Kardinal Christoph Schönborn hat mit einer Bibel im Handgepäck am Flughafen Wien-Schwechat dreimalig nacheinander Alarm bei den Sicherheitskontrollen ausgelöst. Der 81-jährige emeritierte Wiener Erzbischof äußerte sich in seiner am Freitag, dem 16. Oktober 2026, erschienenen Kolumne in der Zeitung „Heute“ verwundert über die Verlässlichkeit der eingesetzten Künstlichen Intelligenz.”
Dass ausgerechnet eine Heilige Schrift als Störfaktor an den Kontrollgeräten eingestuft wird, sorgte bei dem Kirchenmann für Heiterkeit, aber auch für grundsätzliche Skepsis. Kontrollgeräte auf dem Flughafen Wien-Schwechat schlugen dreimal in kurzen Abständen Alarm, während sich das Buch im Rucksack befand.
Kardinal Christoph Schönborn hinterfragt die Verlässlichkeit von Künstlicher Intelligenz
Die wiederholten Vorfälle veranlassten den emeritierten Erzbischof dazu, die Technologie öffentlich zu hinterfragen. In seiner Wochenkolumne mit dem Titel „Antworten“ setzte er sich kritisch mit der wachsenden Durchdringung des Alltags durch digitale Systeme auseinander. Kathpress berichtete über die Schilderung, in der Schönborn die Frage aufwirft, wie blind sich die Gesellschaft auf automatisierte Prozesse verlässt. Der 81-Jährige stellte in diesem Zusammenhang die Frage, ob wir uns nicht allzu leichtgläubig auf solche Systeme verlassen und ob sie sich jemals wieder eindämmen lassen.”

Verlassen wir uns nicht allzu leichtgläubig auf die KI? Lässt sie sich jemals wieder eindämmen?
Kardinal Christoph Schönborn, emeritierter Wiener Erzbischof
Das Kontrollpersonal vor Ort lieferte auf Nachfrage eine knappe Begründung für die wiederholten Warnungen. Auf die Frage, wie die Signale zustande kämen, hieß es schlicht von den Mitarbeitern: Die KI meldet das!
Wie die Algorithmen im Detail funktionierten und warum ausgerechnet das Buch anschlug, ging aus den Schilderungen nicht näher hervor.
Flughafen-Mitarbeiter scherzen über die Bibel als vermeintlichen Sprengstoff
Trotz der Irritation nahm der Kardinal die Situation zunächst mit Humor, auch wenn ihm die Vorkommnisse unheimlich zumute machten.
Im Gespräch meinte ein Mitarbeiter humorvoll: Vielleicht sieht die KI in der Bibel gefährlichen Sprengstoff.
Kardinal Christoph Schönborn, emeritierter Wiener Erzbischof, zitiert von KNA, religion.orf.at und Domradio
Hinter dem humorvollen Schlagabtausch verbirgt sich für den Kardinal jedoch eine ernsthafte Dimension. Die Technologie werde mittlerweile überall verwendet, während gleichzeitig Stimmen laut werden, die Warnungen aussprechen, strengere Regeln fordern, die Umweltverträglichkeit bezweifeln
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Fragen an die Entwickler hinter modernen Technologien
Diese Eigenschaft führt für ihn zu einer direkten Frage an die Programmierer, Urheber und Entwickler hinter den neuen Technologien.
Eine technische Erklärung für die Fehlalarme am 16. Oktober 2026 steht weiterhin aus.