Meta-Aktien stürzten am Donnerstag um knapp 7 Prozent ab, da der Social-Media-Konzern im dritten Quartal einen negativen freien Cashflow von 2,12 Milliarden US-Dollar auswies und seine Investitionsprognosen für das Gesamtjahr anhob. Anleger reagierten mit wachsender Sorge auf die massiven Ausgaben für künstliche Intelligenz.
Die Aktien von Meta Platforms gaben am Donnerstag deutlich nach und verbuchten ein Minus von fast 7 Prozent. Grund dafür sind ein negativer freier Cashflow im dritten Quartal sowie angehobene Investitionsvorgaben des Unternehmens für das laufende Gesamtjahr, wie CNBC berichtet.
Milliardenschwere KI-Ausgaben treiben Kreditkosten auf Rekordhoch
Die aggressiven Investitionspläne von Meta im Bereich der künstlichen Intelligenz belasten die Bilanz und lassen bei Anlegern die Sorgen wachsen. Die Spreads auf die fünfjährigen Credit Default Swaps des Unternehmens erreichten am Donnerstag Allzeithochs, was laut Marktbeobachtern steigende Kreditsorgen widerspiegelt.
Im Zuge dieser Entwicklung passte der Social-Media-Riese seine Prognosen nach oben an. Meta rechnet nun mit Kapitalaufwendungen für das Gesamtjahr in einer Spanne von 135 Milliarden bis 145 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag der untere Schwellenwert noch bei 130 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow rutschte im dritten Quartal auf minus 2,12 Milliarden US-Dollar ab.
Umsatzzahlen übertreffen die Erwartungen trotz Kapitalabfluss
Trotz der enormen Investitionskosten und des negativen Cashflows lief das operative Geschäft im dritten Quartal stark. Der Umsatz des Konzerns kletterte im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 64,60 Milliarden US-Dollar. Von CNBC befragte Analysten hatten im Vorfeld mit 63,37 Milliarden US-Dollar gerechnet. Der Gewinn je Aktie wurde mit 3,83 US-Dollar ausgewiesen, wobei unklar blieb, ob dieser Wert direkt mit den von der Wall Street erwarteten 5,75 US-Dollar vergleichbar ist.
Neue Aktienklasse und Steuerdebatte um Mark Zuckerberg
Zusätzlich zu den Quartalszahlen kündigte Meta am Mittwoch die Schaffung einer neuen Klasse von nicht stimmberechtigten Stammaktien der Klasse C an. Dieser Schritt soll die Gründerstruktur des Unternehmens sichern und Meta die nötige Flexibilität zur Finanzierung seines Wachstums geben.
Aus einer SEC-Filierung geht zudem hervor, dass CEO Mark Zuckerberg erwogen hatte, Kalifornien bei einem möglichen Inkrafttreten der sogenannten „California Wealth Taxzu verlassen. Demnach hätte ihm aufgrund seines Aktienbesitzes eine milliardenschwere Steuerzahlung drohen können. Das neue Aktienprogramm überzeugte Zuckerberg letztlich jedoch zum Verbleib im Bundesstaat.
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