„Es ist klar, dass bei jeder Entscheidung ernsthaft nachgedacht wurde, sagte Mike Channell, Co-Editor des YouTube-Kanals Outside Xbox, in Bezug auf die neue Version des Klassikers. Nach jahrelangen Gerüchten hat Nintendo am Donnerstag die Neuauflage von The Legend of Zelda: Ocarina of Time veröffentlicht.
Anpassungen an moderne Standards und Grafikstil
Die Neuauflage orientiert sich eng an dem Original für das Nintendo 64, nutzt jedoch die technologische Entwicklung der letzten fast 30 Jahre. Laut Nintendo-Produzent Hidemaro Fujibayashi hat sich die Erwartungshaltung der Spieler an die Darstellung von Spielwelten gewandelt. Während früher die Fantasie der Nutzer Lücken füllen musste, werden diese heute durch die Grafik direkt auf dem Bildschirm vermittelt.
Dieser visuelle Fortschritt bringt jedoch auch stilistische Änderungen mit sich. Der Grafikstil der Neuauflage ist weniger auf Realismus und mehr auf eine cartoonartige Ästhetik ausgerichtet. Dies betrifft auch die Atmosphäre bestimmter Spielbereiche. Der Serienproduzent Eiji Aonuma, der bereits am Original arbeitete, erklärte gegenüber der BBC, dass die verbesserten Licht- und Grafikfunktionen unabsichtlich gruselige Elemente wie das Skulltula House verstärkten.
Verbesserungen im Gameplay und Spielkomfort
Die Steuerung wurde an die Standards des 21. Jahrhunderts angepasst, was unter anderem die Nutzung von zwei Analogsticks zur Bewegung und Kamerakontrolle umfasst.
- Mike Channell (Outside Xbox) sieht in der Detailtiefe ein Werk, das möglicherweise ebenso viel Aufwand erforderte wie ein komplett neues Zelda-Spiel.
- Ed King, bekannt als Zeltik auf YouTube, hob den Detailgrad und den Charme der Neuauflage hervor, insbesondere im Forest Temple.
- Der YouTuber StrawHatMidas beschrieb das Spiel als eine Art „Liebesbrief“ an die klassische Zelda-Formel, der das Original sowohl ehrt als auch erweitert.
Während die Neuauflage technisch modernisiert wurde, bleibt das Fundament des Spiels erhalten. Das 1998 erschienene Original gilt laut IGN als eines der bedeutendsten Spiele des Jahrzehnts und etablierte Grundlagen wie das Reiten zu Pferd oder das Zielerfassungssystem bei Kämpfen.
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