Zum Inhalt springen
Sport

Kimari Robinson entschuldigt sich für Attacke auf Betreuerin

Duke-Cornerback Kimari Robinson hat sich nach einer heftigen Kontroverse um eine Spielszene am Wochenende öffentlich entschuldigt. Während eines Spiels gegen die North Carolina Tar Heels schlug der Abwehrspieler die Hand einer Betreuerin weg, die nach einem schwer verletzten Teamkollegen sah.

Die Szenen vom 17. October 2026 im Wallace Wade Stadium sorgten im College Football für heftige Reaktionen. Im dritten Viertel der Partie zwischen den Duke Blue Devils und den visiting North Carolina Tar Heels blieb Safety DaShawn Stone nach einem Tackling gegen Running Back Jaylen McGill regungslos auf dem Rasen liegen. Während medizinische Betreuer und eine Trage auf das Feld eilten, stand Cornerback Kimari Robinson eng bei seinem verletzten Mitspieler.

Als eine weibliche medizinische Mitarbeiterin herbeieilte, um Robinson aus dem Weg zu schieben und den Weg für die Ersthelfer freizumachen, reagierte der Redshirt Junior mit einer aggressiven Abwehrbewegung. Robinson schlug den Arm der Betreuerin mit einer sichtbaren Handbewegung zur Seite, während diese sichtlich erschrocken wirkte.

Kimari Robinson entschuldigt sich für Attacke auf Betreuerin
Foto: Yahoo

Die Situation war ernst genug, dass Offizielle eine Trage auf das Feld brachten, während sich die Sideline von Duke leerte und die Mannschaftskollegen sich um DaShawn Stone versammelten. Glücklicherweise konnte der verletzte Safety schließlich auf eigenen Beinen das Spielfeld verlassen. Trainer Manny Diaz und Defensive Coordinator Jonathan Patke mussten ebenfalls das Feld betreten, während Robinson zunächst über dem auf dem Rücken liegenden Mitspieler stehen blieb, bevor er von den Betreuern und Verantwortlichen angesprochen wurde.

Öffentliche Entschuldigung und virale Empörung

Das Video der Szene verbreitete sich rasch im Internet und wurde millionenfach aufgerufen. In den sozialen Medien entbrannte eine scharfe Debatte über das Verhalten des Spielers, wobei zahlreiche Zuschauer und Experten ein hartes Vorgehen forderten. Der frühere NFL-Quarterback Robert Griffin III verurteilte den Vorfall auf der Plattform X deutlich: Als Mann darf das einfach nicht passieren. Es gibt keine Entschuldigung dafür.

Robert Griffin III erklärte: „Als Mann darf das einfach nicht passieren. Es gibt keine Entschuldigung dafür.

Auch andere Stimmen aus dem Sportbereich meldeten sich zu Wort. Ein High-School-Trainer machte in seiner Online-Kritik auf die Szene aufmerksam und fragte, wo die Grenze gezogen werden müsse, wenn Spieler die Anweisungen medizinischen Personals missachten. Kevin Kelley betonte in seiner Kritik an dem Programm, dass solche Szenen nicht passieren dürfen und der Spieler wissen müsse, wo er sich auf dem Feld zu befinden hat. Andere Betreuer betonten, dass Sanitäter auf dem Spielfeld absolute Priorität haben, um Verletzte sachgerecht zu versorgen, und als Ersthelfer lebensrettende Aufgaben wie das Stabilisieren von Wirbelsäulen und das Managen von Gehirnerschütterungen durchführen.

Kimari Robinson entschuldigt sich für Attacke auf Betreuerin
Foto: Yahoo Sports

Gleichzeitig gab es in den sozialen Netzwerken vereinzelt Stimmen, die auf die emotionale Ausnahmesituation verwiesen. Einige Kommentatoren argumentierten, Robinson sei in Sorge um einen Mannschaftskollegen gewesen, den er wie einen engen Verwandten betrachte. Ein Nutzer merkte an, dass die Emotionen in einem solchen Moment extrem hochkochen können, während andere Kritiker forderten, dass ein solches Fehlverhalten eine sofortige Entlassung von der Universität nach sich ziehen müsse.

Kimari Robinson bereut seine Reaktion im Spiel gegen North Carolina

Am Sonntagabend trat Robinson an die Öffentlichkeit, um sein Verhalten einzuräumen. Er erklärte, dass er sich bei der betroffenen Mitarbeiterin bereits direkt nach dem Abpfiff entschuldigt habe, hielt jedoch einen öffentlichen Schritt für geboten.

I should have controlled my emotions, and I didn’t.

Robinson fügte hinzu, dass er seine eigenen Emotionen hätte im Zaum halten müssen. Er entschuldigte sich bei der Mitarbeiterin, sich selbst und dem gesamten Programm.

T z mt usatoday ncaafootballnorthcarolinaatduke
Foto: USA Today

Parallelen zu früheren Vorfällen und sportliche Folgen

Sportlich endete das Wochenende für Duke ebenfalls enttäuschend. Die Blue Devils hatten zwar nach einem 17-0-Rückstand das Spiel zwischenzeitlich mit 20-17 gedreht, mussten sich am Ende jedoch durch einen späten Touchdown von Jaylen McGill mit 24:20 geschlagen geben. Eine späte Interception besiegelte die Niederlage der Blue Devils, womit die Victory Bell an die Tar Heels ging und Cheftrainer Bill Belichick seinen ersten Sieg in der Tobacco Road Rivalry feierte.

Durch die Niederlage rutschten die Blue Devils in der Bilanz auf 4-2 ab. Ob die Universitätsleitung von Duke disziplinarische Maßnahmen gegen den Redshirt Junior und regulären Starter auf der Cornerback-Position ergreifen wird, blieb zunächst offen, da bis Sonntagabend keine offizielle Mitteilung vorlag.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.