Ein markanter Wetterwechsel bringt heftige Regenfälle mit bis zu 200 Litern Regen pro Quadratmeter nach Norditalien, während in der Schweiz eine Kaltfront für Schneefall bis in tiefere Lagen sorgt. Die Behörden in Genua schlossen die Schulen, und in den Alpen sinkt die Schneefallgrenze am Mittwoch deutlich ab.
Wassermassen und geschlossene Schulen in Ligurien
Ein kräftiges Tiefdruckgebiet vom Atlantik zieht über Italien hinweg und sorgt besonders im Nordwesten für extreme Niederschläge. Meteorologen erwarten regional Regenmengen von über 100 Litern pro Quadratmeter, in steilen Spitzen sogar bis zu 200 Litern. Wegen akuter Erdrutsch- und Überschwemmungsgefahr gilt in Ligurien die zweithöchste Warnstufe Orange. Die Stadtverwaltung reagierte unmittelbar: In Genua blieben die Schulen geschlossen.
Auch das benachbarte Piemont sowie die Regionen Savona verzeichnen massive Niederschläge zwischen 100 und 150 Litern pro Quadratmeter. Zusätzliche Wetterwarnungen der Stufe Gelb erstrecken sich über die Toskana, die Emilia-Romagna, Latium, Umbrien und Sardinien. An den Küsten Liguriens und der Toskana peitschen kräftige Südwestwinde das Meer auf, wo laut dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage schwere, aufgewühlte Wellen und Sturmböen drohen.
Schneefallgrenze sinkt in der Schweiz bis auf 1600 Meter
Der Wetterumschwung macht auch vor der Schweiz nicht halt. Nach den trüben Nebellagen zu Wochenbeginn treibt ein heranziehender Kaltfronten-Durchzug am Mittwoch dichte Wolken, starken Wind und flächendeckenden Regen ins Land.
In der Nacht zum Donnerstag könnten sogar in Lagen um 1200 Meter vereinzelt Flocken zu beobachten sein. Die in tieferen Lagen erwarteten Niederschläge lassen jedoch nach, weshalb schneebedeckte Straßen im Flachland vorerst ausbleiben. Dennoch raten Fachleute Autofahrern, den Wechsel auf Winterreifen zu prüfen, sobald die Temperaturen dauerhaft unter sieben Grad fallen.
Rückkehr des Sonnenscheins und kommende Störungen
Der Temperatursturz zeigt sich deutlich im Flachland, wo die Höchstwerte von rund 12 Grad auf etwa 9 Grad zurückgehen. Auf 2000 Metern Höhe kühlt es von milden 5 Grad direkt auf den Gefrierpunkt ab, begleitet von kräftigen Winden im Hochgebirge. Das Sturmtief über Italien verlagert sich am Donnerstag weiter Richtung Balkan, wodurch sich das Wetter in der Schweiz beruhigt und verbreitet Sonnenschein zurückkehrt.
Die ruhige Phase währt allerdings kurz. Bereits am Freitag kündigt sich die nächste Störung an, die frischen Niederschlag und eine Schneefallgrenze um 1400 Meter im Gepäck hat. Das Wochenende präsentiert sich wechselhaft mit Höchstwerten zwischen 10 und 12 Grad, während die Schneefallgrenze bis zum Sonntag vorübergehend wieder über 2000 Meter steigt.
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