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Gesundheit

Erster H5N1-Todesfall in den USA: Mensch in Yakima County verstorben

Ein Mensch aus Yakima County im US-Bundesstaat Washington ist nach einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus H5N1 gestorben. Es handelt sich um den ersten bekannten Todesfall durch das Virus in den Vereinigten Staaten im Jahr 2026 und den dritten Todesfall landesweit seit Februar 2024, wie lokale Gesundheitsbehörden am 2. November 2026 berichteten.

Todesfall in Yakima County

Nach Angaben der Behörden verstarb die Person am 1. November 2026. Eine namentliche Nennung erfolgte unter Berufung auf den Schutz der Privatsphäre nicht.

Die betroffene Person hatte Vorerkrankungen und war nach dem Kontakt mit infizierten Milchkühen auf einem Milchviehbetrieb mit einer schweren Erkrankung im Krankenhaus behandelt worden, teilte der Yakima Health District mit.

U.S. Records First Human Bird Flu Death of 2026

In einer Stellungnahme sprach der Gesundheitsbeamte des Yakima Health District, Dr. Dave Atteberry, den Angehörigen sein Mitgefühl aus und betonte, dass Vogelgrippe insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen schwere Krankheitsverläufe auslösen kann. Gouverneur Bob Ferguson erklärte ebenfalls, dass er über die Situation unterrichtet sei und dass sein Team in enger Abstimmung mit den beteiligten Gesundheits- und Landwirtschaftsbehörden stehe.

Gleichzeitig bestätigten die Gesundheitsbehörden einen dritten menschlichen Fall von aviärer Influenza in derselben Region. Diese Person zeigte nach Angaben der Behörden keine schweren Symptome, musste nicht hospitalisiert werden und hatte ebenfalls Kontakt zu infizierten Milchkühen auf einem lokalen Betrieb, wie das Global Biodefense-Netzwerk berichtete.

Erster H5N1-Todesfall in den USA: Mensch in Yakima County verstorben
Foto: Fox News

Ausbreitung in Milchviehherden im Bundesstaat Washington

Genetische Untersuchungen an Proben von zwei Yakima-Betrieben ergaben das Vorliegen des rinderadaptierten Stamms B3.13, welcher bereits seit dem Frühjahr 2024 bei Milchkühen zirkuliert.

Der Ausbruch im US-Bundesstaat Washington hat sich seit den ersten Nachweisen im Oktober rasch ausgeweitet. Bis Anfang November stieg die Zahl der durch das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bestätigten infizierten Milchherden im Bundesstaat auf 40 an, wovon 39 Herden im Yakima County und eine im benachbarten Benton County liegen, wie Medical Daily berichtete.

Der Stamm geht ursprünglich auf ein einzelnes Übertragungsereignis von Wildvögeln auf Rinder im texanischen Panhandle zurück, von wo aus Tiere ohne erkennbare Symptome in andere Bundesstaaten transportiert wurden, wie eine Untersuchung des USDA und der Iowa State University zeigte. Laut Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums und der zuständigen Überwachungsbehörden wurden im Rahmen der laufenden Vorsichtsmaßnahmen im Land Personen nach Tierkontakten überwacht.

Bewertung des Infektionsrisikos für die Öffentlichkeit

Es gibt nach wie vor keine Belege für eine Übertragung von Mensch zu Mensch in den Vereinigten Staaten, wie die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bestätigen. Trotz des Todesfalls betonen Gesundheitsbehörden und Experten übereinstimmend, dass das Risiko für die breite Öffentlichkeit niedrig bleibt.

Erster H5N1-Todesfall in den USA: Mensch in Yakima County verstorben
Foto: Healio

Auch wenn dies ein schwerwiegendes und herzergreifendes Ergebnis ist, bleibt das Risiko für die breite Öffentlichkeit gering.

Dr. Dave Atteberry, Gesundheitsbeauftragter, Yakima Health District

Die Gesundheitsbehörden richten ihren Fokus vor allem auf Personen mit engem Kontakt zu Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben. Der Yakima Health District fordert Landarbeiter auf, bei grippeähnlichen Symptomen nach dem Kontakt mit Rindern umgehend medizinisches Personal oder den Gesundheitsdienst zu kontaktieren. Gleichzeitig betonen Behörden, dass pasteurisierte Milch und Milchprodukte sicher konsumiert werden können, da der Prozess das Virus abtötet, wie die staatliche Veterinärbehörde in Colorado betonte, wo das Virus ebenfalls im Milch-Tank nachgewiesen wurde.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.