Acht US-Marines sind Anfang des Monats in der Straße von Hormus bei einem iranischen Angriff auf ein Schiff verletzt worden. Die Trump-Administration gab den Vorfall laut offiziellen Angaben zunächst nicht öffentlich bekannt, während die Zahl verletzter US-Soldaten im Iran-Konflikt weiter steigt.
Acht US-Marinesoldaten haben bei einem iranischen Angriff im September leichte Verletzungen erlitten. Das auf dem Schiff anwesende Personal wurde am 14. September von einer Antischiffs-Marschflugkörper getroffen, wie US-Offizielle berichteten. Die betroffenen Marines gehörten zu einer Bataillonslandungseinheit und waren auf einem zivilen beziehungsweise nichtmilitärischen Handelsschiff im Einsatz. Die Trump-Administration hatte die Attacke im Vorfeld nicht öffentlich gemacht, obwohl Berichte über die steigenden Opferzahlen im laufenden Konflikt die Aufmerksamkeit auf die Transparenz des Verteidigungsministeriums lenken.
Die Details des Angriffs und der Zustand der Marines
Die Soldaten erlitten bei dem Einschlag keine lebensgefährlichen Verletzungen, klagten jedoch über Rauchgasvergiftungen sowie Symptome, die auf leichte Schädel-Hirn-Traumata hindeuten. Zu den registrierten Beschwerden zählten unter anderem Kopfschmerzen und typische Anzeichen von Gehirnerschütterungen. Nach Angaben der Beteiligten bestand die Gruppe aus sieben eingezogenen Marines und einem Offizier. Alle acht betroffenen Personen konnten ihren Dienst nach dem Vorfall rasch wieder aufnehmen, wie aus Berichten hervorgeht.

Das Schiff selbst gehörte nicht zur US-Marine, weshalb Offiziere den genauen Schiffstyp nicht näher spezifizierten. Private maritime Sicherheitskreise bestätigten jedoch, dass in jenem Seegebiet ein westlich betriebenes Schiff getroffen wurde.
Steigende Verwundetenzahlen im US-Verteidigungsministerium
Der Vorfall vom 14. September flwoss in die jüngste Aktualisierung der offiziellen US-Militärstatistiken ein. Bis zum darauffolgenden Mittwoch wuchs die Gesamtzahl der im Iran-Konflikt verletzten US-Soldaten im öffentlich einsehbaren System des Pentagon auf 861 Personen an, wie unter Berufung auf das Defense Casualty Analysis System (DCAS) verlautete. Viele dieser Verletzungen werden unter der Sammelbezeichnung „Overseas Operations“ geführt.”
Kritiker werfen dem Verteidigungsministerium vor, die wahren Auswirkungen des Konflikts herunterzuspielen. So wurden laut Medienberichten in den vergangenen Wochen sowohl zusätzliche Todesfälle als auch Dutzende weitere Verwundete erst mit zeitlicher Verzögerung in den Datenbanken ergänzt. Das US-Militär wies solche Vorwürfe entschieden zurück.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte: „Die Betreuung und das Wohlergehen unserer Soldaten haben höchste Priorität. Jede Behauptung, die Armee versuche, die Verletzungen eines Soldaten herunterzuspielen, entspricht schlicht nicht der Wahrheit.
Die strategische Lage in der Straße von Hormus
Die enge Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman bleibt ein zentraler Schauplatz militärischer Reibungen, seitdem die Auseinandersetzungen im Februar begonnen haben. Während US-Streitkräfte versuchen, den kommerziellen Schiffsverkehr aufrechtzuerhalten und Tanker durch die Region zu geleiten, verzeichnet die Region weiterhin Zwischenfälle. Neben direkten Angriffen auf Schiffe kam es in letzter Zeit auch vermehrt zu Zwischenfällen mit unbemannten US-Drohnen. So beanspruchten iranische Stellen zuletzt die Bergung oder Erfassung eines autonomen Unterwasser-Aufklärungsfahrzeugs vom Typ Remus 600 für sich, was die anhaltenden Spannungen in dem maritimen Nadelöhr verdeutlicht, wie die maritime Berichterstattung darlegt.