J.P. Morgan hebt das Kursziel für Gold auf 6,300 Dollar je Unze an. Nach einer Preisschwankung von Höchstständen zu Jahresbeginn bis auf unter 4,000 Dollar stabilisierte sich das Edelmetall zuletzt bei rund 4,160 Dollar, wodurch die US-Grossbank neue Kaufgelegenheiten für langfristige Investoren sieht.
Nach der jüngsten Achterbahnfahrt beim Goldpreis sorgt die US-Grossbank J.P. Morgan für Furore. Das Finanzinstitut hat seine Prognose für den Goldpreis von 6,000 auf 6,300 Dollar je Unze angehoben. Umgerechnet entspricht dies etwa 164’000 Franken pro Kilo, wie aus Berichten von Blick hervorgeht.
Kursverlauf und Preisstabilisierung bei Gold
Das Jahr 2026 begann mit einem deutlichen Rekordhoch, dem im ersten Halbjahr jedoch ein starker Kursrutsch folgte. Laut Blick fiel der Goldpreis von mehr als 133’000 Franken pro Kilo, was damals rund 5,600 Dollar je Unze entsprach, auf zeitweise unter 105’000 Franken beziehungsweise unter 4,000 Dollar je Unze ab.
Inzwischen hat sich die Marktlage beruhigt. Der Preis notiert stabil bei rund 110’000 Franken pro Kilo oder etwa 4,160 Dollar je Unze.
In einem Blogbeitrag stuft das Bankhaus dieses Niveau als potenziellen Einstiegspunkt für langfristige Investoren
ein.
Gründe für die optimistische J.P. Morgan Prognose
Mit ihrer ambitionierten Zielmarke gehört die Grossbank zu den grössten Optimisten im Markt. Als zentrale Treiber nennt das Institut die Erwartung, dass Zentralbanken weltweit ihre Goldkäufe künftig wieder aufstocken werden. Zudem soll das Edelmetall als Schutzschild gegen Inflation und hohe Staatsschulden an Bedeutung gewinnen.
Dennoch mahnt das Kreditinstitut zur Vorsicht. Besonders steigende Zinsen bergen demnach Risiken für den Goldmarkt, da das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft.
Wege zu physischem Gold, Fonds und Minenaktien
- Physisches Gold: Barren oder Münzen wie das traditionelle Schweizer Goldvreneli erfordern eine sichere Aufbewahrung. Bankschliessfächer verursachen laufende Kosten und Händler erheben beim Kauf teils prozentuale Preisaufschläge.
- Wertpapiere: Exchange Traded Commodities (ETCs) und Indexfonds bilden den Goldpreis nahezu eins zu eins ab. Sie sind zumeist günstiger im Handel und direkt mit dem Edelmetall hinterlegt.
- Minenaktien: Anteile an Förderunternehmen bieten die Chance auf überproportionale Kursgewinne bei steigenden Goldpreisen sowie zusätzliche Dividenden. Allerdings tragen Anleger hier operative Risiken wie Managementfehler, Streiks, politische Unsicherheiten oder höhere Produktionskosten.
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