Alexandros Paporakis, ein Taco-Bell-Kassierer aus Palatine im US-Bundesstaat Illinois, wurde am 11. Oktober 2026 festgenommen. Er soll einen Massenmord an Hindu-Gläubigen in einem Tempel in der Region Aurora geplant haben. Bundes- und Lokalbehörden stoppten den mutmaßlichen Anschlag nach Hinweisen von Arbeitskollegen.
Palatine Police Chief William Nord betonte die außerordentliche Schwere der Bedrohung: The seriousness of this alleged threat cannot be overstated,
erklärte er in einer offiziellen Verlautbarung. Die Festnahme von Alexandros Paporakis am 11. Oktober 2026 hat einen mutmaßlichen Massenmord in der Metropolregion Chicago verhindert. Nach Angaben von Staatsanwälten und Ermittlern war der Einwohner von Palatine im US-Bundesstaat Illinois mit einer modifizierten AR-15-artigen Schusswaffe und Munition ausgerüstet, als er sich einem großen hinduistischen Tempel in Aurora näherte.
Die Tat sollte am ersten Tag des Navratri-Festes stattfinden, an dem Tausende Gläubige die heiligen Stätten besuchen. Laut Berichten über die Gerichtsdokumente plante der Verdächtige, eine erhebliche Anzahl von Indern zu töten. Nur das Klemmen der Waffe und der dringende Alarm eines Arbeitskollegen bei der Polizei verhinderten eine unmittelbare Katastrophe.
Festnahme nach Ladehemmung
Die Ereignisse überschlugen sich am Sonntag, dem 11. Oktober. Paporakis fuhr von seinem Wohnort in Palatine etwa 40 Meilen zum Tempelareal, wie die Palatine Police Department mitteilte. Als die Waffe beim Auslösen streikte und versagte, kehrte der Verdächtige zunächst nach Hause zurück. Er suchte im Internet nach Anleitungen zur Behebung der Ladehemmung und kontaktierte einen Arbeitskollegen telefonisch sowie über den Nachrichtendienst Signal. In diesen Mitteilungen verschickte er Fotos des Gewehrs und ein Video der Fehlfunktion. Der Kollege und ein weiterer Angestellter verständigten daraufhin umgehend die Polizei.
Gemeinsame Einsatzkräfte der Polizeibehörden aus Palatine und Mount Prospect fingen den Verdächtigen noch am selben Abend beim Verlassen seines Wohnhauses ab. Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Ermittler ein Sturmgewehr ohne Seriennummer, rund 300 Schuss Munition, geladene Magazine, Schutzkleidung und eine taktische Weste mit Abzeichen des rechtsextremen Spektrums.
Dokumente und Hasskriminalität
Bei Durchsuchungen in der Wohnung des Beschuldigten stießen die Ermittler auf ein achtseitiges Dokument mit dem Titel Why I Fought: A.K.A.: (Aurora shooter’s manifesto)
. In der Handschrift bezeichnete sich Paporakis selbst als white supremacist Neo-Nazi
. Der Text enthielt offene Gewaltfrohnuten gegen Menschen indischer Abstammung, jüdische Mitbürger sowie afroamerikanische und andere nicht-weiße Bevölkerungsgruppen. Zudem fanden Polizisten einen Gaskanister mit einer rassistischen Verunglimpfung von Südasiaten sowie nationalsozialistische Devotionalien und Hakenkreuze. Nach Angaben von Anklägern soll der 19-Jährige psychische und emotionale Probleme gehabt und seine Taten seit zwei Jahren mittels Online-Diensten vorbereitet haben.
Basierend auf im Laufe der Ermittlungen gewonnenen Erkenntnissen gehen Kriminalbeamte davon aus, dass Paporakis möglicherweise am Sonntag, den 11. Oktober, einen Anschlag verüben wollte, der möglicherweise auf eine hinduistische Kultstätte im Raum Aurora abzielte.
Palatine Police Department, über lokale Berichterstattung
Haftbefehl und Zusammenarbeit von FBI und Polizei
Paporakis wurde dem Cook County Third Municipal District Courthouse in Rolling Meadows vorgeführt. Dort erließ ein Richter Haft ohne Kaution; der Beschuldigte bleibt bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 30. Oktober in Gewahrsam. Die Anklage lautet auf das Aussprechen einer terroristischen Drohung und den unzulässigen Besitz einer Waffe, wobei sich der Waffenbezug auf ein Gewehr mit einer Länge von unter 16 Zoll stützt. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) arbeitet eng mit der Aurora Police Department und weiteren regionalen Dienststellen zusammen, um mögliche Komplizen zu identifizieren oder weitere Anklagepunkte zu prüfen. FBI Chicago Special Agent in Charge Ryan Whalen wies bei Pressegesprächen auf die intensive behördenübergreifende Zusammenarbeit gegen radikale Gewaltbedrohungen hin.

Reaktionen von Konsulat und Verbänden
Gemeindevertreter und Konsularbehörden reagierten bestürzt und erleichtert zugleich auf das rasche Eingreifen der Polizei. Das Generalkonsulat von Indien in Chicago erklärte, man verfolge die Lage aufmerksam, stehe im Austausch mit der Diaspora und danke den US-Strafverfolgern für die schnelle Intervention. Die Hindu American Foundation erinnerte an zurückliegende Vorfälle, darunter die Vandalismusschäden im Shree Swaminarayan Vadtal Dham Hindu Mandir im oberöstlichen Ohio rund zwei Wochen zuvor sowie eine Schießerei am ISKCON-Tempel in Utah im Juli 2025. Verbände und Sicherheitsbehörden riefen Angehörige aller Gemeinden auf, wachsam zu bleiben und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden, damit religiöse Stätten ohne Angst betrieben werden können.
The seriousness of this alleged threat cannot be overstated,
betonte Palatine Police Chief William Nord.
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