Mercedes-AMG bringt mit dem vollelektrischen AMG GT SUV das erste eigenständig in Affalterbach entwickelte Sport-SUV auf den Markt, das in der Topversion AMG 63 eine Leistung von bis zu 1.153 PS bietet und ab Sommer 2027 in den USA erhältlich sein soll.
Premiere der AMG.EA-Architektur im AMG GT SUV
Mercedes-AMG bricht bei der Entwicklung seiner neuen elektrischen Performance-Modelle konventionell gewohnte Pfade auf. Erstmals in der fast 60-jährigen Geschichte der Marke aus Affalterbach entstand ein großes Sport-SUV komplett in Eigenregie und ohne Rückgriff auf bestehende Mercedes-Plattformen, wie Produktmanagerin Nadine Schütt betonte.
Nadine Schütt sagte: „Der AMG GT SUV ist ein wahrer Meilenstein für uns, weil es das erste SUV ist, das jemals in Affalterbach geboren wurde. Es ist das erste SUV, bei dem wir nicht mit einer bestehenden Mercedes-Plattform gearbeitet haben, sondern auf unserer ganz eigenen AMG.EA-Architektur.
Technisch teilt sich das neue Modell die Basis mit dem erst kürzlich präsentierten AMG GT 4-Door Coupe. In der Breite kommt das SUV auf 78,8 Zoll, während die Dachlinie mit 65,2 Zoll rund zehn Zoll höher ausfällt als beim flachen Viertürer.
Der in Stuttgart präsentierte Geländewagen bringt im Falle der stärksten Variante 5.941 Pfund auf die Waage. Damit liegt er leicht unter dem Gewicht von Konkurrenten wie dem Lotus Eletre R mit 6.007 Pfund und dem Lucid Gravity mit 6.100 Pfund.

Sein Gewicht ist nahezu identisch mit dem Porsche Cayenne Turbo Electric, der 5.960 Pfund wiegt.
Für den Antrieb sorgen drei Axialfluss-Motoren — einer an der Vorderachse und zwei an der Hinterachse —, während das Einstiegsmodell GT 53 mit zwei synchronen Motoren auskommt.
Um Energie zu sparen, kann sich der vordere Motor bei geringer Last automatisch abschalten und bei Bedarf sofort wieder zuschalten.
Die Motoren werden von einem 800-Volt-Batteriesystem gespeist, das mit einer speziellen Flüssigkeitskühlung versehen ist, um auch bei aggressiver Gangart eine konstante Leistung zu ermöglichen.
The 2028 Mercedes-AMG GT SUV is the first SUV developed in-house by AMG and the second vehicle to use the AMG.EA high-performance architecture. The top-spec GT63 has a 1153-hp three-motor powertrain and can hit 60 mph in a claimed 2.4 seconds; the lineup also includes the less… pic.twitter.com/s99C4ueOYz
Drei Antriebsvarianten bis zu 1.153 PS und 1.475 Pfund-Fuss Drehmoment
Kunden können zum Marktstart aus drei unterschiedlichen Leistungsstufen wählen. Das Basismodell GT 53 setzt auf zwei Motoren mit einer Gesamtleistung von 536 PS und 590 Pfund-Fuss Drehmoment bei einer dauerhaften Leistung von 362 PS. Darüber rangieren die Modelle GT 55 und GT 63, die jeweils drei Axialfluss-Motoren nutzen und eine dauerhafte Leistung von 711 PS bereitstellen.
| Modell | Motoren | Leistung | Drehmoment | Beschleunigung (0-60 mph) |
|---|---|---|---|---|
| AMG GT 53 | 2 Motoren | 536 PS | 590 lb-ft | 4.2 Sek. (0-62 mph) |
| AMG GT 55 | 3 Motoren | 805 PS | 1,372 lb-ft | 3.1 Sek. (0-62 mph) |
| AMG GT 63 | 3 Motoren | 1,153 PS | 1,475 lb-ft | 2.6 Sek. |
Die Topversion GT 63 stellt dem Fahrer kurzzeitig 1.153 PS zur Verfügung, während die Leistung beim GT 55 auf maximal 805 PS und ein Drehmoment von 1.372 Pfund-Fuss limitiert ist.
Das extreme Drehmoment von 1.475 Pfund-Fuss beim GT 63 ermöglicht es dem fast 6.000 Pfund schweren Elektro-SUV, in 2.6 Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde zu beschleunigen.
Neben den rasanten Fahrleistungen bietet der Innenraum modernste Technik mit einem 10,2-Zoll-Instrumenten-Display sowie einem 14-Zoll-Touchscreen, der leicht zum Fahrer hin geneigt ist. Optional lässt sich ein zusätzliches 14-Zoll-Display für den Beifahrer ordern.

Zudem integriert das Infotainment-System eine Reihe von KI-Agenten wie ChatGPT, Microsoft und Google, die zur Steuerung von Navigation, Internetsuchen oder Unterhaltung genutzt werden können.
Für akustische Untermalung sorgt auf Wunsch ein künstlicher Sound, der den V8-Klang der traditionellen Verbrennermodelle nachempfindet, um auch im Elektrozeitalter das gewohnte Markenerlebnis zu bieten.
Ladeleistungen bis zu 710 kW und neuartige Active Ride Control+ Aufhängung
Ein zentrales technisches Merkmal des neuen Elektro-SUV ist die 800-Volt-Architektur. Während das Einstiegsmodell GT 53 mit einer 106-kWh-Batterie und einer Ladeleistung von bis zu 600 kW arbeitet, erhalten die Modelle GT 55 und GT 63 einen größeren 128-kWh-Akku. An ultraschnellen Ladesäulen lässt sich die maximale DC-Ladeleistung auf bis zu 710 kW steigern.
Unter optimalen Bedingungen können Fahrer den Akkustand in nur 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen oder in zehn Minuten eine WLTP-Reichweite von bis zu 280 Meilen nachladen.

Um das enorme Gewicht auf der Straße und der Rennstrecke zu kontrollieren, setzt Mercedes-AMG auf eine neu entwickelte Luftfederung mit adaptiven Dämpfern.
Nadine Schütt erklärte: „Wir hatten bereits viele Autos mit Wankstabilisierung, aber in diesem Fall fügen wir auch eine Nickstabilisierung hinzu. Wir reduzieren die Bewegungen, sodass man kein Anheben an der Vorderachse hat. Man hat einfach eine sehr stabile Beschleunigung mit der Nickstabilisierung und kann mit der Wankstabilisierung Kurven mit einem sehr hohen Maß an Präzision durchfahren.
Markteinführung in Europa und Nordamerika
In Europa startet das Einstiegsmodell AMG GT 53 zu Preisen ab umgerechnet rund 127.000 US-Dollar beziehungsweise 113,050 Euro.
Die leistungsstärkeren Varianten folgen im Frühjahr 2027, während die Markteinführung in den Vereinigten Staaten für den Sommer 2027 angekündigt ist, wobei genaue US-Preise noch nicht feststehen.
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