Iain Armitage spricht in einer kommenden Oral History von Jessica Radloff über den Druck, als Achtjähriger die Hauptrolle in der CBS-Sitcom Young Sheldon zu spielen. Die Co-Stars Annie Potts und Raegan Revord blicken auf den strengen Drehplan und die psychologische Last zurück, die das Tragen der erfolgreichen Prequel-Serie zu The Big Bang Theory mit sich brachte.
Die Arbeit an einer großen Fernsehserie im Kindesalter bringt oft komplexe Dynamiken mit sich. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Buches Young Sheldon: The (Juicier-Than-Meemaw’s-Brisket) Inside Story of the Hit Comedy von Jessica Radloff sprechen Darsteller offen über die Dreharbeiten zu dem erfolgreichen Spin-off von The Big Bang Theory, das im Mai 2024 nach sieben Staffeln endete.
Annie Potts und Iain Armitage über den Druck am Set
Als Hauptdarsteller der Serie trug Iain Armitage von Beginn an eine immense Last auf seinen jungen Schultern. Der Schauspieler, der bei Start der Dreharbeiten im Jahr 2017 gerade einmal acht Jahre alt war, äußerte sich in dem Buch dankbar, räumt jedoch die Härte der Jahre ein. Es war ein großes Unterfangen für einen Achtjährigen, beschreibt der heute 18-jährige Darsteller die Situation.
Iain Armitage erklärte: „Es war ein absolutes Privileg, bei dieser Sendung dabei zu sein und diese Rolle zu spielen, aber ja, es war ein großes Unterfangen für ein 8-jähriges Kind. Ich habe immer mein Bestes gegeben, und manchmal sind Kinder eben nicht perfekt. Ich war den Menschen dankbar, die das verstanden und Nachsicht mit mir geübt haben.
Anspielungen auf schwierige Momente am Set wurden von seiner Kollegin Annie Potts aufgegriffen, die in der Sitcom die Rolle der Grandma Connie übernahm. Potts erklärte, dass sich die gesamte Produktion um die Titelfigur drehte und der junge Darsteller psychologisch gesehen ein schweres Gewicht tragen musste. Wir arbeiteten alle für Iain und dienten seiner Geschichte, so Potts in dem Buch.

Annie Potts sagte: „Ja, manchmal war er schwierig. Aber ich habe mit Erwachsenen gearbeitet, die sehr viel schlimmer waren. Manchmal glaube ich, dass er müde war, und manchmal glaube ich, dass er die Leute angetrieben hat und die Leute ihm in den Hintern gekrochen sind! Es ist eine sehr herausfordernde Situation, 9 Jahre alt zu sein und von einem erwartet zu werden, dass man wie ein Erwachsener arbeitet, sich benimmt und denkt. Und das sage ich mit absoluter Liebe und größtem Respekt.
Sie merkte an, dass die Beteiligten oft müde oder launisch waren, wenn sie einfach nur herumlaufen und Energie verbrennen mussten.
Raegan Revord und die Dynamik unter den Kinderdarstellern
Nicht nur die erwachsenen Kollegen blickten auf die Arbeit zurück, auch Raegan Revord, die Armitages Serien-Schwester Missy spielte, sprach über die gemeinschaftlichen Erfahrungen vor den Kameras. Die heute 18-jährige Schauspielerin betonte, wie wertvoll es war, jemanden an der Seite zu haben, der genau nachvollziehen konnte, was es bedeutet, im Blitzlicht der Öffentlichkeit aufzuwachsen.
Dennoch blieben Reibereien bei einer Arbeitswoche von fünf Tagen mit jeweils zwölfstündigen Einsätzen nicht aus. Wie bei echten Geschwistern kam es auch am Set zu Meinungsverschiedenheiten. Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, gibt es Streitereien und aufeinanderprallende Meinungen, erläuterte Revord.

Erinnerungen von Wallace Shawn und Emily Osment
Weitere Einblicke in Armitages Entwicklung steuerte Wallace Shawn bei, der in der Serie den Dr. John Sturgis verkörperte. Er erinnerte sich an einen extrem energiegeladenen Jungen in den Anfangsjahren der Produktion, der im starken Gegensatz zu der eher zurückhaltenden und nüchternen Serienfigur stand. Im Laufe der Jahre habe sich Armitage jedoch zu einer äußerst wohlerzogenen und würdevollen Persönlichkeit gewandelt.
Auch Emily Osment, die ab Staffel fünf als Mandy McAllister zum Ensemble stieß, schilderte ihre eigene Perspektive als ehemalige Kinderdarstellerin bei Hannah Montana. Man hat keine Ahnung, wie hart es ist, Schule und Arbeit gleichzeitig unter einen Hut zu bringen, betonte Osment mit Blick auf den stressigen Alltag der jungen Kolleginnen und Kollegen zwischen Drehpausen und Schultisch.
Verwandte Artikel