Ein Neugeborenes in Texas hat am Montag eine komplexe Herzoperation überstanden.
Das Drama um die Geburt und die medizinische Versorgung in Texas
Das neugeborene Kind, das in Gerichtsdokumenten und von den leiblichen Eltern als Rumi bezeichnet wird, kam am vergangenen Mittwoch in Texas zur Welt. Die Leihmutter, McKenna West, nannte das Kind dagegen Gabriel. Der Säugling leidet an einem seltenen angeborenen Herzfehler, dem sogenannten hypoplastischen Linksherzsyndrom (HLHS), bei dem das linke Organ unterentwickelt ist. Nach Angaben des Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention (CDC) kommen jedes Jahr schätzungsweise 925 Säuglinge mit dieser Fehlbildung zur Welt. Viele Betroffene benötigen lebenslange Pflege oder leiden unter dauerhaften Einschränkungen.
Am Montagmorgen unterzog sich der Junge einer komplexen palliativen Herzoperation, der sogenannten Norwood-Prozedur. Dabei handelt es sich um den ersten von drei Eingriffen, die Kinder mit diesem Syndrom in den ersten Lebensjahren benötigen, um die Pumpleistung des Herzens zu unterstützen.
Lee Budner, Anwalt der leiblichen Eltern, teilte via TMZ und New York Post mit, dass sich Rumi nun unter der fürsorglichen Pflege seiner Eltern sowie seines heldenhaften Teams aus Ärzten, Pflegekräften und medizinischem Personal erhole.
Juristischer Streit und politische Dimensionen vor dem Eingriff
Der medizinische Eingriff ging einem heftigen juristischen Konflikt voraus. Schwangerschaftswoche von dem Herzfehler erfahren und daraufhin eine Klausel im Leihmutterschaftsvertrag aktiviert, die den Abbruch der Schwangerschaft vorsah. Die Leihmutter McKenna West lehnte dies jedoch ab, reiste aus Alaska nach Texas und brachte das Kind dort zur Welt.

Der Fall zog rasch politische Aufmerksamkeit auf sich. Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton schaltete sich ein und erwirkte einen Antrag, wonach das texanische Gericht die Operation anordnen solle, da die Sorge bestand, die leiblichen Eltern könnten dem Kind lebensrettende Maßnahmen verweigern. Die Eltern wiesen diese Vorwürfe entschieden zurück. Ihr Anwalt bezeichnete das Vorgehen des Generalstaatsanwalts als political theater
und betonte, man habe ohnehin Vorkehrungen für eine Operation in Kalifornien getroffen.
Aktueller Zustand und Forderungen der Familie nach Privatsphäre
Mittlerweile haben die leiblichen Eltern durch eine einstweilige Verfügung die medizinische Entscheidungsgewalt erhalten und der Leihmutter untersagt, in medizinische Belange einzugreifen oder den Zugang zum Kind zu behindern. Laut den Anwälten der Familie war dies das letzte offizielle Gesundheitsupdate, das öffentlich geteilt werden soll.

Lee Budner, Anwalt der leiblichen Eltern, erklärte via TMZ, dies sei das letzte Gesundheitsupdate zu Rumi, das seine Familie teilen wolle. Sein Zustand bleibe kritisch und komplex, und seine Familie bitte bei der Betreuung ihres Sohnes auf seinem langen Weg der Genesung um Privatsphäre.
Die rechtlichen Auseinandersetzungen sind indessen nicht gänzlich beigelegt.
Lee Budner, Anwalt der leiblichen Eltern, teilte via TMZ und New York Post mit, dass Frau West indes weiterhin unbegründete Ansprüche auf das Sorgerecht für Rumi geltend mache und damit gegen mehrere Gerichtsbeschlüsse sowohl aus Alaska als auch aus Kalifornien verstoße. Man sehe der raschen Abweisung dieser Ansprüche entgegen, während sich Rumis Eltern vor allem auf dessen Gesundheit und Sicherheit konzentrierten.
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