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Welt

Papst Leo XIV. betet mit Kindern Rosenkranz für den Frieden

Mit rund 700 Kindern in den Vatikanischen Gärten hat Papst Leo XIV. die weltweite Gebetsaktion «Eine Million Kinder beten den Rosenkranz» für den Frieden in Kriegsgebieten eröffnet. Die von der päpstlichen Stiftung «Kirche in Not» getragene Initiative erstreckt sich erstmals über eine ganze Woche.

Zwischen 700 und 1.000 Kinder aus römischen Pfarren und Schulen versammelten sich in den Vatikanischen Gärten, um gemeinsam den lichtreichen Rosenkranz zu beten. Mit einer Abendandacht vor der Nachbildung der Lourdesgrotte hat Papst Leo XIV. am Donnerstag den Startschuss für die internationale Gebetsinitiative gegeben (berichtet von Vatican News).

Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Leitwort Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren, das aus den Botschaften der Marienerscheinungen von Fatima stammt (erklärt Aid to the Church in Need).

Vor dem gemeinsamen Gebet sang der Papst mit den anwesenden Jungen und Mädchen das Lied Jesus Christ, You Are My Life, begleitet von einer Blumengabe an der Grotte.

Papst Leo XIV. betet mit Kindern Rosenkranz für den Frieden
Foto: churchinneed.org

Ursprung und Geschichte des Rosenkranzes

Kurz vor der Veranstaltung in Rom hatte der Pontifex selbst die originale Mariengrotte in Lourdes besucht.

Das Rosenkranzgebet gehört zu den traditionsreichsten Formen der katholischen Marienfrömmigkeit. Ein weiterer wichtiger Höhepunkt in diesem Monat ist das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz am 7. Oktober. Dieses Fest geht auf den historischen Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 zurück, den Papst Pius V. einführte. Später im Jahr 1716 dehnte Papst Clemens XI. den Gedenktag nach einem Sieg über das Osmanische Heer bei Peterwardein auf die gesamte Kirche aus. Auch der 13. Oktober als Gedenktag der letzten Fatima-Erscheinungen von 1917 wird traditionsgemäß mit Andachten begangen.

Rosenkranzgebet für den Frieden mit Kindern unter der Leitung von Papst Leo XIV. – 01.10.2026

Ausweitung auf eine volle Woche

Die Initiative «Eine Million Kinder beten den Rosenkranz» hat eine lange Tradition, die im Jahr 2005 in Venezuela ihren Anfang nahm (laut Berichten von ZENIT). Die päpstliche Stiftung «Kirche in Not» fördert und begleitet die weltweite Bewegung seit mehr als zwanzig Jahren.

Für das Jahr 2006 beziehungsweise die aktuelle Ausgabe gibt es eine entscheidende Neuerung: Erstmals läuft die Kampagne vom 1. bis zum 7. Oktober über eine gesamte Woche. Der Abschluss der weltweiten Gebetswoche fällt auf den 7. Oktober.

Unterstützt wird das weltweite Projekt in diesem Jahr erstmals auch durch den Beitritt zum World Rosary Day, während an der Organisation zudem das Heiligtum von Fatima, das Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes sowie das Weltapostolat von Fatima beteiligt sind. ACN International stellt hierzu in mehreren Sprachen Gebetsmaterialien zur Verfügung und betreibt eine globale Plattform zur Registrierung der Teilnehmer.

Papst Leo XIV. betet mit Kindern Rosenkranz für den Frieden
Foto: Vatican News

„Heute Abend und in den kommenden Tagen sind wir im Gebet nicht allein. Rund um den Globus beten eine Million Kinder mit uns.“

Papst Leo XIV., via OSV News

Globale Beteiligung in Krisenregionen

Berichte von Organisatoren und Beteiligten zeigen Einsätze und geplante Treffen unter anderem in indigenen Gemeinschaften des bolivianischen Amazonasgebietes, in Pfarreien im Sudan, in Simbabwe, in Mosambik sowie in Sierra Leone. In Regionen wie dem Sudan, wo ein andauernder Krieg schweres Leid verursacht, und in Simbabwe (etwa in der Erzdiözese Bulawayo) bringen Pfarrer und Seelsorger die Kinder zusammen.

Neben den Kindern in Rom bereiten sich zahlreiche Gemeinschaften rund um den Globus auf ähnliche Andachten vor.

Papst Leo XIV. betet mit Kindern Rosenkranz für den Frieden
Foto: Kathpress

In seiner Einladung betonte Kardinal Kurt Koch, Präsident von ACN International und Prefekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christlichen Kirchen, dass das unbefleckte Herz Marias eine offene Haltung gegenüber dem Heiligen Geist symbolisiere und als Vorbild für Glaube, Liebe und Gebet diene. Dies erhalte angesichts von weltweiter Gewalt, Verfolgung, Armut und Unsicherheit eine besondere Bedeutung.

In seiner Ansprache vor den Kindern schlug der Papst die Brücke zwischen dem spirituellen Gebet und dem konkreten Verhalten im Alltag (so Kathpress).

Dazu wurden kurze Filme eingespielt, die das Schicksal von Gleichaltrigen in Konfliktgebieten beleuchteten (ergänzt Domradio). Leo XIV. betonte, dass das Rosenkranzgebet stets mit guten Taten und Liebe im täglichen Leben einhergehen müsse.

„Denn das Gebet muss immer von guten Taten begleitet sein, von Gesten der Liebe. So wächst der Frieden!“

Papst Leo XIV., via Vatican News

Die Initiative richtet sich dabei explizit an Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Priester, Ordensleute und Katecheten, wobei das Gebet keineswegs den vollständigen Rosenkranz umfassen muss, sondern auch durch ein einzelnes Gesätz unterstützt werden kann.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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