Emanuel Gats Tanzstück »Five Days In The Sun« feiert am 17. Oktober 2026 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg seine Deutsche Erstaufführung. Die Produktion verknüpft die Fünfte Sinfonie von Gustav Mahler mit einer präzisen Lichtdramaturgie und einer zwölfköpfigen Kompanie.
Deutsche Erstaufführung im Forum am Schlosspark Ludwigsburg
Das Kulturprogramm im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg bringt im Oktober 2026 hochkarätige Gastspiele auf die Bühne. Neben Georg Friedrich Händels Spätwerk Theodora mit der Gaechinger Cantorey zieht vor allem die jüngste Arbeit von Emanuel Gat Dance das Publikum an.
Das Stück Five Days In The Sun zeigt, wie moderne Choreografie auf monumentale Orchesterwerke trifft, ohne dabei in konventionelle Muster zu verfallen.

Die Spielzeiteröffnung bietet am Samstag, den 17. Oktober 2026 ab 19 Uhr sowie am Sonntag, den 18. Oktober 2026 ab 17 Uhr die Gelegenheit, die Inszenierung live zu erleben. Die Veranstaltung präsentiert das einzigartige Repertoire des renommierten Künstlers in einer spektakulären Show.
Gustav Mahlers Fünfte Sinfonie als choreografischer Raum
Im Zentrum der Performance steht Gustav Mahlers Fünfte Sinfonie, die zwischen 1901 und 1902 entstand und einen Wendepunkt im Schaffen des Komponisten markiert. Vor dem Hintergrund, dass Mahler Anfang 1901 knapp dem Tod entging und im März 1902 Alma Schindler heiratete, spiegelt die Musik vielschichtige dynamische Kontraste wider.
Dabei bestimmt die Bewegung der Lichtquellen, für die der Choreograf selbst verantwortlich zeichnet, maßgeblich die visuelle Dramaturgie neben der von Emanuel Gat gestalteten Tonspur.
Europatournee nach der Premiere in Montpellier
Der Weg nach Ludwigsburg führt über Frankreich. Seitdem tourt das Ensemble durch ganz Europa, wobei neben Ludwigsburg als einer der ersten Stationen der Welttournee auch London, Brüssel, Bozen, das Canner Tanzfestival, Venedig, Avignon, Reggio Emilia und Lille auf dem Tourplan stehen.
Für den 1969 in Israel geborenen Choreografen Emanuel Gat, der in seiner Jugend Musik und Klarinette studierte und als Kind Dirigent werden wollte, bevor er sich dem Tanz zuwandte, schließt sich damit ein Kreis. Diese musikalische Vorbildung zeigt sich in der Freiheit, mit der er ikonische Partituren behandelt. In einem Stil von dunkler Sinnlichkeit arbeitet er seit 20 Jahren mit seiner Kompanie in Marseille und setzt in Ludwigsburg erneut Maßstäbe für zeitgenössischen Tanz.
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