Google hat die ersten fünf Android-Laptops seiner neuen „Googlebook-Reihe“ in den Handel gebracht, darunter Geräte von Herstellern wie Dell, HP und Acer. Die Geräte starten nach Berichten vom Oktober 2026 zu Preisen ab 899 US-Dollar und sollen mit zehn Jahren Software-Updates und tief integrierter Gemini-KI eine Alternative zu Windows und macOS bieten.
Der Marktstart von Googlebook und die ersten fünf Hardware-Modelle
Mit der Einführung der neuen Googlebook-Klasse verabschiedet sich Google nach 15 Jahren von der klassischen Chromebook-Reihe und setzt im Laptop-Segment künftig direkt auf Android. Die ersten fünf Geräte wurden von den Partnern Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo entwickelt und kamen im Oktober 2026 in den Handel. Im Gegensatz zu den früher oft im Einsteigerbereich angesiedelten Chromebooks positioniert sich die neue Geräterippe klar im Premium-Segment. Die Einstiegspreise in den Vereinigten Staaten beginnen bei 899 US-Dollar, während in Europa und Deutschland je nach Konfiguration deutlich höhere Preise aufgerufen werden.
Die Hersteller bieten zum Start eine breite Palette an Formaten an, die vom leichten Reisebegleiter bis zum leistungsstarken Arbeitsgerät reicht. Dazu gehört das Acer Googlebook 14 als einziges Convertible der Startserie sowie das besonders leichte Asus Googlebook 14, das knapp ein Kilogramm auf die Waage bringt. HP steuert ein Modell mit einem Snapdragon X Elite-Prozessor bei, während Lenovo mit einem 15,3-Zoll-Bildschirm auf maximale Produktivität setzt. Allen Geräten gemeinsam ist eine auffällige optische Neuerung auf dem Gehäusedeckel: die sogenannte „Glowbar“, eine beleuchtete LED-Leiste, die unter anderem über den aktuellen Akkustand informiert.
Preise und technische Ausstattung des Dell XPS Googlebook
Ein prominenter Vertreter der neuen Plattform ist das Dell XPS Googlebook, welches das erste XPS-Modell darstellt, das nicht mit Windows, sondern mit dem neuen Googlebook OS betrieben wird. Das Gerät kombiniert ein 13,4 Zoll großes 2.5K-Touchdisplay mit einem Snapdragon X Elite-Prozessor und einer System-Integration von Gemini Intelligence. In den USA wird das Modell für 999 US-Dollar angeboten, während Käufer in Deutschland tief in die Tasche greifen müssen: Im Online-Store von Dell startet der Preis hierzulande bei 1.449 Euro für die Variante mit 16 GB RAM und 512 GB SSD. Höhere Speicherausstattungen kosten in Deutschland 1.806 Euro oder 2.079 Euro.
| Konfiguration | USA-Preis | Preis in Deutschland |
|---|---|---|
| 16 GB RAM / 512 GB SSD | 999 USD | 1.449 EUR |
| 32 GB RAM / 512 GB SSD | — | 1.806 EUR |
| 32 GB RAM / 1 TB SSD | — | 2.079 EUR |
Bei der Display-Technologie setzt Dell laut eigenen Angaben auf ein LCD-Panel mit einer adaptiven Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hertz und einer Helligkeit von 500 Nits, während andere Hersteller in der gleichen Preisklasse teilweise OLED-Bildschirme verbauen. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 16 Stunden Netflix-Streaming an.
Software-Integration und die Tücken der Android-Nutzung am Laptop
Die Softwarebasis der neuen Laptops ist Googlebook OS, das auf Android 17 aufbaut und nach Herstellerangaben für mindestens zehn Jahre mit regelmäßigen Updates versorgt werden soll. Für Nutzer eines Android 17-Smartphones ist die Ersteinrichtung laut Berichten extrem unkompliziert. Durch das Scannen eines QR-Codes lassen sich Konten, Daten und Anwendungen automatisch übertragen.
Über Googles „Better Together“-Dienste können Laptops auf Dateien des Smartphones zugreifen, Benachrichtigungen synchronisieren oder Apps spiegeln. Im praktischen Alltag zeigen sich jedoch einige Hürden. Die Geräte müssen sich im selben WLAN-Netzwerk befinden, und der Wechsel zwischen Netzwerken kann Verbindungen abbrechen lassen. Zudem lassen sich gespiegelte Smartphone-Apps meist nur einzeln und ohne echten Hintergrundbetrieb nutzen. Auch der klassische Dateimanager auf dem Laptop stößt im Vergleich zu etablierten Desktop-Systemen an Grenzen, da grundlegende Funktionen wie Tabs oder Netzwerkfreigaben fehlen.
Künstliche Intelligenz mit Gemini und der magische Mauszeiger
Ein zentraler Bestandteil des Betriebssystems ist die hardwareseitig integrierte Gemini Intelligence, die weit über eine reine Chatbot-Anwendung hinausgeht. So lässt sich durch das Schütteln des Cursors der sogenannte „Magische Pointer“ aktivieren, mit dem direkt auf Bildschirminhalte zugegriffen werden kann – etwa zum schnellen Übersetzen von Texten oder Bearbeiten von Bildern. Zusätzlich bietet das System einen Widget-Generator, der aus einfachen Textanweisungen personalisierte Mini-Anwendungen für den Desktop erstellt. Für fortgeschrittene Anpassungen können Nutzer Android-Anwendungen anpassen.

Während ältere Chromebooks noch bis voraussichtlich 2034 mit Sicherheitsupdates versorgt werden, stellt die Einführung von Googlebook OS einen strategischen Schwenk dar. Ob sich die Plattform im anspruchsvollen Büroalltag durchsetzen kann, hängt vor allem davon ab, wie schnell Entwickler ihre Apps an die Bedienung mit Tastatur und Maus anpassen.
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