Im US-Zwischenwahlkampf des Jahres 2026 erlitten die Republikaner und der Tech-Milliardär Elon Musk eine historische Niederlage, bei der die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des US-Kongresses übernahmen und in Texas überraschend das Senats- sowie das Gouverneursamt gewannen, berichtet CNBC.
Milliardensummen in Texas
Nach Analysen von CNBC investierte Elon Musk in den Midterms mindestens 446 Millionen US-Dollar und war damit der größte Einzelspender des Wahlzyklus.
Allein in Texas, dem Hauptsitz seiner Unternehmen wie Tesla und SpaceX, flossen rund 224 Millionen US-Dollar in republikanische Kampagnen, wie die New York Times berichtete, berichtet The Times of India. Entgegen diesen massive Ausgaben setzte sich der Demokrat James Talarico im Rennen um den US-Senat gegen den republikanischen Justizminister Ken Paxton durch.
Gleichzeitig gewann die demokratische Abgeordnete Gina Hinojosa die Gouverneurswahl gegen den amtierenden Republikaner Greg Abbott, berichtet Fortune. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass Texas bei einer landesweiten Wahl mehrheitlich für die Demokraten stimmte.
Musk hatte im Vorfeld der Abstimmung einen Betrag von 216 Millionen US-Dollar in seine eigene Super-PAC mit dem Namen America PAC gesteckt, um republikanische Feldeinsätze im ganzen Land zu unterstützen.
Zudem spendete er 168 Millionen US-Dollar an den Senats-Super-PAC der Republikaner, den Senate Leadership Fund. Über Texas PAC, eine republikanische Organisation, wurden diese Gelder in das Rennen um den Senat gelenkt. Ken Paxton war im Jahr 2023 vom mehrheitlich republikanischen Repräsentantenhaus von Texas wegen Anschuldigungen des Amtsmissbrauchs im Amt angeklagt worden, jedoch im Anschluss vom Senat des Bundesstaates freigesprochen worden. Getrennte Verfahren zu Wertpapierbetrug aus dem Jahr 2015 wurden im Jahr 2024 im Rahmen einer Vereinbarung über gemeinnützige Arbeit, Ethikschulungen und Wiedergutmachung fallengelassen, während Paxton jegliches Fehlverhalten stets abstritt.
Reaktionen auf X
Ron Baron äußerte sich im März 2025 kritisch.
Er erklärte, dass Musks politisches Engagement das Risiko berge, Kunden zu vergraulen, da es nicht ideal sei, die Hälfte der Bevölkerung zu entfremden. Die politische Bilanz des reichsten Menschen der Welt blieb nach den Wahlen insgesamt gemischt.
Er hatte im Jahr 2024 über 290 Millionen US-Dollar ausgegeben, um Donald Trump ins Weiße Haus zurückzubringen, was ihm nachfolgend die effektive Leitung des DOGE-Büros einbrachte.

Belastung für Rechenzentren
Die politischen Veränderungen in Washington und Texas haben direkte finanzielle Folgen für die Technologiebranche.
Wie Yahoo Finance berichtete, gerieten Aktien von SpaceX, Tesla sowie Cloud- und Infrastrukturanbietern wie CoreWeave und IREN unter Druck. Analysten warnen vor regulatorischen Hürden für den energieintensiven Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.
Da Texas rund 25 bis 30 Prozent der gesamten US-Rechenzentrumskapazität beherbergt, blicken Investoren besorgt auf die künftige Politik der neuen Gouverneurin.
Hinojosa kündigte im Wahlkampf an, sich für strenge Auflagen einzusetzen. Sie forderte den Wegfall von Steuerrabatten und die vollständige Kostenübernahme für den Energieverbrauch durch die Betreiber.
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Dies könnte laut Wccftech den Zeitplan für zahlreiche geplante Projekte verlangsamen.
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