Am Montag, den 18. Mai 2026, stiegen die Ölpreise auf über 106 US-Dollar pro Barrel (WTI), nachdem US-Präsident Donald Trump die Iran-Friedensbemühungen als „auf der Intensivstation“ bezeichnete und die Schließung des Hormuz-Golfs für weitere 80 Tage verlängert wurde.
Ölpreise steigen auf über 106 Dollar – Ceasefire mit Iran „auf der Intensivstation“
Die Ölpreise haben am 18. Mai 2026 einen neuen Höhenflug hingelegt, getrieben von anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Unsicherheit über eine mögliche Einigung zwischen den USA und dem Iran. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA notierte der West Texas Intermediate (WTI) am Montagmorgen bei 106,05 US-Dollar pro Barrel, während der internationale Referenzpreis Brent laut aktuellen Marktberichten bei über 107 Dollar pro Barrel gehandelt wurde. Die Entwicklung folgt auf Trumps jüngste Warnung, dass der Waffenstillstand mit dem Iran „auf der Intensivstation“ liege und die Hoffnung auf eine baldige Deeskalation weiter schwindet.
Die Preisentwicklung spiegelt die Sorge der Märkte wider, dass die Schließung des Hormuz-Golfs – einer der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt – vorerst nicht behoben wird. Laut jüngsten Medienberichten hat der Iran die Blockade um weitere 80 Tage verlängert, was die Versorgungssicherheit weiter belastet und die Preise unter Druck hält. Analysten gehen davon aus, dass die Unsicherheit über eine mögliche Eskalation die Ölpreise weiter stützen wird.
Trump: Iran-Friedensbemühungen scheitern – „Garbage“ statt Kompromiss
US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Tagen mehrmals betont, dass die Verhandlungen mit dem Iran an einer Sackgasse angelangt sind. In einer Pressekonferenz am 11. Mai bezeichnete er die jüngsten Vorschläge Teherans zur Beendigung des Konflikts als „Müll“ und erklärte, der Waffenstillstand sei „unfassbar schwach“. Diese Äußerungen haben die Märkte verunsichert und die Ölpreise weiter nach oben getrieben.

„Der Waffenstillstand mit Iran ist auf der Intensivstation.
Donald Trump, US-Präsident
Trumps Aussage unterstreicht die anhaltende Blockade des Hormuz-Golfs, die seit März 2026 besteht. Die Schließung der Route hat bereits zu einer Verknappung der globalen Ölversorgung geführt und die Preise auf ein Niveau getrieben, das seit Jahren nicht mehr erreicht wurde. Experten warnen, dass eine weitere Verschärfung der Lage – etwa durch eine Eskalation der Kämpfe im Nahen Osten – die Ölpreise auf bis zu 200 Dollar pro Barrel treiben könnte.
Marktprognosen: Ölpreise bleiben volatil – Analysten erwarten weitere Schwankungen
Laut aktuellen Marktanalysen bleibt die Lage auf den Ölmärkten hochgradig unsicher. Die EIA und andere Energieexperten gehen davon aus, dass die Preise in den kommenden Wochen weiter zwischen 100 und 110 Dollar pro Barrel schwanken werden, abhängig von der Entwicklung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Eine mögliche Entspannung der Situation könnte zu einem leichten Rückgang der Preise führen, während eine weitere Eskalation die Märkte weiter belasten würde.
Besonders betroffen von der aktuellen Lage sind die europäischen und asiatischen Märkte, die einen Großteil ihres Öls über den Hormuz-Golf beziehen. Die Unsicherheit über die Versorgungssicherheit hat bereits zu einer erhöhten Nachfrage nach strategischen Reserven geführt, was die Preise zusätzlich stützt.
Was kommt als Nächstes? Drei mögliche Szenarien für die Ölpreise
Die Entwicklung der Ölpreise hängt maßgeblich von der weiteren politischen Lage ab.

- Deeskalation und Reöffnung des Hormuz-Golfs: Sollten die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran erfolgreich verlaufen und der Hormuz-Golf wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden, könnte dies zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise führen. Experten schätzen, dass die Preise in diesem Fall auf etwa 90 bis 100 Dollar pro Barrel fallen könnten.
- Fortsetzung der Blockade: Bleibt die Schließung des Hormuz-Golfs bestehen und es kommt zu keiner Einigung, könnten die Ölpreise weiter steigen und langfristig die 120-Dollar-Marke überschreiten. Dies würde die globale Wirtschaft zusätzlich belasten und zu weiteren Versorgungsengpässen führen.
- Eskalation des Konflikts: Sollte es zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran kommen, könnten die Ölpreise auf bis zu 200 Dollar pro Barrel steigen. Dies würde eine globale Wirtschaftskrise auslösen und die Inflation weiter anheizen.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die diplomatischen Bemühungen erfolgreich sind oder ob die Welt weiter mit hohen Ölpreisen und Versorgungsengpässen konfrontiert bleibt.
Fazit: Hohe Preise bleiben – Wirtschaft steht vor Herausforderungen
Die aktuellen Ölpreise von über 106 Dollar pro Barrel (WTI) und die anhaltende Unsicherheit über die politische Lage im Nahen Osten stellen die globale Wirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Besonders betroffen sind Länder mit hoher Energieimportabhängigkeit, die mit steigenden Kosten für Rohstoffe und Energie konfrontiert sind. Die Entwicklung der nächsten Wochen wird entscheidend sein, um zu klären, ob die Preise weiter steigen oder ob eine Entspannung der Lage zu einer Beruhigung der Märkte führt.
Eines ist jedoch klar: Die Ölpreise werden vorerst auf hohem Niveau bleiben, und die Unsicherheit über die geopolitische Lage wird die Märkte weiterhin prägen.