Matthew Stafford brach am Sonntag beim 35:21-Sieg der Los Angeles Rams gegen die Las Vegas Raiders den franchiseinternen Rekord für Touchdown-Pässe, während ein starkes Laufspiel die Wende in der laufenden NFL-Saison brachte.
Im siebten Spiel der NFL-Saison 2026 am Sonntag setzten die Los Angeles Rams ihre Offense auf eine Weise in Gang, die den bisherigen Saisonverlauf vergessen ließ. Nach zwei Niederlagen in Folge, in denen das Laufspiel im Schnitt nur magere 84,5 Yards pro Partie erbracht hatte, zeigten die Rams gegen die Las Vegas Raiders ein völlig anderes Gesicht. Sean McVays Mannschaft lief nach Belieben, sammelte bereits im ersten Durchgang 103 Yards und kam am Ende auf einen Saisonbestwert von 199 Rushing Yards. Über 51 Prozent der gesamten Offensiv-Yardage von insgesamt 386 Yards erzielte das Team über den Boden, was der Offensiv-Durchbruch der Rams entscheidend voranbrachte.
Matthew Stafford schreibt Franchise-Geschichte gegen die Raiders
Im Zentrum des Sieges stand Quarterback Matthew Stafford. Der 38-jährige Spielmacher stellte einen neuen Rekord für die meisten Touchdown-Pässe in der Geschichte der Los Angeles Rams auf. Zunächst glich er die historische Bestmarke mit seinem zweiten Pass des Tages aus, einem Fünf-Yard-Anspiel auf Tight End Davis Allen. Nur einen Ballwechsel später übertraf er den bisherigen Rekord von Roman Gabriel, der bei 154 Touchdown-Pässen gelegen hatte, mit einem zwölfwöchigen 12-Yard-Zuspol auf Puka Nacua.
Stafford kommt damit auf 155 Karriere-Touchdowns im Trikot der Rams. Er ist zudem der einzige Spieler in der NFL-Historie, der bei mehreren Franchises die Bestenliste für Pass-Touchdowns anführt, nachdem er in seiner Laufbahn bereits 282 Scores für die Detroit Lions verbucht hatte.
Kyren Williams und Blake Corum dominieren im Laufspiel
Das Fundament für den Erfolg legten die Running Backs Kyren Williams und Blake Corum. Williams trug das Leder 16 Mal für 99 Yards und steuerte im zweiten Viertel einen Touchdown über 17 Yards bei, obwohl er im Spiel seinen zweiten Fumble der laufenden Spielzeit verlor, der jedoch folgenlos blieb. Direkt dahinter stand Blake Corum, der ebenfalls 17 Mal lief, 93 Yards Raumgewinn und einen eigenen Touchdown verbuchte.
Statistiken von Next Gen Stats untermauern die Dominanz: Die Rams verzeichneten eine Erfolgsquote von 60 Prozent im Laufspiel, was einen Saisonhöchstwert darstellt und den viertbesten Wert aller NFL-Teams in einer Partie der Saison 2026 markiert. Bei Läufen im sogenannten Man-Konzept gelangen dem Team 16 erfolgreiche Versuche – so viele wie bei keinem anderen NFL-Klub in einem Einzelspiel seit mindestens 2018.
Las Vegas Raiders scheitern an verpatzter erster Halbzeit
Auf Seiten der Gäste aus Las Vegas verlief der Nachmittag vor der Pause enttäuschend. Die Raiders ließen in den ersten zwei Vierteln 243 Yards und 28 Punkte zu, wodurch das Duell bereits zur Halbzeit beim Stand von 28:6 entschieden schien. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich das Team von Klint Kubiak zwar stabilisierter und hielt die Rams weitgehend vom Punktekonto fern. Die Offense verbuchte über zwei Touchdown-Pässe von Kirk Cousins auf Tre Tucker und Ashton Jeanty sowie ein Field Goal von Matt Gay zwar Zählbares, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen.
Die Raiders blieben im gesamten Spiel bei nur drei erfolgreichen Third-Down-Versuchen aus 14 Versuchen und verwandelten lediglich einen von fünf Red-Zone-Angriffen. Mit dieser Leistung kassierte Las Vegas die vierte Niederlage in Serie. CBS Sports ordnete den Spieltag im Rahmen der wöchentlichen NFL-Spieltagsbewertungen ein, in denen die Rams nach dem klaren Erfolg nun auf eine Bilanz von drei Siegen und vier Niederlagen blicken.