung zwischen Putin und Xi geht über rein institutionelle Verträge hinaus. Die beiden Staatschefs, die zusammen bereits 39 Jahre an der Macht sind, bezeichnen sich gegenseitig als beste Freunde. Ein seltener Einblick in diese hochgeheime Beziehung wurde im vergangenen September in einem Moment gewährt, als Mikrofone ein privates Gespräch über die Verlängerung des menschlichen Lebens auffingen.

Menschliche Organe können kontinuierlich transplantiert werden. Je länger man lebt, desto jünger wird man, und man kann sogar Unsterblichkeit erreichen.

Dolmetscher von Wladimir Putin

Auf diese Ausführung antwortete der Dolmetscher von Xi Jinping, dass einige Vorhersagen besagen, Menschen in diesem Jahrhundert bis zu 150 Jahre alt werden könnten.

Ukraine-Konflikt und geopolitische Neuausrichtung

Ein zentraler Punkt der aktuellen russischen Agenda ist die Entwicklung des Krieges in der Ukraine. Am 9. Mai 2026, während einer Militärparade auf dem Roten Platz zur Erinnerung an den Sieg über Nazi-Deutschland, äußerte Putin die Ansicht, dass der Konflikt in der Ukraine seinem Ende nahe gehe.

Putin in China LIVE | Russian President Returns to Meet 'friend' Xi Jinping After Trump Visit

Für Peking bietet ein Ende der Kampfhandlungen die Möglichkeit, eine stabilere Region zu fördern, während Russland weiterhin auf die Unterstützung Chinas angewiesen ist, um den westlichen Sanktionen entgegenzuwirken. Der Kreml betonte im Vorfeld des Peking-Besuchs, dass man die Partnerschaft weiter stärken wolle, um die gemeinsame strategische Ausrichtung zu festigen.

Die Dynamik zwischen Moskau und Peking

Trotz der öffentlichen Inszenierung als gleichberechtigte Partner weisen Beobachter auf ein Machtungleichgewicht innerhalb der Beziehung hin. China agiert aus einer Position wirtschaftlicher Überlegenheit, während Russland zunehmend von chinesischen Märkten und Technologien abhängig wird. Dennoch erkennen beide Seiten, dass die Partnerschaft zu wichtig ist, um sie zu gefährden.

Die Beziehung stützt sich auf eine gemeinsame Ablehnung der westlichen Vorherrschaft und das Ziel, eine multipolare Weltordnung zu etablieren. Während Putin in Peking versucht, die Verbundenheit zu bekräftigen, sucht Xi Jinping gleichzeitig nach einem stabilen Verhältnis zu den Vereinigten Staaten unter der Trump-Administration.

Die kommenden Tage in Peking werden zeigen, inwieweit die russische Führung in der Lage ist, konkrete Zusagen von China zu erhalten, insbesondere in einer Phase, in der die globalen Machtverhältnisse durch die neuen Dynamiken zwischen Washington und Peking erneut neu verhandelt werden. Die Frage bleibt, ob die persönliche Freundschaft der beiden Staatschefs ausreicht, um die strukturellen Unterschiede und das wachsende Machtgefälle zwischen den beiden Nationen dauerhaft auszugleichen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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