Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat am 8, berichtet Swissinfo. November 2026 bei einer Gedenkfeier in Jerusalem erklärt, dass die militärische Mission seines Landes gegen den Iran noch nicht abgeschlossen ist.
Katz warf der Führung in Teheran vor, erneut zu versuchen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Zudem verfolge der Iran andere schwerwiegende Bestrebungen, die den Staat Israel in reale Gefahr bringen.
Was den Iran betrifft, ist die Mission noch immer nicht abgeschlossen
Israel Katz, Israels Verteidigungsminister
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte ihrerseits zuletzt, dass es bislang keine Anzeichen für einen Wiederaufbau der Atomanlagen gibt, die bei den Angriffen im Juni 2025 beschädigt wurden. Zugleich betonte IAEA-Chef Rafael Grossi, dass die Behörde den Zustand der Anlagen und den Verbleib der iranischen Uranbestände weiterhin nicht vollständig überprüfen könne. Der Iran bestreitet seinerseits den Bau von Atomwaffen und hebt hervor, dass sein Atomprogramm ausschliesslich friedlichen Zwecken diene.

In der Regierung von Premierminister Benjamin Netanyahu, der laut Berichten 77 Jahre alt ist, warnte Katz davor, dass Teheran seine Bemühungen für den Erwerb von Atomwaffen wieder aufnehme. Bei einer Veranstaltung vor Soldaten sagte der 71-jährige Minister laut dem Sender „Iran International“, man könne diese Bedrohungen nicht hinnehmen.
Israel sei entschlossen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, möglichen Angriffen zuvorzukommen und eine proaktive sowie offensive Politik zu verfolgen. Es sei die Pflicht, auf jedes Szenario vorbereitet zu sein und alles zu tun, um die Bürger Israels zu schützen.”
Die rechtsreligiöse Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte bei der Parlamentswahl in Israel am 27. Oktober ihre Mehrheit verloren. Die geschäftsführende Regierung bleibt bis zur Vereidigung einer neuen Koalition im Amt und behält dabei auch ihre sicherheitspolitischen Befugnisse. Die Opposition hatte Netanyahu zuvor vorgeworfen, aus Gründen des politischen Machterhalts eine neue Eskalation mit dem Iran provozieren zu wollen. Nach der Wahl stand zudem ein Regierungswechsel im Raum, wobei Israels Präsident Isaac Herzog den Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot mit der Regierungsbildung beauftragen wollte, was das Ende von Netanyahus langer Regierungszeit bedeuten könnte.
Israel und die USA hatten bereits am 28. Februar gemeinsam den Iran angegriffen, um eine existenzielle Bedrohung zu beseitigen, in deren Folge sich der Konflikt auch auf andere Staaten der Golfregion ausweitete.
Der Westen wirft dem Iran vor, Atomwaffen anzustreben, während Teheran auf sein Recht zur Urananreicherung zu zivilen Zwecken beharrt. Angesichts der anstehenden grossen Aufgaben rief Katz die israelischen Bürger zur nationalen Einheit auf, um die Sicherheit der Nation über interne Differenzen zu stellen.

Nach Angaben von Blick richtete der Verteidigungsminister zugleich eine deutliche Warnung an die im Libanon aktive Terrormiliz Hisbollah. Sollte sich die Miliz an einem iranischen Angriff beteiligen, werde sie einen schweren Schlag erleiden und weiteres Territorium verlieren. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hatte im Oktober 2023 eine Front gegen Israel eröffnet, um Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen zu demonstrieren.
Katz betonte zudem, dass sich israelische Truppen nicht aus den Sicherheitszonen im Gazastreifen, im Libanon und in Syrien zurückziehen werden, so die Berichterstattung von GMX.
Weiterlesen