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Technik und Wissenschaft

Hackerangriff auf PK Softech gefährdet Daten der Pensionskasse Publica

Trotz hoher Sicherheitsstandards drangen Angreifer mit Schadsoftware in einen Teil der IT-Infrastruktur ein: Ein Hackerangriff auf einen externen IT-Dienstleister der Pensionskasse Publica führte im Herbst 2026 zu einem Datenabfluss. Die Bundesverwaltung stuft den Vorfall als gravierend ein, da er die Sicherheit von Bundesangestellten im Ausland gefährden und weitreichende wirtschaftliche Risiken für die Versicherten nach sich ziehen könnte.

Ein schwerwiegender Cyberangriff auf den IT-Dienstleister PK Softech im Herbst 2026 hat Daten der Pensionskasse des Bundes, Publica, in die Hände von Unbekannten gespielt. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, während die betroffene Softwarefirma und die Bundesverwaltung das genaue Ausmass des Schadens untersuchen. Wie die Firma PK Softech mit Sitz in Reinach (BL) mitteilte, drangen Angreifer trotz hoher Sicherheitsstandards mithilfe von Schadsoftware in einen Teil der IT-Infrastruktur ein.

Sicherheitsorgane und Auslandseinsätze im Visier

Laut Recherchen des SonntagsBlick sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes des Bundes, der Gruppe Verteidigung des VBS sowie des Bundesamtes für Polizei besonders gefährdet. Besonders kritisch bewertet der Bund die Risiken für die Angehörigen der Sicherheitsorgane.

Die Bundesverwaltung warnt intern davor, dass abgeflossene Personendaten mit anderen Quellen verknüpft werden könnten. Dabei wird befürchtet, dass Künstliche Intelligenz in Sekundenschnelle erkennen kann, welche Funktion eine Person ausübt und wo sie sich aufhält, selbst wenn Betroffene privat keinerlei Verbindung zu ihrem Arbeitgeber angeben.

Hackerangriff auf PK Softech gefährdet Daten der Pensionskasse Publica
Foto: bluewin.ch

Durch den Abgleich von Pensionskassendaten mit offiziellen Einreiselisten könnten ausländische Behörden im Ausland getarnte Agenten identifizieren, befragen oder im Extremfall festsetzen. Der Staatssekretär für Sicherheitspolitik, Markus Mäder, erhielt Medienberichten zufolge einen geheimen Auftrag im Zusammenhang mit diesen Bedrohungen.

Gefahren durch Datenhandel und unklare Datenmengen

Pensionskassen verwalten hochsensible Angaben wie Einkommen, Anschriften, Alter und den Familienstand. Neben den sicherheitspolitischen Aspekten drohen den Versicherten auch wirtschaftliche Gefahren. Eine Publica-Sprecherin erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP, dass auch Angaben zu Löhnen, Vorsorgeguthaben, Rentenhöhen sowie Kontaktdaten erbeutet worden sein könnten.

Cybercrime Wire For Oct. 8, 2026. Swiss Pension Fund Confirms Data Leak, Probe. WCYB Digital Radio.

Publica hat die versicherten Personen über den Datenabfluss sowie über die daraus resultierenden Konsequenzen und getroffenen Massnahmen informiert. Wie viele Personen und welche Datensätze konkret betroffen sind, bleibt vorerst unklar. Der Dienstleister PK Softech erhielt im Jahr 2017 für 12,6 Millionen Franken den Zuschlag für die Lieferung, Konfiguration und Einführung eines Systems zur Verwaltung der Versicherten und Rentenbeziehenden, wobei der Vertrag Lizenzen und Dienstleistungen für maximal 16 Jahre einschloss. Seit dem 2.

Derzeit sind die relevanten Bundesstellen gemeinsam mit der Firma daran abzuklären, welche Daten betroffen sind.

Ausser Publica pflegen gemäss Angaben des Bundes keine anderen Bundesstellen Geschäftsbeziehungen mit dem betroffenen IT-Dienstleister PK Softech.

Hacker
Foto: nau.ch

Die beteiligten Stellen arbeiten nun eng zusammen, um den vollständigen Umfang des Vorfalls zu ermitteln und die betroffenen Datensätze im Rahmen der laufenden Abklärungen präzise zu identifizieren.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

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